Viellen Dank an alle, die sich per Mail nach meinem Befinden erkundigt haben und/oder sich sorgten, dass Die_Farmblogger vertrocknen würden. Jeder kann beruhigt aufatmen, es wird weiterhin gebloggt und die entstandene Pause war eher zufällig. Dabei ist es nicht so, dass es keine Themen gegeben hätte - im Gegenteil, da habe ich einiges aufzuarbeiten. Von denangeblichen Erfolgen des Bundesagrarministers um den Schutz der Gentechnik bis zu der Frage was der Unterschied zwischen Gammel- und Ekelfleisch ist hat uns dieser Sommer einiges beschert.
Doch zurück zum Schweigen im Blog. Der Sommer ist einfach für mich nicht die Zeit um am Rechner zu sitzen, da gibt es bis in die lauen Abendstunden hinein genug im Stall zu tun oder man geniesst einfach nur das Leben. So langsam wird das Wetter herbstlich und es ist abends auch nicht mehr wirklich lauschig. Folglich kann man sich wieder mehr am PC herumdrücken und zuallererst mal die aufgelaufenen Mails durchforsten. Dabei habe ich festgestellt, dass viele Anfragen bzgl. "Zusammenarbeit" von Agenturen und Betreiber anderes Websites eingetroffen sind. Zusammenarbeit bedeutet im dem Zusammenhang in aller Regel Linktausch oder Werbung. Grundsätzlich habe ich gegen beides nichts, dass hier im Blog keine Werbung auftaucht liegt einfach daran, dass es kein Konzept dafür gibt. Das heisst nun aber nicht, dass ich jeder plumpen Aufforderung zur Linkschaltung nachkomme. Ein paar Regeln sollte man schon beachten. Z.B. sind Anfragen die mit "Lieber Webmaster" anfangen gleich unten durch, wenigstens das Impressum sollte man als Werbeagentur lesen können. Ebenso unsinnig ist es sich mit thematisch unpassender Werbung anzubiedern. Sicher die meisten Leser des Blogs verwenden Deodorants ob es aber Sinn macht dafür neben einem Artikel über die potentielle Geruchsbelastung von Schweineställen Werbung zu machen ist zumindest fraglich. Schlussendlich kann man mich gerne bereits in der ersten E-Mail mit technischen Details belästigen und auch die Entgeltfrage sollte nicht unnötiger Scham unterliegen.
Manchmal reicht es auch einfach mir nur eine Mail zu schreiben und von etwas zu berichten, das mich persönlich interessiert. So wie im Fall von Christoph Harrach (karmakonsum.de), er veranstaltet am 17. September in Frankfurt die erste deutsche LOHAS-Konferenz. Wer mit dem Begriff LOHAS etwas anfangen kann schreitet am besten gleich zur Anmeldung. Den anderen hilft vielleicht die ausgeschriebene Form, "Lifestyles of Health and Sustainability", der Abkürzung weiter, die ich mit "Gesundheit und Nachhaltigkeit als Lebensstil" übersetzen würde. Ein befreundeter Marktforscher hat es mal als "Ökotussi 2.0" bezeichnet, daraus spricht aber wahrscheinlich eher die grundsätzliche Abneigung gegen Zielgruppenbildung. Was auch immer man hinter dem Begriff sehen mag, im weitestens Sinne kann man darunter Menschen verstehen für die Werte wie Ökologie und bewusster Konsum eine zentrale Rolle spielen ohne dabei zur Selbstkasteiung zu neigen.






