Wenn ich mir heute die Gärten so ansehe, handelt es sich in der Regel um reine Ziergärten. Machmal kann man noch ein, verschämt in der hintersten Ecke des Gartens platziertes, Gemüsebeet erkennen. Die Regel sind aber, vor allem in Neubaugebieten, kleinsträumige Versuche von Parklandschaften. Streckenweise muss man sogar froh sein wenn die Bauherren überhaupt noch Grünes anpflanzen. Nur mit Kies und Steinen geschaffene Gartenbereiche mögen als Teil einer grossen Parkflläche einen schön anzusehenden Akzent bilden. Als einizges Gestaltungsmittel in einem 300m2 Garten ist es steril und wirkt wie ein Fremdkörper.
Bauerngärten, die in idealer Weise den Gedanken an die Selbstversorgung mit dem Bedürfnis nach Erholung im eigenen Grün vereinen, befinden sich zusehends auf dem Weg zur Kuriosität die bald nur noch in Museen zu bewundern sein wird. Mit dem Verlust an Vielfalt im Garten geht auch das Wissen um den Anbau von Obst und Gemüse verloren. Damit Kinder trotzdem lernen, dass die Karotte nicht im Plastikbeutel wächst, gehört heute ein Schulgarten als Anschauungsobjekt zu jeder Grundschule. Wo das wirkliche Leben versagt muss eben die Pädagogik herhalten. An der immer größer werdenden Zahl von Schmuckgärten wird das aber wahrscheinlich auch nichts mehr ändern.
Doch jede Entwicklung hat auch ihre Gegenbewegung. Von der Lebensreform aus den Anfängen der 20. Jhds., über die Aussteiger der 70er Jahre, bis hin zur Permakultur, lässt sich immer wieder feststellen, dass der Anbau der eigenen Nahrung ein Weg zur Einheit von Mensch und Natur sein kann. Aus Nordamerika schwappt uns gar eine Weiterentwicklung der Selbstversorgung entgegen. Unter dem Schlagwort urban farming bzw. urban agriculture soll der Nutzgarten wieder die Städt erobern und dabei noch Geld abwerfen.
Sonntag, 16. März 2008
Kleinstgartenbau
Trackbacks
Öfter mal die (Strassen)Seite wechseln
Das hat man von seiner Routine. Unzählige Male habe ich diese Kreuzung passiert und mir ist nicht aufgefallen, dass sich der wilde Wein der Laterne bemächtigt hat. Auch ein Form von urban gardening.
Das hat man von seiner Routine. Unzählige Male habe ich diese Kreuzung passiert und mir ist nicht aufgefallen, dass sich der wilde Wein der Laterne bemächtigt hat. Auch ein Form von urban gardening.
Weblog: Die_Farmblogger
Aufgenommen: Mai 27, 14:04
Aufgenommen: Mai 27, 14:04
Kleinstgartenbau 2
Die Idee des SPIN Farming trägt blüten. Trevor Paque verfolgt in San Francisco mit MyFarm ein sehr ähnliches Konzept. Brachliegende Hinterhöfe werde mit Mutterboden versorgt, um dann Beete anzulegen. Im Gegensatz zum SPIN Farming wird die Ernte aber nicht
Die Idee des SPIN Farming trägt blüten. Trevor Paque verfolgt in San Francisco mit MyFarm ein sehr ähnliches Konzept. Brachliegende Hinterhöfe werde mit Mutterboden versorgt, um dann Beete anzulegen. Im Gegensatz zum SPIN Farming wird die Ernte aber nicht
Weblog: Die_Farmblogger
Aufgenommen: Nov 04, 19:01
Aufgenommen: Nov 04, 19:01










Was mich aber interessieren würde ist die Frage der Bewässerung. Das ist ja überwiegend Obst und Gemüse, die brauchen i.d.R. reichlich Wasser. Wo kommt das her, sammeln die Regenwasser oder kommt das aus dem Leitungsnetz?