"Ganz ohne Geruch geht gar nichts", weiß natürlich auch Eger, aber das gelte natürlich nur für das Innere des Stalls und einen gar nicht so großen Umkreis herum. Er geht nicht davon aus, dass der Ort Frankenroda unter großen Geruchsbelästigungen zu leiden hat. Schließlich agiert die Landfleischerei auf Öko-Basis. Das heißt die Schweine werden auf Stroh gehalten, jede Woche kommt eine Lage Stroh dazu, die, so Eger, dafür sorgt, dass der Geruch deutlich minimiert wird. "Jeder kann zu uns kommen und sich in unseren Ställen in Nazza davon überzeugen".Quelle: Thüringische Landeszeitung
Man könne von dem Stall in Frankenroda auch nicht von einer Mastanlage sprechen. Im Schnitt würden dort wohl in etwas 400 Tiere leben,
Ich kann mir auch vorstellen, dass es da eine unterschiedliche Wahrnehmung geben kann. So hört es sich natürlich niedlich an. Die Luft in einem Stall aktueller Technik ohne Stroh würde sicherlich keine schlechtere Luft bieten (ich hab zur Zeit grad keine Quellen zur Hand). Überhaupt gibt es verschiedene Verfahren, um die Geruchsbelästigung für das Umfeld zu begrenzen. Die sind nicht wirklich abhängig von der Frage Bio/konv.. Der Begriff "Mastanlage" ist auch nicht über eine Zahl definiert.
Das Problem zeigt eher wie weit Landwirtschaft und Verbraucher mittlerweile voneinander entfernt sind. Die Einladung an Interessierte ist angemessen und hätte vielleicht eher kommen sollen.










Das Thema war die letzten Wochen in der Presse präsent und es regt sich politischer Widerstand. U.a. hat sich auch die IHK zu Wort gemeldet, dass durch den Stall eine Beeinträchtigung zukünftiger Gewerbeansiedlungen zu befürchten sei.
Jetzt frage ich mich wo dann bitte das Fleisch herkommen soll das die Konsumenten essen wollen. Es ist fast schon schizophren. Auf der einen Seite hat der Fleischkonsum Mengen erreicht die man sich vor 50 Jahren gar nicht vorstellen konnte, auf der anderen Seite will niemand mit den Produktionsstätten zu tun haben. Soll alles Fleisch etwa importiert werden?