Sonntag, 29. Juni 2008
Süddeutsches Pferdefestival in Bad Wörishofen
Montag, 23. Juni 2008
Faktor Mensch
Wie schreibt die HSH GmbH so treffend in ihrer Verlautbarung zum aktuellen Skandal um frei zugängliche Daten von Einwohnermeldeämtern:
Klar, Default-Zugänge nach der Installation nicht zu löschen ist ein fataler Fehler. Aber warum ist es unbedingt notwendig, dass der Zugang zu den Meldedaten ausschliesslich per Benutzername und Passwort geregelt wird? Welchen Sinn soll es machen, dass die Daten über einen Server abgerufen werden können, der für jeden übers Internet erreichbar ist?
VPNs gibt es nicht erst ab nächster Woche, die sind schon einige Jahre gängige Praxis und es sollte durchaus möglich sein, dass die Behörden, die rechtmässigen Zugang zu den Daten haben ein solches einrichten.
Aber das Thema Internet scheint noch nicht in aller Konsequenz in den Amtsstuben angekommen zu sein, da scheinen Teile der Privatwirtschaft aber auch nicht viel besser. Die Webseite, der man Benutzername und Passwort des Standardzugangs entnehmen konnte, wurde zwar vom Server entfernt. Im Google Cache findet sie sich nach wie vor eine Kopie und es braucht keine elitären "Hacker"-Foren um an die Zugangsdaten zu kommen, Mainstream Medien reichen schon völlig. Bleibt nur zu hoffen, dass auch wirklich alle Anwender der betroffenen Software den Zugang gelöscht oder wenigstens das Passwort geändert haben und niemand den freien Zugang dazu genutzt hat um sich ein Hintertürchen einzubauen.
Ursache für das zeitweise aufgetretene Sicherheitsproblem waren nicht die Online-Anwendungen, sondern ist letztlich der Faktor MenschWenn ich es mir recht überlege ist es doch immer der Faktor Mensch. Dabei wäre es doch langsam an der Zeit, dass gerade in der IT nicht mehr nur die technischen Herausforderung gesehen werden, sondern auch die Probleme die sich durch den Einsatz der EDV ergeben.
Klar, Default-Zugänge nach der Installation nicht zu löschen ist ein fataler Fehler. Aber warum ist es unbedingt notwendig, dass der Zugang zu den Meldedaten ausschliesslich per Benutzername und Passwort geregelt wird? Welchen Sinn soll es machen, dass die Daten über einen Server abgerufen werden können, der für jeden übers Internet erreichbar ist?
VPNs gibt es nicht erst ab nächster Woche, die sind schon einige Jahre gängige Praxis und es sollte durchaus möglich sein, dass die Behörden, die rechtmässigen Zugang zu den Daten haben ein solches einrichten.
Aber das Thema Internet scheint noch nicht in aller Konsequenz in den Amtsstuben angekommen zu sein, da scheinen Teile der Privatwirtschaft aber auch nicht viel besser. Die Webseite, der man Benutzername und Passwort des Standardzugangs entnehmen konnte, wurde zwar vom Server entfernt. Im Google Cache findet sie sich nach wie vor eine Kopie und es braucht keine elitären "Hacker"-Foren um an die Zugangsdaten zu kommen, Mainstream Medien reichen schon völlig. Bleibt nur zu hoffen, dass auch wirklich alle Anwender der betroffenen Software den Zugang gelöscht oder wenigstens das Passwort geändert haben und niemand den freien Zugang dazu genutzt hat um sich ein Hintertürchen einzubauen.
Geschrieben von Michael Wenzl
in IT
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15:45
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Tags für diesen Artikel: datenschutz
Dienstag, 17. Juni 2008
Kopie und Original
Das ist doch mal etwas anderes als das dauernde Nachäffen von "Nothing Else Matters". Wie sehr die Band Hellsongs dem Titel "Seek and Destroy" eine eigene Note verpasst, fällt spätestens dann auf wenn man sich das Original von Metallica anhört.
[via]
[via]
Geschrieben von Michael Wenzl
in Musik
um
16:11
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Tags für diesen Artikel: musik
Montag, 16. Juni 2008
Natürlich zensiert man Die Ärzte nicht, wer kommt denn auf so etwas
Antenne Bayern hat dem Autor vom Bildblog geantwortet und erklärt, dass es sich bei der Kürzung des Liedes "Lasse Redn" von der Band "Die Ärzte" keinesfalls um Zensur handelt. Es ginge lediglich darum, dass die Nachrichten rechtzeitig anfangen können und man den laufenden Titel nicht abrupt ausblenden wolle.
Nun frage ich mich aber warum die Kürzung auch am Samstag um 11:35 Uhr notwendig war. Die angeblich so wichtigen Nachrichten waren gerade erst über den Sender gelaufen und die nächsten sollten erst in 25 Minuten kommen. Wie lang mag die fehlende Strophe sein? Vielleicht 10 - 15 sec. Bei einer Sendung mit Wortbeiträgen kann das der Moderator in einer halben Stunden locker kompensieren. Überblendungen zwischen Titeln, bevor der erste vollständig beendet ist, sind ebenfalls nicht unüblich um Überlängen in den Griff zu bekommen.
Beim Sender Rockantenne, eine Tochter von Antenne Bayern, werden übrigens die selben Nachrichten gesendet. Dort wird durchaus mal ein Lied abgeschnitten, wenn die Meldungen anstehen, alternativ wird das Programm ein paar Sekunden kürzer geplant und um keine Pause entstehen zu lassen, ein monotoner bis nerviger Lückenfüller gespielt.
Andererseits, wenn Antenne Bayern wirklich ein Problem damit hätte, dass ein Springerblatt durch die Strophe diskreditiert wird, dann könnte es die Ausstrahlung des Liedes ja komplett unterlassen. Ist ja nicht so, dass ausschliesslich "Die Ärzte" das Sendekonzept von Antenne Bayern charakterisieren.
Nun frage ich mich aber warum die Kürzung auch am Samstag um 11:35 Uhr notwendig war. Die angeblich so wichtigen Nachrichten waren gerade erst über den Sender gelaufen und die nächsten sollten erst in 25 Minuten kommen. Wie lang mag die fehlende Strophe sein? Vielleicht 10 - 15 sec. Bei einer Sendung mit Wortbeiträgen kann das der Moderator in einer halben Stunden locker kompensieren. Überblendungen zwischen Titeln, bevor der erste vollständig beendet ist, sind ebenfalls nicht unüblich um Überlängen in den Griff zu bekommen.
Beim Sender Rockantenne, eine Tochter von Antenne Bayern, werden übrigens die selben Nachrichten gesendet. Dort wird durchaus mal ein Lied abgeschnitten, wenn die Meldungen anstehen, alternativ wird das Programm ein paar Sekunden kürzer geplant und um keine Pause entstehen zu lassen, ein monotoner bis nerviger Lückenfüller gespielt.
Andererseits, wenn Antenne Bayern wirklich ein Problem damit hätte, dass ein Springerblatt durch die Strophe diskreditiert wird, dann könnte es die Ausstrahlung des Liedes ja komplett unterlassen. Ist ja nicht so, dass ausschliesslich "Die Ärzte" das Sendekonzept von Antenne Bayern charakterisieren.
Samstag, 14. Juni 2008
Zensiert oder einfach nur verhunzt?
Im Dudelfunk ist es mittlerweile üblich die gespielten Musikstücke zu kürzen und/oder mit Einblendungen zu unterbrechen. Das kann man je nach Veranlagung überhören oder als Verstümmelung betrachten. Mir persönlich fällt es nicht auf, das liegt aber auch daran, dass ich Musikradio eh nur im Auto (weg) höre um die Verkehrsmeldungen mitzubekommen.
Zumindest an der Grenze zur Zensur ist ein Fall, der im Bildblog beschrieben wird. Antenne Bayern soll den Ärztetitel "Lasse Redn" just um den Teil gekürzt haben, in dem das Springerblatt Bild, sagen wir mal, nicht unbedingt in den Zusammenhang mit der intellektuellen Elite gebracht wird. Das kann Zufall sein, das kann aber auch daran liegen, dass die Axel Springer AG an Antenne Bayern beteiligt ist.
Ob es tatsächlich stimmt würde mich brennend interessieren, aber deswegen Antenne Bayern hören?
Nachtrag: Die Neugierde hat mir keine Ruhe gelassen. Als Hintergrundmusik zur samstäglichen Hausarbeit habe ich mich mit Antenne Bayern beschallen lassen. Um 11:35 Uhr kam dann schliesslich "Lasse Redn", beschnitten um die Strophe
Zumindest an der Grenze zur Zensur ist ein Fall, der im Bildblog beschrieben wird. Antenne Bayern soll den Ärztetitel "Lasse Redn" just um den Teil gekürzt haben, in dem das Springerblatt Bild, sagen wir mal, nicht unbedingt in den Zusammenhang mit der intellektuellen Elite gebracht wird. Das kann Zufall sein, das kann aber auch daran liegen, dass die Axel Springer AG an Antenne Bayern beteiligt ist.
Ob es tatsächlich stimmt würde mich brennend interessieren, aber deswegen Antenne Bayern hören?
Nachtrag: Die Neugierde hat mir keine Ruhe gelassen. Als Hintergrundmusik zur samstäglichen Hausarbeit habe ich mich mit Antenne Bayern beschallen lassen. Um 11:35 Uhr kam dann schliesslich "Lasse Redn", beschnitten um die Strophe
Lass die Leute reden und lächle einfach mildWenn man genau zuhört, fällt auch auf, dass der Rhythmus des Liedes an der Schnittstelle aus dem Ruder ist. Aus dem was ich da an Musik- und Wortbeiträgen gehört habe, schliesse ich aber, dass zu der Zielgruppe des Senders nicht sonderlich viele "Hinhörer" zählen. Jedenfalls bin ich froh wieder den Sender wechseln zu können. In der Frage ob es nun Zensur oder einfach künstlerischer Unverstand ist, tendiere ich zu ersterem. Wie schon im Bildbog erwähnt wird, gibt es keinen Grund das Lied in seiner Länge zu stutzen.
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht
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