Nach einer Emnid-Umfrage vom Herbst 2009, lehnen knapp zwei Drittel der Bundesbürger gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Trotzdem sollen in Dautschland, 2010 auf über 1000ha (Quelle) gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden. Mit der Genehmigung der Genkartoffel Amflora könnten die Flächen in den nächsten Jahren drastisch ansteigen. In er Politik lassen sich manchmal Bemühungen erkennen, die Wünsche der Bevölkerung zu berücksichtigen, in der Summe gewinnt aber meist noch immer die Lobbyarbeit der Agrarkonzerne.Wenn die Politik mit ihren Gesetzen nicht vorankommt, dann müssen die Bürger das eben selbst in die Hand nehmen. Im Falle der sog. grünen Gentechnik wäre das die Proklamierung einer gentechnikfreien Region. Das Konzept dahinter stammt vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Grob umrissen geht es darum, dass sich die Landwirte in einer Region freiwillig dazu verpflichten auf den Anbau von gentechnisch veränderten Pfanzen und die Fütterung mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO) zu verzichten. Öffentliche, i.d.R. kommunale, Grundbesitzer, sollen dazu bewegt werden bei der Verpachtung ihrer Grundstücke entsprechende Vertragsregelungen vorzusehen, die den Anbau von GVO verbieten. Gleichzeitig sollen Verbraucher über Möglichkeiten informiert werden, wie sie durch ihren Einkauf die Landwirte unterstützen, die auf den Genanbau verzichten.
Für die Region Augsburg, das ist in dem Fall die kreisfreie Stadt Augsburg und der Landkreis Augsburg, hat sich ein breit aufgestelltes Bündnis formiert, das eine "Gentechnikfreie Region Augsburg" zum Ziel hat. Neben den bereits oben erwähnten Organisation BUND und AbL, sind u.a. der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ), der Kreisverband Imker Augsburg und kirchliche Verbände beteiligt.
Zur Zeit wird eifrig daran gearbeit, die "Gentechnikfreie Region Augsburg" mit Leben zu erfüllen. Der Startschuss wird eine Veranstaltung mit Percy Schmeiser sein. Der kanadische Farmer machte unliebsame Erfahrungen mit dem Agrarkonzern Monsanto, weil auf seinen Feldern „Roundup-Ready“-Raps wuchs, der mit dem Wind dorthin getragen wurden. Monsanto verklagte Schmeiser wegen Patentverletzung, weil beim Anbau von „Roundup-Ready“-Raps auch das Herbizid Roundup zu kaufen und auszubringen sei. Nach mehrjährigen Rechtstreit, wurde schliesslich 2004 das Urteil gefällt, dass Percy Schmeiser keine Lizenzgebühren zu zahlen habe. Für seine Ausdauer hat er u.a. 2007 den alternativen Nobelpreis erhalten. Percy Schmeiser wird am 1. Juni 2010, ab 20:00 Uhr in der Schwarzachhalle Gessertshausen auftreten.
Ebenfalls am 1. Juni 2010, bereits am Nachmittag, gibt es eine Führung auf dem Asamhof in Kissing. Dort wird gezeigt, dass der Anbau von Soja auch in unseren Regionen möglich ist. Das ist eine Alternative zu den Importen von gentechnisch verändertem Soja aus Südamerika.
Ein paar Detail der beiden Veranstaltungen stehen noch aus, sobald diese feststehen, wird es hier im Blog verkündet. Selbstverständlich auch auf der Webseite des Bündnisses, die aber erst noch gebaut werden will







Leider wollen uns vor allem die Lobbyisten weiß machen das sich gentechnisch verändertes Saatgut nicht mehr aufhalten lässt, aber solange dessen Folgen nicht geklärt sind sollte weiter vehement gegen eine Zulassung gekämpft werden...und solche Bündnisse sind genau das richigte Mittel dazu!