Nu aber los, sonst ist die Blogparade vorbei. Ralph von
konsumblog.de hätte gerne Antworten auf seine "
7 Fragen zu Konsum und Umwelt".
1. Gibt es Produkte, die Du bewusst meidest, wenn ja, welche und warum?
Das gäbe eine lange Liste. Im Grunde ist es so, dass ich bei jedem Produkt mir erst die Frage stelle ob es wirklich notwendig ist und falls ja, mich bemühe das zu wählen das den wenigsten Schaden anrichtet. Wie bei jedem anderen wahrscheinlich auch, passiert das zum Teil nur inkonsequent. Regelrecht boykottiert werden aber die Konzerne, die noch immer glauben mit Geld sei alles zu rechtfertigen.
2. Hat es in den letzten 3 Jahren Ereignisse gegeben, die Dein Konsumverhalten verändert haben?
Wirklich verändert hat sich meine Sicht auf "Bio-Energie". Da musste ich leider feststellen, dass das Thema nur solange Bio ist, wie es sich auf eine Nische beschränkt, z.B. ein paar Bastler die Autos mit Pflanzenöl fahren oder eine Biogas-Anlage pro Landkreis.
3. Welche Ereignisse zum Thema Umwelt und Konsum haben Dich am stärksten beeindruckt oder empört?
Auf die Palme bringt mich regelmässig die unsinnige Argumentation, die Profitgier von Konzernen als Gutmenschentum darzustellen. Gentechnik als einziges Mittel gegen Hungersnöte, nur kommerzialisierte Wasserversorgung ist sicher ....
4. Welche konkreten Entwicklungen im Bereich Umwelt oder Verbraucherschutz beunruhigen Dich?
Beängstigend finde ich die Entwicklungen im Bereich der Gentechnik. Bei aller Freiheit der Forschung, die ich für notwendig halte, sollten sich die Wissenschaftler auch darüber im klaren sein, dass sie eine Chimäre erschaffen, die in vielen Fällen nur ihrem persönlichen Ruhm und dem Profit von Konzernen dient.
5. Was hat sich in den letzten 3 Jahren im Sinne der Nachhaltigkeit zum Besseren gewendet?
Die Möglichkeiten sich nachhaltig, im Sinne von Umweltschutz und Menschenrechte, zu verhalten sind zahlreicher geworden und die "grüne" Lebensphilosiphie hat eine breitere gesellschaftliche Basis.
6. Hast Du Ideen für Politiker und Konsumenten, um das Verhältnis von Umweltschutz, Konsum und Lebensqualität zu verbessern.
Den Konsumenten (mich eingeschlossen) kann ich nur raten auch mal neue Wege zu gehen. Wichitger als Wahlen die alle paar Jahre stattfinden, sind die täglichen Entscheidungen. Einfach mal das Auto stehen lassen und zu Fuss gehen oder im Supermarkt Bio-Milch kaufen. Man gewöhnt sich daran und ändert wahrscheinlich mehr, als wenn man darauf wartet bis der grosse Wandel eintritt.
Die Politiker möchte ich daran erinnern, dass ihre Arbeit eine Holschuld ist. Da ist es besser sich nicht auf die Lobbyisten zu verlassen und sich mehr damit zu beschäftigen was die Bürger wollen.
7. Was kritisierst Du - wenn überhaupt - an den “Neuen Ökos”, an der “LOHAS-Bewegung”?
Im Moment ist die Szene noch ganz interessant, ich befürchte nur, dass es zur reinen Marketing-Blase wird. Ein Problem, das die Öko 1.0 Generation übrigens auch hatte. Man erinnere sich nur an die unzähligen "Bio" Versprechen auf den Produkten, die um das gute Gewissen der Konsumenten warben.
Aber seien wir uns doch ehrlich, das was an den "LOHAS" manchmal stört ist doch im Endeffekt, genau das was uns auch an uns selbst stört. Jeder noch so bewusste Mensch wird an einem gewissen Punkt zum Hedonisten, die Kurve zurück muss man nur rechtzeitig kriegen.
