Wie die Saarbrücker Zeitung in dieser Meldung mitteilt plant das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) 9 Mio. Euro in ein Modellprojekt zur Ausgabe von Schulmich zu investieren. In dem Pilotprojekt sollen Grundschüler in NRW ab 2008 für zunächst zwei Jahre jeden Tag kostenlos Milch erhalten. Hintergrund, so das BMELV, sei, dass immer mehr Schulkinder ohne Frühstück zur Schule kommen. Ausserdem sollen die Kinder wieder an die Milch herangeführt werden, denn seit 1993 hat sich der Milchverbrauch an Schulen und Kindergärten um 2/3 verringert.
In dem Artikel wird eine Ursache für den geringeren Verbrauch darin gesehen, dass die Pausen immer kürzer werden und zu wenig Hausmeister für den Verkauf vorhanden sind. Ersteres mag der Fall sein, bei letzterem habe ich meine Zweifel. Während meiner gesamten Schulzeit habe ich nie einen Hausmeister erlebt, der Milch verkauft hätte. Bei denen gab es wenn überhaupt nur Cola, Wurstsemmeln und Süßigkeiten . Milch gab es aus dem Automaten und war bei den Schülern beliebt. Die reine Vollmilch war dabei eher ein Ladenhüter, ganz im Gegensatz zu Schokomilch und den Fruchtjoghurts.
Mittwoch, 30. Mai 2007
Kostenlose Milch für Grundschüler
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1. Juni: Heute schäumt die Milch!
Heute fließt die Milch aus allen Rohren - heute ist der internationale Tag der Milch, der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) initiiert wurde und inzwis
Heute fließt die Milch aus allen Rohren - heute ist der internationale Tag der Milch, der von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) initiiert wurde und inzwis
Weblog: Wohl bekomms! Ernährung, Essen, Trinken und Genuss
Aufgenommen: Jun 01, 12:54
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Hausmeister hatten wohl bei uns Zeit, Süßigkeiten in der Pause zu verkaufen!!!!
Für die neulich groß angekündigte Kampagne gegen Übergewicht bei Kindern will Seehofer dagegen innerhalb von drei Jahren lächerliche 12 Millionen locker machen. Da wäre es wesentlich sinnvoller, das Geld zusammenzulegen, nochmal das Doppelte draufzulegen und daraus ein vernünftiges Programm zu finanzieren, bei dem die Kids lernen, sich besser zu ernähren - und da gehört die Milch natürlich dazu!
das möchte ich nicht ganz so stehen lassen.
"plumpe Promotion - Verkostungsaktion - vollgepumpt - Hau ruck und rein" - na ganz so ist es ja nicht.
1. Plumpe Promotion
Aus meiner Sicht braucht die Milch Promotion - vielleicht auch plumpe. Den Kinder Milch zum Frühstück anzubieten ist vielen Eltern schlichtweg viel zu lästig; als Frischeprodukt ist sie halt nicht lagerbar wie Limo, Saft oder Wasser. Ergo: Viele Kinder haben noch nie(!!!) ein Glas Milch getrunken, es sei denn es ist viel Zucker, etwas Kakao und ein Strohhalm drin.
2. Eine Verkostungsaktion dauert sicher nicht zwei Jahre.
3. Vollgepumpt? - Eine Milchpackung enthält 0,25 l und das ist eine absolut angemessene Menge für einen Vormittag.
4. Hau ruck und rein-Aktion? Versteh ich nicht - jedes Kind kann seine eigene Trinkgeschwindigkeit am Strohhalm umsetzen.
Übrigens wird die Milch ausgesprochen gerne von den Kindern getrunken - allerdings führen auch hier Schoko, Erdbeer und Vanille an - ein Zugeständnis an den immer "süßeren" Geschmack der Kinder.
In der Tat ist es an vielen Schulen so, dass es den Beteiligten (v.a. Lehrern oder Hausmeistern) viel zu lästig ist, die Schulmilch zu organisieren.
Und: Viele Hausmeister können mit Zuckerwasser u.ä. viel mehr verdienen, da die Schulmilch als EU-subventioniertes Produkt nicht teurer als (ich meine) 0,30 Eur verkauft werden darf.
LG
o.k. - war vielleicht teilweise eine etwas drastische Wortwahl meinerseits. Ich bleibe dabei, dass eine Aktion, in der es allgemein um besseres Essen und Trinken geht viel sinnvoller wäre als die Förderung eines Lebensmittels.
Aber noch eins: Habe mal kurz auf Eure Website "Gut Hixholz" geschaut und finde die absolut vorbildlich - nicht nur die Site, sondern auch das, was an Aktionen und Angeboten dahinter steht. Es sollte viel mehr solcher Seiten geben, um Verbrauchern und vor allem auch Jugendlichen /Kindern klar zu machen, woher unsere Lebensmittel kommen und was es heißt, sie herzustellen. Werde Eure Seite in meinem Weblog gelegentlich mal empfehlen!
Vielen Dank für das Lob.
Ich gebe dir vollkommen recht, was du über gesunde Ernährung forderst. Absolut d'accord. Trotzdem denke ich, dass die Milch in der Vormittagsverpflegung einen kleinen Sonderstatus hat. Denn in vermutlich keinem anderen Lebensmittel findet man Fette, Eiweiße, Nährstoffe, aber auch Kalorien und Flüssigkeitsmenge so ideal kombiniert wie in der Milch - Fette und Eiweiß zudem schnell verdaulich und damit auch gut verfügbar. Daher rührt ja auch die gesamte Schulmilchkampagne, die seit Jahren von den Landesvereinigungen Milch durchgeführt wird.
Eines des Hauptprobleme ist heute vor allem, dass viele Kinder ohne jegliche Nahrungs- zum Teil auch ohne Flüssigkeitsaufnahme am Morgen in die Schule kommen und auch nichts zu trinken oder zu essen dabei haben. Diesen Kindern würde die Milch zunächst einmal die Grundlage liefern, um den Vormittag aufmerksam und lernend "überstehen" zu können. Für diese Eltern, die sich offenkundig wenig kümmern, muss es einfache Rezepte geben ("Schulmilch bezahlen und dein Kind überlebt den Vormittag") - und diesen Kindern hilft die Portion Schulmilch auf jeden Fall. Für alle anderen wäre es ein gesunder Pausen"snack".
Ob das ganze vom Staat finanziert werden muss, ob dafür Steuergelder ausgegeben werden sollten, ob es sinnvoll ist ein hochwertiges Produkt umsonst abzugeben, darüber kann und sollte man sicher sprechen.
Alexander Hissting
"Gen-Milch" oder gentechnikfreie Milch
Milch stammt in Deutschland oft von Kühen, die mit gentechnisch verändertem Futtermittel ernährt wurden. Ob dies die Gesundheit schädigt oder nicht, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Fest steht: Wer gentechnikfreie Milch kaufen will, sollte derzeit auf so bekannte Marken wie Landliebe, Müller-Milch, Weihenstephan oder Sachsenmilch verzichten. Gentechnikfreie Milchprodukte gibt es dagegen unter anderem von Bergweide, tegut, Emmi, Andechser, Berchtesgadener Land, Schärdinger, NÖM, Kärtnermilch und von allen Biomilch-Marken (zu erkennen an dem grünen Sechseck mit der Bezeichnung Bio).
Fazit
Auch wenn es viele unterschiedliche Ansichten zur Milch gibt, überwiegen die positiven Aspekte - vorausgesetzt Sie vertragen Milch. So schön und sportlich wie die Milchmädchen und -jungs aus der Werbung werden Sie allein von einem Glas Milch sicher nicht, aber schmackhaft und gesund ist sie. Und wer auf "Gen-Milch" verzichten will, sollte sich genau informieren, welche Molkereien gentechnikfreie Milch garantieren.