Um ein Haar wäre mir eine wirklich interessante Meldung entgangen, zumindest hielt ich sie anfangs dafür. Der Verein information.medien.agrar hat ein Online Agrarlexikon veröffentlicht. Glaubt man der Pressemeldung handelt es sich um ein
Neues Online-Agrilexikon nach Wikipedia-VorbildSchaut man sich besagtes Online-Agrilexikon an, stellt man fest, dass dort gerade mal 300 Begriffe aufgeführt werden und die werden nicht mal ausführlich erklärt. Der Begriff Landwirt bringt es auf ein paar Zeilen und zwei Grafiken, der Grubber wird in zwei Sätzen versucht zu erklären. Wie es anders und vor allem besser gehen kann, zeigt die Wikipedia: Landwirt + Grubber.
Kann ja noch werden mag man zu Gute halten, die Wikipedia hat auch mal klein angefangen. Ein Wiki bedeutet immer auch Zusammenarbeit und mit möglicht vielen freiwilligen Autoren wird das schon. Der information.medien.agrar e.V. hat das Prinzip nur scheinbar nicht verstanden, denn auf der Startseite des Online-Agrilexikon lesen wir
In Gegensatz zu vielen anderen Enzyklopädien handelt es um keine „freie“ Datenbank. Vielmehr werden die Inhalte von einem Redaktionsteam erstellt und betreut.Zwar wird potentiellen Helfern angeboten sich melden zu können, trotzdem drängt sich der Verdacht auf, dass entweder beim information.medien.agrar e.V. oder beim Autor der Pressemeldung tiefstes Unwissen über das Wiki-Prinzip vorliegt. So etwas geht nicht einmal mehr als gut gemeint durch!
Wem wirklich an freier Information liegt, die von freiwilligen Autoren zusammengetragen wird, sollte einen Blick auf das Portal Land- und Forstwirtschaft der Wikipedia werfen. So macht man das, geht auch ganz ohne name dropping.







Aus einer Pressemeldung, die der Deutsche Bauernverband (DBV) heute verschickt hat: Das „Wiki-Agrar-Lexikon“, eine Gemeinschaftsproduktion des Vereins information.medien.agrar (i.m.a) und der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL), ist nun o
Aufgenommen: Apr 22, 19:06