Hallo
Auch bei mir ist die Sommerpause vorbei. Mich beschäftigt häufig der Milchmarkt. Ich finde es manchmal kurios was man so alles im Internet über Quoten, BDM und Meinungen dazu lesen kann. Wozu eine Abstimmung für die Abschaffung der Milchquoten wo diese doch schon beschlossen ist? Warum nicht mehr darüber warum die Milchquote ihre Grundlage verloren hat?
Ich bin ja der Meinung dass die Milchquotenregelung inzwischen ihren Sinn verloren hat. Wir haben soviel Auflagen die es kaum ermöglichen viel mehr Milch zu produzieren als Quote da ist und es kommen immer mehr Auflagen dazu. Es ist ja schon soweit das nicht alle ihre Landesquote erfüllen können, siehe England und Schweden.
Auf einer Molkereiversammlung wurde der anwesende EU Mann Hans Bender befragt: "Warum kann die EU nicht einfach die Quoten entfernen nun wo da Mangel an Milch ist?" Bender:" Die EU kann nicht unmittelbar an den Quoten was ändern weil sie ein Teil eines Absprache-Paketes ist, wo beschlossen wurde das die Quotenpolitik bis 2015 fortsetzen soll. Man arbeitet im Moment an einem Vorschlag wie dem akuten Milchmangel beizukommen ist. Z.B. ob man die Superabgabe runtersetzen kann und ob man die Quote erhöhen kann."
"Wie viel mehr Milch muss da kommen bis der Markt gesättigt ist?" Bender:" Das weiß ich nicht aber meine eigene Abschätzung ist, das es helfen würde wenn die EU die Quoten um 10% erhöhen würde."
Arla hat sehr spät auf die Preiserhöhung reagiert. Bender meinte das Arla nicht die einzige Molkerei war die von der Entwicklung überrumpelt worden ist. "Im Juni musste eine große deutsche Supermarktkette ein Preisanstieg akzeptieren nur einen Monat nachdem sie einen Kontrakt eingegangen waren , das ist ganz außergewöhnlich. Generell sehen wir das die Macht, der sonst so starken internationalen Supermarktsketten, im Augenblick gebrochen ist."
Quelle: Arla Foods
Die ersten dänischen Bauern haben ja ihre Lieferung bei ihrer Molkerei eingestellt und eine Liefergemeinschaft gegründet die den deutschen Spotmarkt beliefert. Inzwischen haben schon 187 schwedische und dänische Bauern gekündigt. Die neue Liefergemeinschaft rechnet damit dass ab Januar täglich 500 000kg Milch täglich nach Deutschland fliesen. Auch von Holland habe ich schon solche Meldungen schon gehört. Je knapper ihr Deutschen die Milch haltet umso mehr fließt vom Ausland dazu.
Benutzerprofil des gewählten Autoren: - Heike
Mittwoch, 5. September 2007
Sommer und Milch
Geschrieben von Heike
um
11:59
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Tags für diesen Artikel: milch, vermarktung
Montag, 30. April 2007
Beregnung
Ein Thema zu dem ich was schreiben kann. Inzwischen wird um uns herum schon wieder auf fast jedem Betrieb beregnet.
Wir haben eine selbstfahrende Fasterholt die wir vor etwa 15 Jahren gegen unsere unsere alte Beregnungsanlage getauscht haben. So wie bei vielen anderen Höfen in Dänemark wurde unsere Beregnungsanlage in den ´70 etabliert. Damals gab es noch Zuschüsse. Inzwischen ist das System schon mehrmals renoviert, gesprungende Leitungen neu verlegt oder einen anderen Motor an die Wasserpumpe.
Vorteil ist schnell geschrieben. Bei Trockenheit kann man das Gras/die Kulturen durch Beregnen solange am Leben/grün erhalten bis richtiger Regen kommt. Den von Beregnen allein wächst nichts, dafür ist das Grundwasser zu kalt.
Nachteil. Die Beregnungsanlage ist die Maschine am Hof die am meisten Stress macht, deshalb nennen wir sie auch Stressmaschine. Typisch ist, wenn wir mal wieder zum Strand wollen. Alles ist gepackt, die Kinder sind mehr als klar nur die Beregnungsanlage muss noch schnell ausgezogen/umgesetzt werden. Das dauert dann noch leicht nur eine Stunde oder mehr. Besonders wenn sie Zicken macht.
Das Schlimmste ist wenn aus irgendwelchen Gründen der Schlauch nicht mehr aufrollt, die Maschine aber weiter läuft und dann ein oder mehrere Schlingen zur Seite wegklappen. Das sind Plastikrohre, Durchmesser etwa 15cm gefüllt mit Wasser, die sind richtig schwer, von Hand geht da nichts. Mann versucht dann mit dem Traktor am Schlauch zu ziehen bis die Schlingen wieder hoch kommen und ich soll dann steuern/anweisen . Es sind schon viele Landwirte durch Beregnungsanlage umgekommen. Vor ein paar Jahren noch in der Nachbarschaft wo Hydrantdeckel abgeflogen ist und den Kopf getroffen hat .
Die kommende Woche wird unsere Stressmaschine auch ihre Arbeit aufnehmen. Wir haben 8 Hydranten auf unserem Feld verteilt, wir können fast alles beregnen (65ha). Der Schlauch hat eine Länge von 500m, normal stellt Mann die Zeit so ein das sie die Strecke in 23 Stunden schafft dann kann er immer zur gleichen Zeit, täglich die Maschine starten. Leider reicht eine Maschine nicht um alles zu beregnen, dann muss Mann eben entscheiden welche Felder beregnet werden und welche warten müssen.
Ironie ist wenn man eine wassersparende Waschmaschine kauft und eine Beregnung hat. Wir haben zwei Brunnen, einen für die Wasserversorgung für Haus und Hof und den Anderen für die Beregnung. Egal wieviel Wasser ich im Haushalt sparen kann, der zweite Brunnen hat die Menge in kurzer Zeit durch die Beregnung gepumpt.
Ich bin dafür das man das Beregnen mit Grundwasser sofort verbietet. Das Wasser viel zu wertvoll. Aber solange die Nachbarn beregnen wird sich bei uns auch nichts ändern. Es wundert mich eigentlich das man da vom Gesetz her noch nicht eingegriffen hat. Sogar die Ökologen/Biobauer beregnen Grundwasser in Unmengen, das ist doch nicht richtig oder ?
Beregnungsmaschine
Wir haben eine selbstfahrende Fasterholt die wir vor etwa 15 Jahren gegen unsere unsere alte Beregnungsanlage getauscht haben. So wie bei vielen anderen Höfen in Dänemark wurde unsere Beregnungsanlage in den ´70 etabliert. Damals gab es noch Zuschüsse. Inzwischen ist das System schon mehrmals renoviert, gesprungende Leitungen neu verlegt oder einen anderen Motor an die Wasserpumpe.
Vorteil ist schnell geschrieben. Bei Trockenheit kann man das Gras/die Kulturen durch Beregnen solange am Leben/grün erhalten bis richtiger Regen kommt. Den von Beregnen allein wächst nichts, dafür ist das Grundwasser zu kalt.
Nachteil. Die Beregnungsanlage ist die Maschine am Hof die am meisten Stress macht, deshalb nennen wir sie auch Stressmaschine. Typisch ist, wenn wir mal wieder zum Strand wollen. Alles ist gepackt, die Kinder sind mehr als klar nur die Beregnungsanlage muss noch schnell ausgezogen/umgesetzt werden. Das dauert dann noch leicht nur eine Stunde oder mehr. Besonders wenn sie Zicken macht.
Das Schlimmste ist wenn aus irgendwelchen Gründen der Schlauch nicht mehr aufrollt, die Maschine aber weiter läuft und dann ein oder mehrere Schlingen zur Seite wegklappen. Das sind Plastikrohre, Durchmesser etwa 15cm gefüllt mit Wasser, die sind richtig schwer, von Hand geht da nichts. Mann versucht dann mit dem Traktor am Schlauch zu ziehen bis die Schlingen wieder hoch kommen und ich soll dann steuern/anweisen . Es sind schon viele Landwirte durch Beregnungsanlage umgekommen. Vor ein paar Jahren noch in der Nachbarschaft wo Hydrantdeckel abgeflogen ist und den Kopf getroffen hat .
Die kommende Woche wird unsere Stressmaschine auch ihre Arbeit aufnehmen. Wir haben 8 Hydranten auf unserem Feld verteilt, wir können fast alles beregnen (65ha). Der Schlauch hat eine Länge von 500m, normal stellt Mann die Zeit so ein das sie die Strecke in 23 Stunden schafft dann kann er immer zur gleichen Zeit, täglich die Maschine starten. Leider reicht eine Maschine nicht um alles zu beregnen, dann muss Mann eben entscheiden welche Felder beregnet werden und welche warten müssen.
Ironie ist wenn man eine wassersparende Waschmaschine kauft und eine Beregnung hat. Wir haben zwei Brunnen, einen für die Wasserversorgung für Haus und Hof und den Anderen für die Beregnung. Egal wieviel Wasser ich im Haushalt sparen kann, der zweite Brunnen hat die Menge in kurzer Zeit durch die Beregnung gepumpt.
Ich bin dafür das man das Beregnen mit Grundwasser sofort verbietet. Das Wasser viel zu wertvoll. Aber solange die Nachbarn beregnen wird sich bei uns auch nichts ändern. Es wundert mich eigentlich das man da vom Gesetz her noch nicht eingegriffen hat. Sogar die Ökologen/Biobauer beregnen Grundwasser in Unmengen, das ist doch nicht richtig oder ?
Beregnungsmaschine
Geschrieben von Heike
um
07:26
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Tags für diesen Artikel: landtechnik
Mittwoch, 7. März 2007
om mig
Letzte Woche fragte mich unser Besamer wo und was ich eigentlich arbeite. Es ist so das die meisten Ehefrauen der dänischen Landwirte einem Beruf außerhalb nachgehen es sei denn sie haben selber Landwirtschaft gelernt und auch da gibt es Einige die auf anderen Betrieben arbeiten. Dies ist für mich ein Aufhänger zu erzählen womit ich eigentlich meinen Lebensunterhalt verdiene. Wenn wir all die Arbeit die mein Bauer und ich hier auf dem Hof, im Haus und in der Kinderaufzucht erledigen, in einen Topf werfen und dann verteilen. Dann habe ich die 95% Hausarbeit bekommen. Es gibt auch Arbeiten die fast nur mein Mann erledigt, z.B. Buchführung, Arbeiten mit Gülle und Ernte. Aber vieles machen wir auch gemeinsam. Ich mache die Kälber, füttere sie und streu sie ein, er mistet sie wieder aus. Er gibt die Daten der Kühe in den PC und ich mache die BackUp´s. Ich mache die Liegeboxen sauber und er streut sie ein. Er gibt den Kühen homöopathische Medizin und ich mache die Melkanlage sauber. Er füllt Reinigungsmittel nach und ich das Dippmittel. Zum Anmelken von neuen Färsen sind wir gemeinsam gefragt, jeder hat seine Routine dabei.. Beim Umtreiben, Austreiben und Boxenwechsel sind wir meistens zu zweit. Das klingt zwar alles schön harmonisch weil wir eigentlich ein gutes Team sind, aber zum Unverständnis meines Mannes, kann ich immer noch nicht seine Gedanken lesen. Das führt dann immer wieder zu Reibereien aber so wird es auch nie langweilig.
Geschrieben von Heike
um
12:57
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Tags für diesen Artikel: bloggerszene, milch
Mittwoch, 28. Februar 2007
Milch läuft weg
Neulich kam der Milchtankwagenchauffeur zu uns ins Haus. Um 23 Uhr bekommen wir nicht so oft Gäste, da sind wir meistens schon auf dem Weg ins Bett. Der Chauffeur beschwerte sich das er beim Milch abpumpen so nass wird, er wird mit Milch bespritzt. Das dabei Milch in Gully lief die wir eigentlich verkaufen wollen, das interessierte ihn weniger. Der Bauer hat ihm dann erklärt dass er erst den Schlauch anschrauben muss bevor er diverse Knöpfe drückt. Ist doch logisch, wer versucht schon den Schlauch anzuschrauben wenn die Milch schon läuft. Milch ist für viele Menschen nicht viel wert, wir leben aber davon.
Montag, 26. Februar 2007
Nachwuchs im Hühnerstall
Mein erster Blog, eine harmlose kleine Geschichte aus dem Stall
Ich habe mich gefreut als eine von meinen Hühnern im Januar zu brüten anfing. Ich habe 8 Hühner, teilweise recht alt, und einen Hahn den ich vor einigen Jahren auf einem Markt gekauft hatte. Meine Hühner sind hier alle auf dem Hof irgendwann von Hühnern ausgebrütet worden.
Am Anfang letzten Jahres haben wir einen Hühnerstall gebaut wegen der Vogelgrippe. Sehr lange waren meine Eierleger gekrängt weil sie eingesperrt wurden. Das ganze Jahr über hat es dann kaum Eier gegeben und keine hat mehr gebrütet.
Valentinstag war es dann soweit, die Bruthenne schaute mich noch aggressiver an als sonst mit ihrem BleibmirvondenFedern Blick. Ich habe dann noch bis zum nächsten Morgen gewartet. Aber dann half auch kein Gepicke von der Henne auf meine Hände, ich habe nachgesehen. 2 Küken waren da und sehr lebhaft und ein weiteres Ei das laut piepte. Einige von den anderen Eiern gluckerten, die habe ich dann gleich entfernt. Damit die Henne nicht mit ihren Zweien losrennt sondern noch in Ruhe die restlichen Küken ausbrütet, habe ich die 2 mit in die Küche genommen. In einem Pappkarton standen sie schön warm. Meine Kinder haben sie mit Haferflocken und mit Wasser aus einer Pipette gefüttert. Am nächsten Morgen habe ich sie der Henne wieder gebracht. Das piepende Ei hatte sich zwar halb ausgepackt, lebte aber leider nicht mehr. In den restlichen Eiern waren leider auch keine Küken mehr drin.
Ich habe mich gefreut als eine von meinen Hühnern im Januar zu brüten anfing. Ich habe 8 Hühner, teilweise recht alt, und einen Hahn den ich vor einigen Jahren auf einem Markt gekauft hatte. Meine Hühner sind hier alle auf dem Hof irgendwann von Hühnern ausgebrütet worden.
Am Anfang letzten Jahres haben wir einen Hühnerstall gebaut wegen der Vogelgrippe. Sehr lange waren meine Eierleger gekrängt weil sie eingesperrt wurden. Das ganze Jahr über hat es dann kaum Eier gegeben und keine hat mehr gebrütet.
Valentinstag war es dann soweit, die Bruthenne schaute mich noch aggressiver an als sonst mit ihrem BleibmirvondenFedern Blick. Ich habe dann noch bis zum nächsten Morgen gewartet. Aber dann half auch kein Gepicke von der Henne auf meine Hände, ich habe nachgesehen. 2 Küken waren da und sehr lebhaft und ein weiteres Ei das laut piepte. Einige von den anderen Eiern gluckerten, die habe ich dann gleich entfernt. Damit die Henne nicht mit ihren Zweien losrennt sondern noch in Ruhe die restlichen Küken ausbrütet, habe ich die 2 mit in die Küche genommen. In einem Pappkarton standen sie schön warm. Meine Kinder haben sie mit Haferflocken und mit Wasser aus einer Pipette gefüttert. Am nächsten Morgen habe ich sie der Henne wieder gebracht. Das piepende Ei hatte sich zwar halb ausgepackt, lebte aber leider nicht mehr. In den restlichen Eiern waren leider auch keine Küken mehr drin.
Geschrieben von Heike
um
20:17
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Tags für diesen Artikel: tierhaltung
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