Ersteres kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen, wenn ich mir die einschlägigen "Schwanzvergleiche" der Blogosphäre so betrachte würde ich sagen, dass dieses Blog eher zu den seltener gelesenen gehört. Beim Rechner bin ich mir jedoch sicher, dass er über ausreichend Kraft und Speicher verfügt
Montag, 10. Dezember 2007
Abgezählt
Wenn ich mir die Anzahl der Artikel in den letzten Monaten so ansehe sollte die Überschrift besser "angezählt" lauten. Aber so weit, dass sich Die_Farmblogger ins Blogsterben einreihen sind wir nicht. Das hoffe ich schon alleine deswegen weil ich mir dann die Arbeit mit der Zugriffsauswertung nicht hätte machen brauchen. Vier Tage lief jetzt mein Rechner ununterbrochen durch bis er mir meine geliebten Zahlen ausgespuckt hat. "Wie bitte vier Tage - hat das Blog soviele Leser oder ist der Rechner so langsam?"
Ersteres kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen, wenn ich mir die einschlägigen "Schwanzvergleiche" der Blogosphäre so betrachte würde ich sagen, dass dieses Blog eher zu den seltener gelesenen gehört. Beim Rechner bin ich mir jedoch sicher, dass er über ausreichend Kraft und Speicher verfügt
Das Ursache dafür, dass die Auswertung so lange dauert liegt darin begründet, dass ich über die Jahre in denen ich mit Webservern zu tun habe, mittlerweile ein recht ausgetüffteltes Verfahren anwende um an sinnvolle Benutzerstatistiken zu kommen. Von "Unique Visits" bzw. dem "Unique Visitor" hat wahrscheinlich jeder schon einmal gehört der selbst einen Webserver betreibt. Damit wird quasi der eindeutige Besucher/Leser einer Seite bezeichnet, als dieser wird er i.d.R. gezählt wenn er einmal alle Seitenbestandteile (Text + Grafikelemente) in seinen Browser geladen hat. Betrachtet er die Seite dann ein paar Minuten später erneut sollte er nicht nochmals gezählt werden. Zwei Dinge gilt es also zu beachten, ein Seitenbesuch hat mehrerer Einträge in den Logdateien zur Folge und zwischen jedem gezählten Seitenbesuch des selben Benutzers sollte eine sinnvolle Zeitspanne liegen. Hört sich kompliziert an und ist es auch, deswegen gibt es diverse Dienstleister die dem geneigten Webmaster dies abnehmen. Für mich kommt das aber nicht in Frage, wenn es halbwegs seriös ist kostet es in der Regel Geld, das es mir nicht wert ist und es gilt der alte Kalauer "Trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast".
Ersteres kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen, wenn ich mir die einschlägigen "Schwanzvergleiche" der Blogosphäre so betrachte würde ich sagen, dass dieses Blog eher zu den seltener gelesenen gehört. Beim Rechner bin ich mir jedoch sicher, dass er über ausreichend Kraft und Speicher verfügt
Der rote Graph zeigt die erste und effektivst Stufe der Bereinigung. Hier fehlen die bösen Content-Diebe ebenso wie die Zugriffe der Robots/Crawler von Suchmaschinen, Aggregatoren u.ä.. Ausserdem zähle ich die Zugriffe auf die RSS Feeds nicht mit, jeder der Die_Farmblogger mit einem Feedreader liest wird von mir nicht als "Unique Visit" akzeptiert. Trotzdem ermittle ich natürlich die Zahl der RSS-Abonnenten (z.Z. 52), das ist aber eine relativ statische Anzahl und sagt nichts über die tatsächliche Anzahl der RSS-Feed-Leser aus, die z.B. über Online-Aggragatoren Die_Farmblogger abonniert haben.
Der gelbe Graph zeigt schliesslich die Zahlen hinter denen ich eigentlich her bin und die dann auch mit meinen anderen Webservern vergleichen kann. Verglichen mit meinem privaten Blog, das ich eher als chaotisch, extrem subjektiv, reichlich IT-lastig und auch nicht übermässig gut besucht bezeichnen würde, kommen Die_Farmblogger gerade auf die Hälfte der "Unique Visits". Das liegt aber einfach daran, dass IT Themen im Web häufig gesucht und auch gefunden werden. Dafür ist bei Die_Farmblogger die Besucherzahl konstanter, also viele treue Stammleser. Trotzdem gibt auch hier Schwankungen und die sind relativ schnell erklärt. Zu Beginn steigt die Besucherzahl typischerweise, wäre ja auch dumm wenn es anders wäre. Von Januar bis März nähern wir uns stetig der 5000er Marke und können das bis zum Juni halten. In der Zeit haben wir die meisten Artikel geschrieben. Sie reichten von immer gerne gelesenen Kochrezepten bis hin zu lebhaft diskutierten Themen wie Absatzfonds und Ökobilanz bei Äpfeln, aber auch eher regionale Themen wie die "Sau in der Au" wurden in dieser Zeit aufgegriffen. Nicht zu vergessen, mit Retos Übersicht von Blogs zum Thema Nachhaltigkeit wurden Leser deren Fokus nicht unbedingt die Landwirtschaft ist auf uns aufmerksam.
Ab Juli gingen die Leserzahlen, wenn auch nicht bedrohlich, doch immer zurück. Die Ursache ist relativ trivial, nur noch wenige neue Artikel. Einerseits logisch, da ab Juli die Erntezeit losgeht, andererseit haben wir damit gerechnet und uns deswegen von Anfang an dafür entschieden als Autorenteam zu arbeiten. Einer wird schon Zeit finden, bzw. sind nicht alle gleichermassen der saisonalen Arbeitsauslastung in der Landwirtschaft ausgesetzt. Dann kam aber was kommen musste, einerseits lies bei den Autoren die Lust am Schreiben nach (was kein Vorwurf ist, da ich das selbst gut nachvollziehen kann!), gleichzeitig fehlte der Nachwuchs an neuen Farmbloggern und weil es noch nicht reichte musst der Hauptinitiator und Meist-Artikel-schreibende Kai aus zeitlichen Gründen die Segel streichen. Das Resultat ist das bekannte, die Artikel tröpfeln nur noch dahin. Immerhin wenn ich es dann doch schaffe einen Artikel zu schreiben wirkt sich das sofort auf die Zugriffszahlen aus. Das ist immerhin ein Trost, denn es zeigt wenigstens, dass das Blog noch nicht vergessen und nur mal so vor mich hingeträumt ich käme dazu wieder mehr Artikel zu schreiben würde sich auch sofort auch wieder die Leserschaft einfinden.
Wenden wir uns wieder der Deutung zu. Die Masse der Zugriffe (blau) erfolgt direkt. Die meisten unserer Leser raten entweder die URL oder sie gehört zu deren Bookmarks. Eine weitere Möglichkeit, die aber eher von technisch versierten Nutzern verwendet wird, ist die, dass ein Link zu Die_Farmblogger in die Zwischenablage kopiert und dann im Browser eingefügt wurde. Links von anderen Seiten (gelb) sind tendenziell in der Minderheit, die alte Bloggerweisheit, dass man mit seiner URL möglichst oft auf anderen Seiten auftauchen sollte scheint sich hier nicht zu bewahrheiten. Andererseit kann man natürlich nicht sagen, was wäre wenn die URL häufiger auf anderen Seiten auftauchen würde. Eindeutig häufiger kommt der Zugriff als Antwort auf Suchmaschinenanfragen. Allerdings muss man das Ergebnis beim Blick auf die angefragten Suchwörter stark relativieren. Auch in diesem Blog ist die Masse der Suchanfragen im weitestens Sinne erotischer Natur, erschwerend kommt bei uns sogar noch hinzu, dass wir zwei Artikel über Kalender mit leicht bekleideten Bäuerinnen und Bauern hatten. An weiterer Schwerpunkt der Anfragen dreht sich um die RTL-Serie "Bauer sucht Frau", dazu gab es bei uns zwar auch einen Artikel, ich denke aber, dass der nicht das von den meisten gewünschte Ergebnis liefert. Zu unserer Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass der jeweilige monatliche Suchwortspitzenreiter in aller Regel eindeutig landwirtschaftlicher Natur ist: "BDM", "Sau in der Au", "Soleier", "Fleischpreise" und "Gammelfleisch". Alles keine Begriffe die eine Suchmaschinenoptimierung rechtfertigen würden, allein schon deswegen, weil sie eher tagespolitischer Natur sind. Für mich als Blogautor aber der eindeutige Hinweis darauf, dass aktuelle Themen ein absolutes Muss sind und Kochrezepte gehen einfach immer
Zum Schluss bleibt trotzdem die Frage wie es weitergehen wird. Dabei muss ich zugeben, dass bevor mir die Zahlen vorlagen ich schon innerlich dazu bereit war das ganze Blog zur Disposition zu stellen. Jetzt mit den plusminus 5000 Lesern die immerhin noch reinkucken ob es denn was neues gibt ist die Sicht schon etwas positiver. Ohne neue Artikel verlieren sich dann aber selbst die treuesten Leser irgendwann. Nur woher soll ich die nehmen. Zum Thema Landwirtschaft ist mein Wissensfeld als besserer Hobbylandwirt und Pferdehalter eher klein, meine Lieblingsthemen Direktvermarktung und Verbraucherschutz werden zwar gerne gelesen und auch diskutiert, bedürfen aber ebenso wie agrarpolitische Themen einer zeitaufwendigen Recherche. Der Typ der mal eben zwei Sätze und einen youtube Link als Artikel einstellt bin ich eben nicht
Bevor ist es vergesse: DANKE! Fürs nach wir vor reinlesen bei Die_Farmblogger und für das Vordringen zum Ende eines wieder viel zu lange gewordenen Artikels.
Geschrieben von Michael Wenzl
um
21:15
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Tags für diesen Artikel: administration, bloggerszene
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Zugriffsauswertung
Seit gut zwei Wochen setze ich für dieses Blog und ein paar andere Webseiten ein neues Programm zur Auswertung der Zugriffe ein. Es nennt sich piwik und wird als Konkurrent zu google-analytics gehandelt. Im Gegensatz zum Auswertungsplatzhirschen besteht m
Seit gut zwei Wochen setze ich für dieses Blog und ein paar andere Webseiten ein neues Programm zur Auswertung der Zugriffe ein. Es nennt sich piwik und wird als Konkurrent zu google-analytics gehandelt. Im Gegensatz zum Auswertungsplatzhirschen besteht m
Weblog: Die_Farmblogger
Aufgenommen: Mai 12, 19:35
Aufgenommen: Mai 12, 19:35







Würdest Du eigentlich den Erfolg des Blogs von den Zugriffszahlen festmachen? Dieser unique visitor scheint mir ja recht willkürlich definiert zu sein.
Den Erfolg des Blogs mache ich sicher nicht an den Zugriffszahlen fest. Dafür habe ich andere Kriterien, z.B. die Anzahl der abgegebenen Kommentare, Verlinkungen von anderen Seiten oder einfach den Spass den es mir bereitet einen Artikel zu schreiben.
Der "Unique Visitor" ist wichtig um Vergleiche anzustellen. Dabei geht es mir persönlich um den Vergleich mit anderen Websites die ich betreue bzw. betreut habe. Nur als Beispiel, 2000/2001 war ich für ein redaktionelles Angebot verantwortlich, das mit wesentlich höherem personellem Aufwand weniger "Unique Visitors" erreichte. Das ist zwar auch schon eine Zeit her, zeigt aber auch den Wandel in der Internetpublizistik.
Der "Unique Visitor" ist dabei gar nicht so willkürlich, nur mit der Gründlichkeit der Berechnung hapert es sehr oft.
Die Frage die ich mir stelle ist ob es nicht irgendwann dazu kommt, dass sich ein paar gute Blogautoren zusammentun ihre One-Man-Show aufgeben und gemeinsam etwas machen. Damit wäre vielleicht auch ein Weg in Richtung Qualität eingeschlagen der die Diskussion über die journalistischen Relevanz von Blogs erübrigt.
Ob solche Metablogs eine bessere/andere journalisitische Relevanz erreichen wage ich zu bezweifeln. Das ist keine Frage des Blogs sondern des Stils, bzw. ob man sich den Schuh "Journalismus" anziehen will.
Ich versuchs mal diplomatisch, es gibt so etwas wie einen journalistischen Arbeitsstil den kann man verwenden und er ist sicher nicht der schlechteste. Die Masse der Blogartikel, meine eingeschlossen, halte ich aber in der Tendenz für pure Subjektivität der Autoren. Was aber perse nicht das Gegenteil von journalistischer Arbeit ist, denn dann müssten viele Print- und Onlineredaktionen schon lange den Betrieb eingestellt haben. Tatsächlich beobachte ich aber bei vielen ehemals höchst integren Blättern immer häufiger handwerkliche Fehler.
(Mein Chef hat mir übrigens erlaubt das zu schreiben, wir vermarkten Blogs nur noch wenn es der Kunde unbedingt will
da steckt ja sehr viel Arbeit in der Auswertung aber OK ist ja sozusagen dein Spezialgebiet. Mich hat es auch immer gefreut wenn viele Leser da waren aber letztlich kam die Motivation zum schreiben immer aus dem eigenen Mitteilungsbedürfnis. Nicht die Masse ist entscheident, außer vielleicht wenn man über Werbung einnahmen generieren will, sondern mich hat es gefreut wenn ich im RL mal jemanden getroffen habe und er mir sagte, dass er ab und zu o. regelmäßig reinschaut. Robert Basic sagt immer es sei ihm scheiß egal ob überhaupt einer das Blog liest. Er schreibt weil er Bock hat und gut is.
Kurzum >2000 ist eine klasse Zahl und vielleicht steigt ja wirklich noch einer mit ins BOOT. Ich kanns leider nicht mehr sein, sorry.
Gruß
Kai
Das beste RL Erlebnis ist aber immer noch wenn Du im Zug mit ein paar Leuten unterwegs bist und die einen dann fragen ob man dieses "komische Farmblog" kennen würde.
Dass da im Hintergrund aber mehr Arbeit steckt als man den "paar" Zeilen entnehmen kann ist nachzuvollziehen und ich frage ich immer wieder warum es Leute gibt die so etwa machen. Geld verdienen bestimmt die wenigsten damit, aus Langeweile wird es auch kaum einer machen. Ist reine Geltungssucht die Motivation?
Über die Motivation von Bloggern könnte man wahrscheinlich ganze Artikelserien schreiben. Das wurde bestimmt auch schon mit den unterschiedlichsten Resumes getan, denen nur gemeinsam sein dürfte, dass verschiedene Individuen unnötig über einen Kamm geschert wurden.
Als eher spätberufener "Blogger" war es bei mir in erster Linie ein in vito Experiment mit versch. Blogsystemen - als ITler muss man eben alles mal ausprobiert haben. Nach ein paar Monaten kam dann Kai mit der Idee "farmblogger" um die Ecke und ich dachte mir warum nicht.
Ansonsten ist mir die Blogosphäre bist heute selbst ein Mirakel und ich frage mich immer wieder was einen Blogger von anderen Website-Betreibern unterscheidet und warum es spezielle Blogsoftware gibt, die auch nicht anderes als ein Content-Management-System ist.
Hätten das ZDF gleich noch bei mir nachgefragt, vielleicht wäre mir noch die eine oder andere "Bauer 2.0" Website eingefallen