Sicher, man hat sich in der letzten Woche schon das eine oder andere Mal die Augen gerieben als im Supermarkt bereits das Weihnachtsgebäck feil geboten wurde. Was uns aber heute als Nachricht erreichte lässt einen dann entgültig zweifeln. Anfang diesen Jahres wurde einer Meldung des MDR zu folge in Zimtsternen ein überhöhter Wert an Cumarin festgestellt. Nach Gammelfleisch und Gen-Reis jetzt die nächste Hiobsbotschaft, nicht einmal mehr den Zimtsternen kann man trauen.
Das wirklich einzig positive an der Sache ist wohl, dass sich der Wortschatz wieder erweitert. Denn erstens frage ich mich ernsthaft warum man das erst jetzt erfährt, soll etwa verhindert werden, dass in dieser Saison keine Zimtsterne mehr verkauft werden oder wollte man im Januar 2006 das neue Jahr nicht gleich mit einem Lebensmittelskandal beginnen? Den Verschwörungstheoretikern wird dazu sicher noch ihr Teil einfallen.
Zweitens und intensiver frage ich mich allerdings warum dieses Relikt der Aroma- und Geschmacksstoffe immer noch Verwendung findet. Seit meinem letzten Chemieunterricht vor 20 Jahren war ich eigentlich der Meinung, dass Cumarin gar nicht mehr eingesetzt wird. Dies bezog sich dann aber wohl nur auf die Verwendung als Vanillegeschmack, als Duftstoff ist es scheinbar immer noch erlaubt.
Der abgeklärte und mündige Verbraucher mag sich jetzt fragen was an Cumarin so schlimm ist. Nun, in erster Linie steht es im Verdacht Krebs auszulösen. Alleine schon das sollte Grund genug sein den Grenzwert nicht unbedingt um den Faktor 40 zu überschreiten. Je nach persönlicher Konstitution führt Cumarin aber auch in niedrigerer Dosierung zu Kopfschmerzen und Übelkeit, kann im Extremfall sogar Leber- und Nierenschäden zur Folge haben.
Kleine Notiz am Rande, zur Stoffgruppe der Cumarine gehört auch der Gerinnungshemmer Phenprocoumon (Handelsnamen u.a. Falithrom und Marcumar). Damit hätten wir dann auch den Kreis zur Landwirtschaft geschlossen. Das natürliche Vorkommen von Cumarin in vielen Gräsern ist für den typischen Heugeruch verantwortlich. Verarbeitet man diese Gräser zu Silage kann bei unsachgemässer Lagerung ebenfalls ein Gerinnungshemmer aus der Familie der Cumarine entstehen. Die Verfütterung von derartig kontaminierter Silage kann zum Tod der Tiere führen.
Nachtrag:
Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) geht im Moment davon aus, dass die erhöhten Cumarin Werte durch die Verwendung von Cassia-Zimt bei der Produktion entstanden sind. Dieser hat gegenüber dem teureren Ceylon-Zimt einen höheren natürlichen Gehalt an Cumarin. Vom BfR existiert auch ein PDF Dokument zum Thema Cumarin.
Samstag, 30. September 2006
Weihnachten steht vor der Türe
Geschrieben von Michael Wenzl
um
14:57
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Tags für diesen Artikel: lebensmittelindustrie, verbraucher
Freitag, 29. September 2006
Genau, SPF muss her
Der wohnzimmerhostblogger hat es es heute zum Spruch des Tages erklärt: "SPF an die Macht!"und recht hat er damit. Das habe ich gleich zum Anlass genommen bei meinen Domains den passenden TXT Eintrag vorzunehmen. Bei der wikipedia findet sich ein Artikel zum Thema "Sender Policy Framework", weitere nützliche Dinge dazu enthält die SPF Website.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich möglichst viele Domainverwalter, vor allem die der grossen Freemail-Anbieter, anschliessen. GMX und Hotmail arbeiten jedenfalls schon damit, yahoo und web.de leider noch nicht, von den Massenhostern ganz zu schweigen.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich möglichst viele Domainverwalter, vor allem die der grossen Freemail-Anbieter, anschliessen. GMX und Hotmail arbeiten jedenfalls schon damit, yahoo und web.de leider noch nicht, von den Massenhostern ganz zu schweigen.
Geschrieben von Michael Wenzl
in IT
um
19:28
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Tags für diesen Artikel: it-security
Nachwuchsförderung? Nein, wozu das den?
Ich merke es am eigenem Leibe. Ohne Vitamin B (neuerdings Netzwerke genannt) klappt nichts in Deutschland. Ich finde gerade in der Landwirtschaft, welche sowieso wenig Nachwuchs hat, sollten junge Menschen besser gefördert werden. Firmen (ich trau mich hier die Firma SEMEX als extrem negatives Beispiel zu nennen) antworten gar nicht auf Bewerbungen, und auch andere Organisationen meinen, dass sie keine Möglichkeit sehen für eine Förderung bzw. einfach nur ein Praktikumsplatz zu stellen.
Aber liebe Firmen und Organisationen, dann fangt bitte auch nicht an zu meckern, dass ihr keinen qualifizierten Nachwuchs mehr findet. Ich glaube das ist ein Deutschland Typisches Problem, dass die Jugend kaum gefördert wird (und wenn dann nur hochqualifizierte, die schon 10 super Abschlüsse haben). Meines Wissens nach, sind die im Ausland schon weiter, also wundert euch nicht wenn der Nachwuchs ins Ausland geht!
Aber liebe Firmen und Organisationen, dann fangt bitte auch nicht an zu meckern, dass ihr keinen qualifizierten Nachwuchs mehr findet. Ich glaube das ist ein Deutschland Typisches Problem, dass die Jugend kaum gefördert wird (und wenn dann nur hochqualifizierte, die schon 10 super Abschlüsse haben). Meines Wissens nach, sind die im Ausland schon weiter, also wundert euch nicht wenn der Nachwuchs ins Ausland geht!
Mittwoch, 27. September 2006
MdB(log)
Winzertochter und CDU MdB Julia Klöckner blogt bei Fokus unter dem Motto "Nahe Dran". Es geht in erster Linie um Verbraucherschutz. Ihr letzter Beitrag (leider von Anfang September) dreht sich ums Gammelfleisch. Interessanter als der Beitrag sind in diesem Fall die 84 Kommentare.
In den nächetn Wochen werd ich auf jeden Fall auch Die Geschmackspolizei lesen.
In den nächetn Wochen werd ich auf jeden Fall auch Die Geschmackspolizei lesen.
Technorati Tags:verbraucherschutz, agrarpolitik, bloggerszene, lebensmittel
Freitag, 22. September 2006
Wally's schlechte Nachrichten für die ostfriesische Landwirtschaft
Gestern abend war ich bei einem Vortrag von Prof. Wallace S. Broecker, einem der bekanntesten Klimaforscher. Er sprach bei einer Veranstaltung Oldenburgischen Landesbank in Wilhelmshaven. Ich hatte mich mit dem Thema bisher noch nicht viel beschäftigt und war durch die Lektüre von "Eine kurze Geschichte von fast allem" von Bill Bryson auf das Thema gekommen. Wally's Szenarien sind düster sprich warm und was die Erkenntnis und Reaktionsfähigkeit der Menschen angeht gibt er sich keinen Illusionen hin. Verdoppelt hat sich der CO2 Gehalt in der Atmosphäre bereits und bevor wir gegensteuern können wird es drei bis viermal soviel sein.
Sein Bild vom "Climate Beast" sieht man hier, wobei er es gestern abend etwas korrigierte im Sinne von es ginge nicht darum, dass wir es ein bischen ärgern, wie der Typ mit dem Stöckchen, sondern es ist eher so als würden wir ihm mit Anlauf in den Arsch treten und entsprechend würde die Reaktion ausfallen. Der Farmblogger fragte Wally dann, wie denn seine Prognose für die Landwirtschaft in der Region ausfalle und er meinte, die müsse dann wohl unter Wasser stattfinden. Er selbst würde auf langfristigen Investitionen in die Landwirtschaft verzichten. Das nenne ich mal wirklich schlechte Nachrichten für einen Wirtschaftszweig, der immer generationenübergreifend denkt und wir reden hier über die Zeit um 2050. Das krieg ich mit Chance noch mit!
Sein Bild vom "Climate Beast" sieht man hier, wobei er es gestern abend etwas korrigierte im Sinne von es ginge nicht darum, dass wir es ein bischen ärgern, wie der Typ mit dem Stöckchen, sondern es ist eher so als würden wir ihm mit Anlauf in den Arsch treten und entsprechend würde die Reaktion ausfallen. Der Farmblogger fragte Wally dann, wie denn seine Prognose für die Landwirtschaft in der Region ausfalle und er meinte, die müsse dann wohl unter Wasser stattfinden. Er selbst würde auf langfristigen Investitionen in die Landwirtschaft verzichten. Das nenne ich mal wirklich schlechte Nachrichten für einen Wirtschaftszweig, der immer generationenübergreifend denkt und wir reden hier über die Zeit um 2050. Das krieg ich mit Chance noch mit!Technorati Tags:klima, landwirtschaft, ostfriesland
Geschrieben von Kai Oliver Schleyerbach
um
09:01
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Tags für diesen Artikel: klima
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