Angeregt durch Kais Artikel über den Widerstand der Bevölkerung gegen den Bau eines Schweinestalls in Nazza habe ich mich nach Friedberg (Bayern) begeben wo sich heute der Petitionsausschuss des bayerischen Landtags ein Bild über den geplanten Neubau eines Maststalles verschaffen wollte. Angerufen wurde der Petitionsausschuss von der "Bürgeraktion Friedberger-Au" die massive Bedenken gegen den Neubau eines Stalles in einem Gebiet hat, das durch einen Regionalplan als Erholungs- und Freizeitgebiet vorgesehen ist. Faktisch existiert für den Bereich aber kein Bebauungsplan der eine entsprechende Nutzung vorschreibt, somit ist zumindest die baurechtliche Seite so weit klar, dass dem Bauantrag der drei Landwirte verwaltungsrechtlich nichts entgegenzusetzen ist.
Dass es aber so einfach nicht über die Bühne gehen wird haben sich die drei Bauherren Friedrich Hintermayr, Martin Augustin und Stephan Körner auch gedacht als es an die Planung ihres neuen Stalles ging. Daher lag ihnen daran die Anwohner frühzeitig über ihr Vorhaben zu informieren und das Konzept für den Betrieb des Stalles mit 500 Mastschweinen, 90 Muttersauen mit ca. 300 Ferkeln sowie 30 Mutterkühen samt Kälbern, in einer eigens anberaumten Informationsveranstaltung Anfang August 2006 vorzustellen. Abgesehen von dem Wunsch um eine gute Nachbarschaft, sieht das Konzept die Vermarktung des Fleisches im eigenen Hofladen vor, da wäre ein Mangel an Akzeptanz durch die Kunden das letzte was zu wünschen wäre.
So einfach die baurechtliche Seite ist, so schwierig gestaltet sich die persönliche. Trotz aller Bemühungen um Transparenz gab es heftigen Widerstand von Teilen der Bürgerschaft. Die Bedenken reichen von der o.g. Beeinträchtigung des Naherholungsgebietes, über einen befürchteten Grundstückspreisverfall bis hin zum Tierschutz. Zusehends verhärteten sich die Fronten, was schliesslich zur Anrufung des Petitionsauschusses und dem Ortstermin führte.
Freitag, 13. April 2007
Ärger um die Sau in der Au
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Wie geht es weiter in der Au?
Rechtzeitig zum Wochenende hat der Friedberger Stadtrat drei Landwirten wohl selbiges verdorben. Wie dem Regio-Ticker der Augsburger Allgemeinen zu entnehmen ist wird in Friedberg am 17. Juni ein Bürgerentscheid darüber Klarheit schaffen wie es mit der ge
Rechtzeitig zum Wochenende hat der Friedberger Stadtrat drei Landwirten wohl selbiges verdorben. Wie dem Regio-Ticker der Augsburger Allgemeinen zu entnehmen ist wird in Friedberg am 17. Juni ein Bürgerentscheid darüber Klarheit schaffen wie es mit der ge
Weblog: Die_Farmblogger
Aufgenommen: Apr 27, 17:37
Aufgenommen: Apr 27, 17:37
Das Aus für die Sau
Die Frage wie es in der Friedberger Au weiter geht hat der Bürgerentscheid gestern entschieden. 29% der wahlberechtigten Friedberger waren am Sonntag der Meinung, dass die Gemeinde für das Gebiet um den geplanten Stall einen Bebauungsplan aufstellen muss
Die Frage wie es in der Friedberger Au weiter geht hat der Bürgerentscheid gestern entschieden. 29% der wahlberechtigten Friedberger waren am Sonntag der Meinung, dass die Gemeinde für das Gebiet um den geplanten Stall einen Bebauungsplan aufstellen muss
Weblog: Die_Farmblogger
Aufgenommen: Jun 18, 08:43
Aufgenommen: Jun 18, 08:43







Den Standort habe ich mir heute beim Hundausführen mal angesehen, ich komme ja aus dem Augsburger Stadtteil Hochzoll, dessen Bewohner in dem Fall gerne als "bedroht" und "nicht stimmberechtigt" bezeichnet werden. Sonntag morgens um 8.00 ist es da wirklich idyllisch. Ich kenne die Gegend um den Baggersee aber auch im Sommer, bzw. abends wenn die in der Nähe gelegene Disko die Jugend anzieht. Da ist von der Idylle nicht mehr viel zu bemerken, die Großbäckerei, die auch nur einen Steinwurf entfernt ist sorgt mit ihren Transportern auch für eine Portion Autolärm.
Ich erinnere mich auch noch daran, daß der Pferdehof der in der Friedberger Au liegt vor gar nicht so langer Zeit ebenfalls den Petitionsausschuss angerufen hat weil ihm das Baurecht von der Verwaltung verweigert wurde. An Widerstände durch die Anwohner kann ich mich da nicht erinnern. Das ist auch sicher was anderes, denn da dient die Landwirtschaft ja der Freizeitgestaltung und nicht so etwas profanem wie der Erzeugung von Lebensmitteln.
Ich hoffe, daß die Geschichte zu einem guten Ende kommt und die Landwirte nicht entnervt aufgeben. Das was sie vorhaben ist genau das was wir Verbraucher gefordert haben als die Bilder von vergammeltem Fleisch über die Fernseher geflimmert sind.
es gibt keine Massentierhaltung.
Der richtige Begriff dafür ist seit 1973 Intensivtierhaltung.
Was, glaubst Du, ist eine zum Wohnen verinigte Anzahl von Menschen auf einer minimalen Grundfläche wie z. B. einem Hochhaus?
Die Hälfte der Weltbevölkerunglebt inzwischen in Städten und ist Immissionen ausgesetzt, die weitaus brutaler sind als gelegntliche Geruchsentwicklung aus modernen Tierhaltungen mit kontrollierter Klimaführung.
Gruß von einem, dessen Job es seit 30 jahren ist, solche Ställe für Schweinehaltung zu planen und der alle Widerstände kennt, die man solchen Bauten entgegenbringt.
Wünsche guten Appetit beim nächsten Grillfest, wo Ihr wohl auch die Luft verpestet und Euch das Produkt schmecken lasst, wofür der Kollege Bauer täglich (365 / 366 Tage im Jahr!) seine Arbeitskraft opfert und den Arbeitsplatz gegen solche Widerstände mit eigenem Geld finanzieren muss.
Solltest Du mal darüber nachdenken und Dich über diese Arbeit informieren.
Gruß
Fritz