Mittwoch, 31. Dezember 2008
Zum Schluss
In diesem Sinne, guten Rutsch und ein erfreuliches Jahr 2009!
Dienstag, 23. Dezember 2008
Im Winter die Sommergerste ernten
Warme Winter machen es möglich: In Nordhessen hat ein Landwirt dieses Jahr zweimal Sommergerste geerntet. Da bereits Anfang Juli die Sommergerste eingefahren werden konnte, beschloss er in diesem Jahr ein zweites Mal auszusäen. Anfang Dezember war dann der zweite Drusch fällig. Der Ertrag lag nicht einmal bei der Hälfte von dem, was im Sommer eingefahren werden konnte. Zudem war das Getreide extrem feucht und muss mit hohem Energieaufwand getrocknet werden. Abgesehen von der Energie, was hält wohl der Boden davon, wenn man ihm keine Zeit für die Regeneration gibt?[via]
Donnerstag, 18. Dezember 2008
wikando - Spenden im Web 2.0
Was ich bis dato wusste, stammte aus Pressemeldungen und den Berichten (1, 2) der FTD über den Gründerwettbewerb enable2start. Da gab es für mich einigen Klärungsbedarf, den ich, mit einer langen Liste Fragen im Gepäck, decken wollte. Wieder kam es anders, wo ich damit rechnete, auf zwei Geheimniskrämer zu treffen, die keinen Deut ihrer Geschäftsidee preisgeben wollen, saß ich auf zwei offenen Menschen gegenüber, die mit viel Begeisterung von ihrem Projekt erzählten. Meine vorbereiteten Fragen waren Makulatur, sie wurden von Mirjam und Peter beantwortet, bevor ich sie stellen konnte.
Die Idee hinter wikando klingt vertraut: Spender und Hilfsprojekte sollen zusammengebracht werden. Projekte, die auf Zeit-, Geld, oder Sachspenden angewiesen sind, finden bei wikando eine Plattform sich zu präsentieren und den Bedarf öffentlich zu präsentieren. Zeit, Geld oder Sachen können von Privatpersonen oder Firmen kommen. Privatpersonen und Firmen haben natürlich ebenfalls die Möglichkeit sich auf wikando ein Profil anzulegen. Besonders interessant ist das für Firmen, denen damit die Möglichkeit geboten wird ihr soziales Engagement darzustellen. So definiert sich dann auch das Geschäftsmodell. Hilfsprojekte und Privatpersonen können wikando kostenlos nutzen. Für Unternehmen fällt eine Gebühr an, die unabhängig von den getätigten Spenden ist und sich einzig an der Anzahl der Mitarbeiter orientiert. Die Spenden gehen in jedem Fall zu 100% an die Empfänger.
Wenn „Geschäftsmodell“ und „soziales Engagement“ in einem Atemzug genannt wird, stockt es in mir innerlich immer. Man muss sich aber folgendes vor Augen halten. Im sozialen Bereich muss auch Geld in die Hand genommen werden, um Gutes zu tun. Das kommt leider nicht in dem Masse von öffentlich Stellen wie man es sich wünschen würde. Spendensammeln, oder neudeutsch Fundraising, ist da der Regelfall und professionelle Unterstützung durch Berater, zumindest bei großen Organisationen, an der Tagesordnung. Deren Bezahlung kommt auf irgendeinem Weg immer aus dem Spendentopf, dezimiert also die Mittel, die dann tatsächlich für soziale Belange eingesetzt werden können. Wo hohes Spendenaufkommen zu erwarten ist, fällt das nicht weiter ins Gewicht. Auf der anderen Seite gibt es auch bei großen Unternehmen den Trend das soziale Engagement zu professionalisieren – Stichwort Corporate Social Responsibility (CSR). Dabei steht nicht alleine das Engagement im Vordergrund, sondern die Frage ist auch immer, wie sich das öffentlichkeitswirksam darstellen lässt.

Es geht aber nicht immer um sechsstellige Etats. Ein Kindergarten, der ein paar Eimer Farbe braucht, wird deswegen keine professionelle Beratung einholen und die Anwaltskanzlei wird sich keine Corporate-Social-Responsibility-Kampagne leisten um den jährlichen Spendenetat zu verteilen. An dem Punkt setzt wikando an. Einerseits wird kleinen Projekten eine mediale Plattform geboten sich und ihr Anliegen darzustellen, andererseits können sich Privatleute und Unternehmen einen Überblick verschaffen und gezielt auswählen was und wofür sie spenden wollen. Für Unternehmen stellt so etwas selbstverständlich auch eine ideale Werbeplattform - da wäre wieder das Thema CSR - dar. Als Gegenleistung dafür tragen sie die Unkosten der Plattform. Ein fairer Handel, wie ich meine.
Mit betterplace.org steht wikando ein direkter Mitbewerber gegenüber, der ein sehr ähnliches Konzept bietet. Der Erfolg von wikando wird davon abhängen sich davon zu unterscheiden. Dafür sehe ich einiges Potential. betterplace.org macht bei Leibe keine schlechte Sache, aber es gibt nichts was man nicht noch besser machen könnte. Die Voraussetzungen dafür sind da, in technischer, wie in menschlicher Hinsicht. In jedem Satz, den Mirjam und Peter gesagt haben, konnte man die Energie und Begeisterung spüren, mit der sie daran arbeiten ihre Ideen umzusetzen. Ich warte jedenfalls schon gespannt auf den Starttermin.
Wer neugierig geworden ist, kann sich schon mal bei wikando anmelden und erfährt dann brandheiß wenn es losgeht. Ein Blog der Macher gibt es übrigens ebenfalls, wenn auch z.Z. das Artikelaufkommen etwas spärlich ist, die Fertigstellung der Portals geht einfach vor.
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Uns gehört die Welt!
"Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis" ist das neueste Werk von Klaus Werner-Lobo. Darin beschreibt er die Zusammenhänge zwischen unserem Konsum, den Zielvorstellungen der Konzerne und den Folgen sich daraus für die Welt ergeben. Dabei werden nicht nur die negativen Auswirkungen aufgezählt, sondern deren eigentliche Ursachen aufgezeigt und konkrete Lösungsvorschläge unterbreitet, wie wir die Situtation verändern können. Der Schlüssel dazu ist Information, die liefert das Buch an sich und darüberhinaus gibt es zu jedem behandelten Themenbereich Verweise zu Webseiten mit weitergehenden Informationen.
Man merkt bei der Lektüre, dass Klaus Werner-Lobo eine bessere Welt am Herzen liegt und er möchte jedem die Möglichkeit geben dazu beizutragen. Das Augenmerk liegt dabei sicher bei den jugendlichen Lesern und deren Gewohnheiten, es ist deswegen aber kein reines Jugendbuch. Lesern jeden Alters werden die Mechanismen, die hinter der Weltwirtschaft und dem Profit der Konzerne stecken, so erklärt, dass die Ausrede, davon nichts gewusst zu haben, nicht mehr gilt.
Wer sich bereits mit Themen wie Globalisierung und Konsumkritik auseinandergesetzt hat, wird in "Uns gehört die Welt!" keine neue Fakten finden. Was es für jeden zu entdecken gibt, ist ein Weg wie man die Hintergründe und negativen Folgen der Globalisierung anderen so näher bringt, dass daraus nicht Resignation, sondern der Mut zum Handeln folgt.
Mehr zum Thema gibt es im Blog zum Buch, z.B. Termine an denen man den Autor persönlich kennen lernen kann und jede Menge Links zum Weiterlesen.
"Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis" von Klaus Werner-Lobo, Hanser Verlag 2008, Euro 16,90
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Dattelbox
Vertrieben werden die Datteln von gebana und kommen quasi frisch gepflückt von der Palme zu uns. Die diesjährige Kampagne ist schon fast vorüber, mit ein wenig Glück kann man aber noch einen Karton ergattern. Falls das nicht klappt, im nächsten Jahr gibt es wieder eine Dattelkampagne.






