Tja, heutzutage darf auch ein Style-Noob über Mode schreiben, nach einer aufseheneregenden Fotoserie, bin ich ja mittlerweile sogar fast zum Dilettanten in Modedingen aufgestiegen. Dabei ist der persönliche Bezug gar nicht so weit hergeholt wie mein Konsumverhalten bei Kleidung den Anschein erweckt. Die Urproduktion fidnet überwiegend in der Landwirtschaft statt. Als Ackerkultur wie etwa Baumwolle, Leinen oder Hanf. In der Tierhaltung, sei es die Wolle von Schafen oder Leder, das als Abfallprodukt der Fleischproduktion anfällt. Als Verfechter ökologischer Landwirtschaft lege ich da die gleichen Kriterien an, wie für die Produktion von Nahrungsmittel auch. Es erscheint mir einfach inkonsequent dem Brötchen am Frühstückstisch mehr Aufmerksamkeit hinsichtlich der Herkunft zu schenken, als dem Hemd und der Hose, die ich anziehe. Einziger Unterschied ist die Kauffrequenz und daher rührt sicher auch der Lachanfall einiger Leser. Bei meiner "Leidenschaft" fürs Shopping wird es noch einige Zeit dauern bis alle Altlasten aus dem Schrank verschwunden sind. Ausserdem bin ich ein Mann, wir sind geradezu genetisch dazu verdammt, innigste Beziehungen zu 10 Jahre alten Hosen aufzubauen.
Ganz praktisch gibt es für mich ein weiteres Kriterium. Was mir bisher an Öko-Klamotten untergekommen ist, war qualitativ erstklassig. Was der druchschnittlichen Verweildauer in meinem Schrank sehr entgegenkommt. Klar sollte sein, dass es sich dabei nicht Label-Bio aus den einschlägigen Discounter handelte, was auch gleich zum nächsten Argument führt. Faire Fertigung ist für mich ebenso wichtig wie die ökologisch korrekte Ur- und Stoffproduktion. Das wird thematisch zwar auch von der sog. Eco-Fashion abgedeckt aber leider nicht immer ultimatives Kriterium. Ein T-Shirt aus Bio-Baumwolle mag beim Ramscher für ein paar Euro machbar sein. Ob der Stoff dann aber bei der Herstellung einen Umweg um die Sweatshops gemacht hat, halte ich für eher unrealistisch.
Damit das Thema aus berufenerem Munde weiterbehandelt wird, werfe ich das Stöckchen zu Sebastian Backhaus und Markus Trumann, aka better and green.





hessnatur - Weshalb trage ich grüne Mode? Farmblogger Michael Wenzel hat ein Stöckchen zum Thema grüne Mode nach mir geworfen, welches seinen Ursprung im hessnatur-Blog hat. Leitfrage der Aktion, die ich im folgenden auch gerne beantwort...
Aufgenommen: Okt 07, 09:16