Da bin ich froh, wenn ich beim Surfen endlich mal wieder über ein neues Landwirtschaftsblog stolpere. Seit gut zwei Wochen hat der Demeter-Betrieb Kollmannshof in Bad Salzuflen ein Blog. Der erste, und leider bisher einzige, Beitrag verspricht, dass es bald los geht mit
...Geschehnissen auf dem Hof, schlechten und guten Wetterkapriolen, die die Ernte beeinflußt haben und aktuellen Infos des Hofladens...Seien wir gespannt was da noch kommt, lesenswerte Themen gibt es bestimmt genug.
Weil ich gerade beim Thema bin. Ein Grund für das Ableben von Blogs ist oft der Zeitmangel. Gerade Blogs leben aber davon, dass regelmässig Artikel erscheinen. Ein Ausweg aus dem Dilemma besteht darin, dass sich mehrere Autoren zusammentun und an einem Blog schreiben. Klaus-Martin Meyer (Interview Blog, marketing-blog.biz) sucht gerade nach Hofladenbesitzern, die in einem Themenblog über Direktvermarktung mitschreiben wollen. Nähere Infos dazu gibt es demnächst hier im Blog, Interessenten können sich aber ruhig schon einmal hier in den Kommentaren verewigen.







Hofladen-Betreiber für Gemeinschafts-Blog-Projekt gesucht
Bzgl. der Marke teile ich Deine Bedenken. Das muss man halt abwägen wie bekannt die eigene Website ist und ob man durch ein externes Blog nicht auch noch zusätzliche Besucher anzieht.
Werbung muss halt leider sein, ich gehe aber davon aus, dass nur Werbeeinblendungen erfolgen, die nicht kanibalisch sind.
ja es ist das gleiche projekt.
@Stefan
der einwand ist berechtigt. allerdings soll die anzahl der hofläden beschränkt werden auf eine vernünftige größe. diese läden sollen nach möglichkeit in verschiedenen regionen sein und nicht mit einander konkurrieren (verschiedene sortimenten, philosophien, regionen etc.).
Jeder Ladenbetreiber bekommt seine eigene Rubrik www.hofladen-katalog.de/mein_hofladen.
es wäre natürlich ein traum, wenn sich ein paar vom schlage "saftblogger" und "frostablogger" versammeln würden. auf der startseite wäre dann immer frequenz auch wenn der einzelne mal keine zeit hat.
im idealfall wird es also ein toller gemeinschaftsblog, der werbung für den hofladen an sich macht. dann profitiert der einzelne auch mit seiner marke und kann diese sogar weiter profilieren.
die werbung ist natürlich für die finanzierung der aufwendungen des betreibers. wir sehen das unkritisch, weil da sicher auch nur die google-besucher drauf-klicken und weniger die stammleser.
wir haben mit dem ähnlich gelagerten blog www.nachwachsende-rohstoffe.biz ganz gute erfahrungen gemacht. hier bloggen die firmen nicht wirklich, sondern schicken vorstellungen und neuigkeiten ein. wir stellen das dann ein. auch hier haben schon ermutigend viele firmen gegenseitige kontakte geknüft und kooperationen eingegangen.
grusz
klm
Das Konzept erscheint mir unlogisch, vielleicht ist es auch noch nicht so richtig rübergekommen. Hätte ich einen Hofladen wäre es mir ehrlich gesagt egal wieviele Besucher meine Website hat, entscheidend ist wer im Laden Geld lässt. Das sind die Leute die in meiner Nähe wohnen, die interessiert aber auf der anderen Seite nur am Rande was in irgendeinem Hofladen in Brandenburg los ist.
Wo ich mir Deine Idee gut vorstellen kann ist bei den Direktvermarktern die keine Website haben und einfach eine Visitenkarte im Netz haben wollen. Da frage ich mich dann aber ob das der Qualität der gesamten Website gut tut.
Aber wie gesagt, bin zwar Landwirt, aber kein Direktvermarkter und Deine Idee ist immerh ein Angebot, das es in der Form noch nicht gibt.
es wird ein blog an die stelle treten. ein blog ist hochgeradig geeignet zusätzlich besucher auf die eigene webseite weiterzuleiten bzw. relevante leser zu bekommen.
das blog-konzept kann auf jeden fall eine ergänzung sein, selbst wenn man schon eine eigene webseite und und sogar dann, wenn man schon eine eigene webseite und einen blog betreibt.
es werden immer zusätzliche besucher kommen.
selbst der zugegeben schäbige katalog wie er jetzt existiert hat im ersten jahr mehr als 350 besucher auf den eingetragenen hofladen weitergeleitet. da die besucher ausschließlich über google kommen, dürfte die absolute mehrheit relevant sein.
es gibt zudem hofladen betreiber, die auch über das internet vertreiben, dann kann ein blog mehr als nützlich sein. dann gibt es Leute, die auch im Urlaub im hofladen kaufen sollen.
durch das kooperative konzept können nach meiner vorstellung noch alle zusammen, werbung für das einkaufen im hofladen an sich machen. hierdurch dürfte es einfacher werden andere blogger und fachpresse aufmerksam zu machen. die hierdurch mögliche verlinkung und suchmaschinen-relevanz ist für den einzelnen blogger sehr viel schwerer zu erreichen.
mit http://www.innovativ-in.de/blog/ und marketing-blog.biz gibt es mindestens zwei gemeinschaftsblogs (wenn auch anderes konzept) die ganz gut funktionieren.
werbung muss natürlich sein, die unkosten müssen ja gedeckt werden. da aber zum glück google nicht perfekt ist, und max. 0,5-5% der besucher auf die werbung klicken, ist darin auch keine konkurrenz zu sehen.
grusz
klm
Was das grundsätzliche Fördern der Direktvermarktung angeht gebe ich Dir vollkommen recht. Vielleicht ist da Deine Zielgruppe eher ein Verband, als die Landwirte selbst.
Mir ist gerade ins Auge gestochen, dass Du das jetztige Verzeichnis "schäbig" nennst. Selbstkritik ist ja manchmal gut
Dem Phänomen sollte man auf den Grund gehen. Denn eigentlich spricht ja alles dafür, dass man seinen Hofladen dort einträgt. Warum passiert(e) es aber nicht, Hofläden gibt es schliesslich genug? Ich vermute da einfach eine gewisse Resistenz, deren Ursache mir aber auch immer wieder Rätsel aufgibt.
Du schreibst, daß verlgeichbare Projekte "ganz gut funktionieren". Die Frage ist wie Du den Erfolg definierst. Das Problem mit allen Internetaktivitäten ist doch, daß sie in einem eigenen Kosmos stattfinden der eigene Regeln hat. Solange man auf Zugriffszahlen schielt gibt es bestimmt viele gute Dinge. Meiner Meinung nach fehlt aber immer noch der Beweis, daß sich das Internet ins reale Leben übertragen lässt. Genau das ist aber für Landwirte und besonders Hofläden entscheidend. Stefans Vorschlag mit der regionalen Ausrichtung finde ich gar nicht mal schlecht, da sind die Kunden.
Ich bleibe bei meiner Meinung vom letzten Mal. Macht nichts alles schlecht, probiert es erstmal aus und dann kann man immer noch sehen was wird.
Das war keine Absicht und ein CMA Thema steht auch nicht an.
Ausserdem finde ich nicht, dass etwas schlecht gemacht wurde. Es ist ein schwierig zu vermittelndes Thema. Die Idee mehrere Autoren zu einem Team zu machen finde ich gut, war hier ja auch mal so, bis die Autoren langsam ausgingen. Wenn sich die Autoren finden, warum nicht. Besser sich erst einmal mit anderen zusammen versuchen, als alleine u.U. zu verzweifeln weil es kaum einer liest.
die antwort, warum sich in den jetzige katalog so wenig eintragen ist meiner meinung nach eine kombination aus zeitmangel und dem mangelnden verständnis warum solche einträge durchaus wichtig sind.
warum man bloggen sollte.
ein blog macht auch in der region bekannt, weil zunehmend im internet gesucht wird auch lokal. je nachdem welche suchkombis der suchenden sollte man dann hinreichend viele seite (eigene webseite, eigener blog, gemeinschaftsblog) positioniert haben. denn die leute suchen ja nicht immer "Hofladen hamburg" sondern auch einmal "Hofläden Hamburg" oder "hofladen harburg" oder "..altona" etc. pp.
zudem macht bloggen auch sinn, wenn man seine bestandskunden binden will. und für die ist es ein größerer anreiz regelmäßig auf einen blog zu kommen, wenn da viele einträge sind. und die frequenz ist einfach auf einem gemeinschaftsblog höher.
beim saftblog z.b. klappt meiner meinung nach, die übertragung des internets sehr gut ins echte leben. ist doch toll, wenn mit hilfe des blogs dort auch wieder quittensaft verkauft wird.
grusz
klm
Das Saftblog ist ja ganz nett, sie vertreiben aber auch im gesamten Bundesgebiet, das kann der "normale" Hofladen nicht leisten.
Und auch wenn nur einmal gesucht wird, bei dieser suche sollte man dann gefunden werden.
grusz
klm
Der Punkt ist, das Thema Internet hat bei den Bauern bisher nicht den grossen Hype ausgelöst. Das mag einerseits daran liegen, dass wir ein wenig hinterher sind. Andererseits aber auch daran, dass sehr oft Konzepte auf den Agrarbereich angewendet werden ohne auf dessen Besonderheiten Rücksicht zu nehmen.
Bin mal gespannt was alles hier so auf einen zu kommt. Lieben Gruß.