Erste Station war dann eine Kreuzung, an der am Beispiel von 3 Kameras der Verkehrsbetrieben, die Überwachung im öffentlichen Raum gezeigt wurde. 80 dieser Kameras zur Verkehrüberwachung gibt es im Stadtgebiet Augsburg, die dazugehörigen Monitore stehen im Verwaltungsgebäude der Stadtwerke Augsburg. Von dort aus gibt es auche eine Verbindung über die die Bilddaten übertragen werden können zur Polizei. Davon abgesehen führt die Polizei keine eigene Videoüberwachung durch. Der Effekt solcher Aktionen wird dort kritisch gesehen.
Weiter ging es vor ein Kaufhaus, wo Prof. Gassner aufzeigte welchen Zweck Kundenkarten eigentlich erfüllen. Nicht der Rabatt (0,25%) für den Kunden ist wichtig, sondern das Profil über das Kaufverhalten, das damit erstellt werden kann. Sichtlich erschrocken waren die Zuhörer, dass 90% der Verbraucher solche Kundenkarten nutzen. Die Empfehlung an dieser Stelle war, einfach mal die Karte stecken zu lassen. Auf die Frage, ob diese Profile nicht auch durch die Nutzung von EC Karten erstellt werden könnten, kam die Empfehlung, einfach mit Bargeld zu bezahlen.
Als Beispiel dafür wo solche Profile schon seit langer Zeit vollkommen erstellt werden, wurde die von der Schufa angesprochen. Sie führt im Auftrag der Banken eine Risikobewertung druch, bei der auch die Wohngegend eine Rolle spielt, was sich negativ auf Kreditkonditionen auswirken kann. Eine Teilnehmerin merkte noch an, dass ähnliche Profile wohl auch in Zukunft zu erwarten seien, wenn die elektronische Gesundheitskarte eingeführt wird.
Quer durch das Kaufhaus gelangten wir dann zum Moritzplatz, wo die Sprache auf Datensammlungen im Internet kam. Als hervorragendes schlechtes Beispiel wurde Google genannt. An dem aber auch gezeigt werden kann, dass sich Widerstand lohnt. Durch die Einsprüche der Benutzer hat Google in den letzten Monaten die Zeitdauer, in der die Daten aus den Suchanfragen gespeichert werden immer weiter verkürzt. Als problematischte Datensammlung wurde google-analytics identifiziert. Einer für Webmaster einfachen Art an Zugriffsstatistiken für seine Webseiten zu kommen, allerdings um den Preis, dass die Daten (IP Adressen, Uhrzeit etc.) auf Servern gespeichert werden, die damit eigentlich nichts zu tun haben. Viel schlimmer noch, den meisten Besuchern der Webseite ist gar nicht klar, dass Daten die mit ihnen in Bezug stehen an dritter Stelle gespeichert werden.
Bevor es dann zum Abschluss in den orangen Raum ging, wurde noch kurz vor einem Internetcafe halt gemacht. Hier ging es nocheinmal kurz um Google, genauer gesagt Streetview. Prof. Gassner malte das nicht unwahrscheinlich Bild aus, dass die Aufnahmen, die z.Z. erstellt und verarbeitet werden auch von Scoring-Agenturen herangezogen werden könnten um von den Wohnverhältnissen auf die finanzielle Situation einer Person zu schliessen. Zum Finale dann noch ein kurzer Schwenk über die Vorratsdatenspeicherung und den Bundestrojaner. Sich davor zu schützen ist in beiden Fällen schwierig. Es besteht aber die Hoffnung, dass das Bundesverfassungsgericht Grenzen setzt, die der Freiheit einen höheren Stellenwert als der Überwachung einräumt.
Quintessenz der Führung: Die Erhebung von Daten, gleich welcher Art, muss immer mit der Freiheit des Einzelnen abgewogen werden, bei der nicht die Sicherheitsillusion Ratgeber sein sollte. Das Bundesverfassungsgericht stellt dabei regelmässig den Freiheitsgedanken über die Sammelwut öffentlicher und privater Institutionen. Doch auch der Bürger ist gefragt und gefordert im Umgang mit seinen Daten verantwortungsvoll umzugehen. Einfach mal die AGB und Datenschutzbestimmungen von Kundenkartenanbietern oder Versandhändlern durchlesen und dann entscheiden ob ein minimaler Bonus oder kleiner Preisvorteil es wert sind, seine Daten anderen zu überlassen.
Besondere Vorsicht ist im Internet angesagt, da liegen Speicherung und Auswertung nahe beieinander. Man muss nicht immer den Marktführer Google verwenden und wer ganz vorsichtig sein will, sollte auch Anonymisierer wird tor oder JAP zurückgreifen. Das ist zwar immer noch kein vollständiger Schutz, aber ein Anfang.







Auf dem Weg zur Datenschutzführung bin ich in Eile und Gedanken, fast an Aktivisten von attac Augsburg vorbei, ohne diese zu bemerken. Vor einer Niederlassung der Deutschen Bank baten sie als Strassenmusiker um Almosen für die Armen (Banken). Ob da viel G
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In einer einstweiligen Anordnung haben die Richter in Karlsruhe entschieden, dass Verbindungsdaten nur dann an die Polizei weitergegeben werden dürfen, wenn Gefahr für Leib und Leben oder die Freiheit einer Person besteht oder es die Sicherheit des Bundes
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