Nachdem in der Schweiz und in Österreich bereits der Feuerbrand ausgebrochen ist, sind jetzt auch die Obstanbauer in Süddeutschland von der Pflanzenseuche betroffen.
Beim Feuerbrand handelt es sich um eine Pflanzenkrankheit die durch ein Bakterium (Erwinia amylovora) ausgelöst wird. Besonders anfällig sind die sog. Kernobstgewächse wie z.B. Apfel, Birne oder Qitte. Einen Befall der Pflanzen erkennt man daran, dass die Blätter vom Stiel her zu welken beginnen und sich braun/schwarz verfärben. Der Feuerbrand kann innerhalb sehr kurzer Zeit große Bestände vernichten, daher ist das Auftreten sowohl im Erwerbsgartenbau als auch im Privatgarten meldepflichtig. Weitere Hinweise kann der Informationsseite zum Feuerbrand des LfL entnommen werden. Wer einen Befall in seinem Garten vermutet sollte sich aufmerksam die Ratschläge zu Vorbeugung und Bekämpfung durchlesen und daran halten!
In dem Zusammenhang ist es recht interessant, dass der Feuerbrand ursprünglich nur in Amerika vorkam. Durch Fruchtimporte von dort konnte die Krankheit dann ab 1957 in England beobachtet werden, von wo sie sich dann über ganz Europa ausbreitete. 1993 schliesslich konnte der Erreger in österreichischen Obstbeständen nachgewiesen werden und in Folge tauchte er in der Schweiz, Norditalien und Deutschland auf.
In Australien fordert man z.Z., dass keine neuseeländischen Äpfel mehr importiert werden sollen um zu verhindern, dass der Erreger über das Obst eingeschleppt wird und sich die Pflanzenseuche auch dort ausbreitet. Da spielt sicher auch ein wenig Protektionismus mit, dabei darf man aber nicht vergessen, dass Australien ja bereits ausreichend Erfahrung mit unliebsamen Einwanderern (Wildkaninchen) gemacht hat, die dort eingeschleppt wurden und das einheimische Ökosystem negativ beeinflussten.
Die Seuche die jetzt hier grasiert hat ihren Ursprung auch in Fruchtimporten die den Erreger unbemerkt eingeschleppt haben. Eine weitere Ursache ist aber auch, dass ausgerechnet die Apfelsorten, die sich bei den Verbrauchern der größten Beliebtheit erfreuen besonders anfällig für Feuerbrand sind. Die einzige Ausnahme ist vielleicht der "Rote Boskoop" der häufiger in den Obstregalen des Handels zu finden ist und zu den eher gering anfälligen Sorten zählt.
Dienstag, 26. Juni 2007
Feuerbrand bedroht Obstbäume
Geschrieben von Michael Wenzl
um
16:00
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Tags für diesen Artikel: apfel
Bananenrepublik Deutschland?
Seid mir nicht böse, aber bei der Geschichte mit der Datensicherung bei der Bundeswehr jagt doch eine Räuberpistole die andere. Es passiert schon mal, dass ein Band nicht richtig geschrieben oder gelesen werden kann. D.H. aber noch lange nicht, dass das Band damit vollständig unlesbar ist. Was schon gar nicht sein darf ist, dass die fehlerhaften Bänder so lange unentdeckt bleiben. Mir hätte man wahrscheinlich zu Recht den Hintern aufgerissen und übers Haferfeld getrieben wenn ich jemals so etwas verbrochen hätte. Was steckt dahinter?
Unfähige IT-Spezialisten bei der Bundeswehr?
Kann eigentlich nicht sein, dass jemand der für so etwas verantwortlich ist keine Ahnung davon hat, dass man während bzw. unnmittelbar nach einem Backup die Konsistenz der Daten überprüft.
Mangelhafte Technik durch mangelndes Budget?
Dass bei dem Rüstungsetat kein Geld für ein ordentliches Backupsystem vorhanden sein soll ist schon sehr unwahrscheinlich. Geld für die Beauftragung von Datenrettungsspezialisten sollte wenigstens drin sein.
Konstruierte Wahrheiten seitens des Verteidigungsministeriums?
Das kann ja schon gar nicht sein, dass unsere Regierung das eigene Volk belügt.
"Wieder sehen wir betroffen, den Vorhang zu und alle Fragen offen."
Unfähige IT-Spezialisten bei der Bundeswehr?
Kann eigentlich nicht sein, dass jemand der für so etwas verantwortlich ist keine Ahnung davon hat, dass man während bzw. unnmittelbar nach einem Backup die Konsistenz der Daten überprüft.
Mangelhafte Technik durch mangelndes Budget?
Dass bei dem Rüstungsetat kein Geld für ein ordentliches Backupsystem vorhanden sein soll ist schon sehr unwahrscheinlich. Geld für die Beauftragung von Datenrettungsspezialisten sollte wenigstens drin sein.
Konstruierte Wahrheiten seitens des Verteidigungsministeriums?
Das kann ja schon gar nicht sein, dass unsere Regierung das eigene Volk belügt.
"Wieder sehen wir betroffen, den Vorhang zu und alle Fragen offen."
Geschrieben von Michael Wenzl
um
15:00
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Tags für diesen Artikel: it-security
Montag, 25. Juni 2007
Imker doch machtlos gegenüber Gentechnik?
Hat das Verwaltungsgericht Augsburg vor sieben Wochen noch einen Imker vor dem Genmais in seiner Nachbarschaft geschützt, so ist die nächsthöhere Instanz, der bayerische Verwaltungsgerichtshof, nun der Meinung es sei schon in Ordnung, dass Honig mit GVO kontaminiert sein darf.
Interessant in dem Zusammenhang ist die Begründung. Attestierte das Verwaltungsgericht noch die Unverkäuflichkeit von Honig der als "gentechnisch verändert" ettiketiert ist, glaubt man beim bay. Verwaltungsgerichtshof, dass es gar nicht möglich sei einen Anteil von mehr als 0,9% GVO zu erreichen und somit auch nichts auf dem Etikett stehen müsse. Gleichzeitig ist man aber der Meinung, dass es im Rahmen eines Eilantrags gar nicht möglich sei zu klären ob Pollen im Honig als GVO gelten.
Dazu passt der argumentative Hürdenlauf auch ganz gut, wenn der bay. Verwaltungsgerichtshof davon ausgeht, dass das gentechnisch veränderte Maissatgut MON810 zwar keine Zulassung als Lebensmittel hat, durch die genrechtliche Genehmigung der Aussaat aber in Kauf genommen werden muss, dass Spuren davon in Lebensmitteln auftauchen.
Wie es scheint hat unser Agrarminister Seehofer das geschickt eingefädelt. Erst wird MON810 die Zulassung entzogen und man kann sich als der große Gentechnik-Kritiker feiern lassen. Wenige Tage später und mit bedeutend weniger Getöse wird die Zulassung dann wieder erteilt. Zum großen Finale wird dann beim EU Gipfel der Konsens der europäischen Agrarminister gelobt, der bei Lichte betrachtet aber auch wieder nur den Einfluss der Gen-Lobby durchscheinen lässt.
Interessant in dem Zusammenhang ist die Begründung. Attestierte das Verwaltungsgericht noch die Unverkäuflichkeit von Honig der als "gentechnisch verändert" ettiketiert ist, glaubt man beim bay. Verwaltungsgerichtshof, dass es gar nicht möglich sei einen Anteil von mehr als 0,9% GVO zu erreichen und somit auch nichts auf dem Etikett stehen müsse. Gleichzeitig ist man aber der Meinung, dass es im Rahmen eines Eilantrags gar nicht möglich sei zu klären ob Pollen im Honig als GVO gelten.
Dazu passt der argumentative Hürdenlauf auch ganz gut, wenn der bay. Verwaltungsgerichtshof davon ausgeht, dass das gentechnisch veränderte Maissatgut MON810 zwar keine Zulassung als Lebensmittel hat, durch die genrechtliche Genehmigung der Aussaat aber in Kauf genommen werden muss, dass Spuren davon in Lebensmitteln auftauchen.
Wie es scheint hat unser Agrarminister Seehofer das geschickt eingefädelt. Erst wird MON810 die Zulassung entzogen und man kann sich als der große Gentechnik-Kritiker feiern lassen. Wenige Tage später und mit bedeutend weniger Getöse wird die Zulassung dann wieder erteilt. Zum großen Finale wird dann beim EU Gipfel der Konsens der europäischen Agrarminister gelobt, der bei Lichte betrachtet aber auch wieder nur den Einfluss der Gen-Lobby durchscheinen lässt.
Geschrieben von Michael Wenzl
um
18:00
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Tags für diesen Artikel: gentechnik
Auf die Plätze ...
Für gestern war ein kleiner Ausflug ins Allgäu angesagt. Als wir so auf der Autobahn Memmingen passierten meinte ich im Augenwinkel einen Mähdrescher gesehen zu haben. Zuerst dachte ich mir nicht viel dabei, vielleicht wartet ja jemand seine Maschine und fährt sie gerade warm. Es war ja noch nie ein Fehler den Mähdrescher rechtzeitig vor der Erntesaison herzurichten 
Ingesamt habe ich dann aber über den Nachmittag verteilt ein gutes Dutzend Drescher beim Ernten der Wintergerste gesehen und dachte mir zunächst noch, dass dort wohl exponierte Standorte gedroschen werden. Daher war ich dann doch recht verblüfft, als ich zurück im Lechfeld auch ein paar Dreschmaschinen fahren sah.
Damit ist die Erntesaison 2007 in unserer Region eingeläutet und wenn mich mein Gefühl nicht trügt ist es wieder ein paar Tage früher als letztes Jahr.
Ingesamt habe ich dann aber über den Nachmittag verteilt ein gutes Dutzend Drescher beim Ernten der Wintergerste gesehen und dachte mir zunächst noch, dass dort wohl exponierte Standorte gedroschen werden. Daher war ich dann doch recht verblüfft, als ich zurück im Lechfeld auch ein paar Dreschmaschinen fahren sah.
Damit ist die Erntesaison 2007 in unserer Region eingeläutet und wenn mich mein Gefühl nicht trügt ist es wieder ein paar Tage früher als letztes Jahr.
Montag, 18. Juni 2007
Viel zu schnell
Bis jetzt hatte ich bei Videos die ich selbst aufgenommen habe immer das Glück, dass sie ohne Schnitt verwendbar waren und vor der Veröffentlichung lediglich ins Flash Video Format umgewandelt werden mussten. Dafür eine grafische Anwendung zu verwenden würde gegen meine "Prinzipien" gehen, dafür reicht die Befehlszeile völlig
. Anders sieht es da schon beim Videoschnitt aus, bei einfacheren Aufgaben verwende ich gerne kino. Wenn es komplexer wird ist mir cinelerra lieber, das ist aber wieder ein anderes Thema.
Üblicherweise importiere ich in kino die Videos direkt via Firewire von einer JVC GR-D22E und hatte dabei nie irgendwelche Probleme. In letzter Zeit sind aber einige Videos angefallen die mit einer digitalen Fotokamera (Fujifilm FinePix S9600) aufgenommen wurden. Die Fuji speichert die Videos als AVI Dateien auf einer CF (oder xD) Card ab, von der man diese auf die lokale Festplatte des Rechners kopiert. Die AVI Dateien können dann in kino zur weiteren Bearbeitung importiert werden. Dazu wandelt kino mit einem externen Programm (ffmpeg od. mencoder wie ich später herausfand
) die Datei automatisch ins DV Format um. Dabei gerieten bei mir die importierten Videos immer viel zu schnell, ein 5 Minuten Video schrumpfte auf wenige Sekunden zusammen.
Nachdem ich entdeckt hatte, dass ffmpeg für die Umwandlung zuständig ist, habe ich den Vorgang auf der Befehlszeile mit diversen Parametern wiederholt. Das Resultat sah immer ähnlich aus, die Zieldatei im DV Format wurde zu schnell wiedergegeben egal welchen Player ich auch verwendet habe. Alles experimentieren half nichts, schlussendlich sah ich die einzig mögliche Lösung darin, dass ffmpeg durch einen anderen De/Encoder ersetzt werden muss. Glücklicherweise unterstützt kino alternativ auch den mencoder für den Import von Videodateien. Siehe da, nachdem dieser installiert war (sudo apt-get install mencoder) hatten die importierten AVI Videos die korrekte Geschwindigkeit und konnten sorgenfrei weiterverarbeitet werden.
Bei der Gelegenheit habe ich übrigens das standardmässig bei Ubuntu Feisty Fawn verwendete kino 0.9 gegen die aktuelle Version 1.0 augetauscht. Ein für Ubuntu Feisty Fawn passendes Paket kann hier heruntergeladen werden.
Nachtrag: Updates zum Thema kino finden sich ab sofort im Wiki.
Üblicherweise importiere ich in kino die Videos direkt via Firewire von einer JVC GR-D22E und hatte dabei nie irgendwelche Probleme. In letzter Zeit sind aber einige Videos angefallen die mit einer digitalen Fotokamera (Fujifilm FinePix S9600) aufgenommen wurden. Die Fuji speichert die Videos als AVI Dateien auf einer CF (oder xD) Card ab, von der man diese auf die lokale Festplatte des Rechners kopiert. Die AVI Dateien können dann in kino zur weiteren Bearbeitung importiert werden. Dazu wandelt kino mit einem externen Programm (ffmpeg od. mencoder wie ich später herausfand
Nachdem ich entdeckt hatte, dass ffmpeg für die Umwandlung zuständig ist, habe ich den Vorgang auf der Befehlszeile mit diversen Parametern wiederholt. Das Resultat sah immer ähnlich aus, die Zieldatei im DV Format wurde zu schnell wiedergegeben egal welchen Player ich auch verwendet habe. Alles experimentieren half nichts, schlussendlich sah ich die einzig mögliche Lösung darin, dass ffmpeg durch einen anderen De/Encoder ersetzt werden muss. Glücklicherweise unterstützt kino alternativ auch den mencoder für den Import von Videodateien. Siehe da, nachdem dieser installiert war (sudo apt-get install mencoder) hatten die importierten AVI Videos die korrekte Geschwindigkeit und konnten sorgenfrei weiterverarbeitet werden.
Bei der Gelegenheit habe ich übrigens das standardmässig bei Ubuntu Feisty Fawn verwendete kino 0.9 gegen die aktuelle Version 1.0 augetauscht. Ein für Ubuntu Feisty Fawn passendes Paket kann hier heruntergeladen werden.
Nachtrag: Updates zum Thema kino finden sich ab sofort im Wiki.
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