Zeit ist bei mir gerade Mangelware, da ich gerade an
anderer Stelle spielen schwerst arbeiten darf. Daher vier wichtige Themen schnell angerissen, damit sie nicht in Vergesseheit geraten.

Am Sonntag war in Bayern Kommunalwahl und der
Einsatz von Barcodes zum Auszählen der Stimmen, hat im Vorfeld einige
Bedenken hervorgerufen. Im Nachhinein muss man feststellen, dass es auch tatsächlich
nicht so problemlos verlaufen ist, wie die Befürworter versprochen haben. Auf
wahlbeobachtr sind die ersten Berichte von Wahlbeobachtern zusammengefasst. Zusammengefasst, Manipulationen sind wohl nicht vorgekommen, dafür kam es vor, dass bei Problemen den PCs "spontan" auf Ersatzgeräte verwendet wurden. Ausserdem scheint es so, dass gerade bei computer-affinen Wahlhelfern die Bedenken gegenüber der Technik ausgeprägter sind. Ein passendes Zitat, das mir in diesem Zusammenhang untergekommen ist, lautet ungefähr: "Es braucht nur einen technisch verständigen Wahlfälscher, um die Wahl zu torpedieren. Um dies zu verhindern wäre aber in JEDEM Wahllokal ein versierter Wahlhelfer notwendig." Mal abgesehen davon, dass die ausreichende Schulung von so vielen Wahlhelfern gar nicht machbar ist, würde es auch dazu führen, dass die digitale Kluft sich auf die praktische Demokratie ausweitet. Sollen nur noch "Techies" in der Lage sein die Wahlvorgänge zu verstehen?

Christoph Harrach (
karmakonsum.de) veranstaltet nach der erfolgreichen
LOHAS-Konferenz im letzten Jahr, dieses Jahr ein zweitägiges Event. Den Anfang macht, unter dem Namen
KarmaKonsum 2008, am 30. Mai eine Marketingkonferenz. Aus dem Bauch heraus würde ich mal sagen, das eher ist was für die
Schlipsträger "Entscheider" von Unternehmen, die am Markt der sog. LOHAS interessiert sind. Da ist es auch konsequent, dass für die Veranstaltung Eintritt zu entrichten ist. Aber die Veranstalter haben an die armen Blogger gedacht und bieten diesen eine
kostenlose Presseakkreditierung an.
Das
GreenCamp am nächsten Tag kommt weniger organisiert daher. Hier bestimmen die Teilnehmer selbst warum es geht. Das Konzept ist an den sog. BarCamps angelehnt, fokusiert sich aber auf grüne Themen. Jeder ist eingeladen (der
Eintritt ist frei!) dort seine Ideen für eine nachhaltige Welt vorzutragen und mit den anderen Teilnehmern zu diskutieren. Man darf aber auch gerne kommen um andere Menschen kennenzulernen, damit das nicht ganz so trutschlig daherkommt, nennt man das dann networking.

Die
BioFach 2008, und vor allem das legendäre
Bloggertreffen, ist jetzt bald zwei Wochen her. Wie mir erst jetzt so richtig auffällt wurde reichlich gefilmt. Das ist immerhin ein kleiner Trost dafür, dass man sich nicht mit jedem persönlich unterhalten konnte.
Roland Dunzendorfer von landscaping.at
Frans Prins von grass routes
Reto Stauss von nachhaltigbeobachtet.ch
Sjörn Plitzko von konsumguerilla.de
Christoph Harrach von karmakonsum.de
Peter "Lohas" Parwan von lohas.de
herwig Danzer vom Nachhaltigkeitsblog
Videorundgang über die BioFach
Zum
Eklat bei der Mitgliederversammlung der EWU-Bayern gibt es eine, hoffentlich gütliche, Fortsetzung. Nachdem die Mitgliederversammlung vom Vorstand beendet wurde und dieser den Saal verlassen hatte, wurde die Versammlung wieder eröffnet und ein Interims-Vorstand eingesetzt. Die schwierige Aufgabe hat Claus Schmidt vom
Gestüt Alte Mühle übernommen. Bleibt zu hoffen, dass die nun fällige Wiederholung der Mitgliederversammlung ruhiger verläuft. In dem Zusammenhang ist es wahrscheinlich sinnvoll die Versammlung von einer neutralen Person leiten zu lassen, z.B. vom Bundesverband oder einem der anderen. Landesverbände. Zudem halte ich es für dringend angeraten, dass ein Jurist beratend zur Seite steht. Vor allem aber gilt es zu beherzigen was hier schon in einem Kommentar geschrieben wurde: "... was da von allen Beteiligten geboten wurde war kein gutes Vorbild für den Nachwuchs."