Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) freut sich, dass zukünftig Spuren von gentechnisch veränderten Futtermitteln bis zu einem Anteil von 0,1% erlaubt sind. Wie schon beim Dioxin-Skandal macht der Lobbyverband was ein Lobbyverband eben macht: die Realität so lange verbiegen, bis sie ins eigene Weltbild passt. In der gesamten Presseerklärung taucht nicht einmal der Grenzwert auf, sondern es ist von einer "technischen Lösung" die Rede, mit der die "Null analysentechnisch definiert" wird. Was eine Null ist mag der DVT ja wissen, aber was das mit einer technischen Lösung zu tun hat, leuchtet nicht ein. Auch die Argumentation, dass die Nulltoleranz gar nicht machbar sei, weil "systematische oder zufällige Unterschiede zwischen Laboratorien oder Analysenmethoden sowie Fehler in der Probenahme und Probenaufbereitung" zu Fehlern führen, die einzig zulasten der Futtermittelbranche gehen. Gbit es bei 0.1% keine unterschiedlichen Laboratorien und falsche Probenentnahmen mehr?
Konstruktiver Vorschlag meinerseits: Einfach kein Futtermittel mehr importieren, dann muss man sich auch nicht mit "Massengutlogistik" herumschlagen. So einfach ist das. OK, die Gewinne werden kleiner, aber das ist im Vergleich zu dem Schaden, der durch die sog. grüne Gentechnik entsteht nun wirklich lächerlich.
Freitag, 25. Februar 2011
Gentechnik durch die Hintertüre
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