Community Supported Agriculture (CSA) ist eine in Europa noch wenig verbreitete Kooperation zwischen Landwirten und Verbrauchern. Im Idealfall teilen sie sich Aufwände in der Arbeit und bei finanziellen Leistungen. Das hat für den Landwirt den Vorteil, dass er nicht das alleinige Produktions- und Preisrisiko trägt. Die Verbraucher haben im Gegenzug Einfluss auf die Anbaumethoden und werden mit vergl. günstigen Lebensmitteln hoher Qualität versorgt. Das funktioniert in kleinen Massstäben auch in Deutschland, ist aber noch weit davon entfernt im Mainstream angekommen zu sein. Katharina Kraiß und Thomas van Elsen haben den Artikel "Community Supported Agriculture (CSA) in Deutschland" (PDF) verfasst, der auch Beispiele für CSA Initiativen in Deutschland anführt.
Einen vergleichbaren Ansatz verfolgt die Genossenschaft Naturkäserei Tegernseer Tal eG. Um nicht vom Preisdiktat der Molkereien abhängig zu sein, haben sie eine eigene Käserei bei Rottach-Egern aufgebaut. Das Geld dafür kam über Einlagen zusammen, die von 800 Personen aus der Region gezeichnet wurden. Auch so können Landwirte und Verbraucher gemeinsam gestalten. Das kommt vielleicht auch denen entgegen, die für regionale Lebensmittel und eine transparente Produktion einstehenl, ansonsten aber eher weniger Bezug zur Landwirtschaft haben.
Ein Radiobeitrag über die Initiative lief gestern auf BR2.
Mittwoch, 14. Juli 2010
Community Supported Agriculture mal ganz praktisch
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