
Filme über die Nahrungsmittelindustrie haben Konjuktur, nach den dokumentarischen Werken "
We feed the world" und "
Unser täglich Brot", wird ab heute mit Hollywoodkino versucht Verbraucheraufklärung zu betreiben. In "
Fast Food Nation" von Richard Linklater dient ein fiktiver (sic!) Lebensmittelskandal in einer Fast Food Kette als Rahmenhandlung um die Feststellung zu treffen, dass es dabei wieder nur ums Geld geht. Da sieht man wie mit künstlichen Aromastoffen schlechte Qualität kaschiert wird, dass Schlachthäuser kein Ort der Romantik sind und Massentierhaltung schon rein gar nichts von schönem Landleben hat. Zwar hat der Autor des Buches "Fast Food Gesellschaft", auf dem der Film basiert, zusammen mit dem Regisseur das Drehbuch geschrieben, trotzdem kommt der Film nicht in Gründlichkeit und Tiefe an die Vorlage heran. Muss er ehrlich gesagt auch gar nicht, denn das wichtigste haben sie gemeinsam, am Ende steht man da und denkt so für sich, "Das wissen wir doch schon, warum essen wir dann trotzdem immer noch Fast Food?".
Der Film ist durchaus sehenswert, lehrreich ist er eher weniger. In jedem Fall ist der Film gut gemacht und bis in die Nebenrollen ( z.B. Ethan Hawke, Bruce Willis und Kris Kristofferson) sehr gut besetzt. Der Hauptprotagnist Don wird gespielt von Greg Kinnear, bei uns bekannt geworden durch seine Rolle als Nachbar von Jack Nicholson in "Besser gehts nicht".
Ach ja, der Lebensmittelskandal um den es geht sind Coli-Bakterien im Hackfleisch. Nach den ganzen Gammelfleischgeschichten hierzulande ist das fast schon appetitlich