Das Statistische Bundesamt hat heute die Daten zur gewerblichen Fleischproduktion 2010 in der BRD veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr wurde 1,2% mehr Rindfleisch geschlachtet, beim Schweinefleisch sind es 3,2% mehr und beim Geflügel 5,8%. Das sieht nach kleinen Zahlen aus, wird aber mächtig, wenn man die Zahlen der letzten 10 Jahre betrachtet. Seit 2000, wurde die Produktion von Geflügelfleisch um 93,7% erhöht. beim Schweinefleisch sind es 43,6% mehr. Nur beim Rindfleisch ist ein leichter Rückgang von etwa 4% zu beobachten. (siehe Auswertung von destatis.de)
Kein Wunder, wenn die Fleischpreise im Keller sind, aber das Thema hatten wir ja bei der Milch auch schon häufig. Wer unbedingt den Weg der Überproduktion gehen will, darf sich nicht beklagen, wenn dem Verbraucher die Produkte nicht mehr wert sind.
Dienstag, 15. Februar 2011
Wer soll das alles essen?
Freitag, 28. Januar 2011
Zulassung von Pestiziden soll vereinfacht werden
Während sich die Landwirtschaft mit den Folgen des Dioxin-Skandals herumschlägt, lässt die Agrarindustrielobby keine Gelegenheit aus um zu betonen, dass es sich beim Dioxin im Futtermittel um kriminelle Einzelfälle handelt. Gut gebrüllt Löwe! Denn im Fahrwasser der Öffentlichkeitsarbeit kommt es möglicherweise zu einer Aufweichung bei der Zulassung von Pestiziden. Bisher hat das Umweltbundesamt dabei ein Vetorecht und kann den Einsatz allzu gefährlicher Stoffe verbieten. Das gefällt den Herstellern selbstverständlich gar nicht und daher freuen sich bestimmt über die Idee dieses Vertorecht zu kippen. Ganz Neusprech heisst das dann "Zulassungsvereinfachung" oder "Wettbewerbsentzerrung"
Der Redaktion von ARD-Sendung Monitor liegt der bisher unveröffentliche Gesetzentwurf vor und stellt daher die Frage ob wir bald noch mehr Gilft im Essen haben.
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Der Redaktion von ARD-Sendung Monitor liegt der bisher unveröffentliche Gesetzentwurf vor und stellt daher die Frage ob wir bald noch mehr Gilft im Essen haben.
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Sonntag, 23. Januar 2011
Giftfreies Essen als Frage des Geldes
Die wievielte Grüne Woche ist das jetzt eigentlich, bei der in der Eröffnungsrede an die Verbraucher appeliert wird mehr für Lebensmittel auszugeben? Im Grunde ist es ja richtig und wird bei anderen Standestreffen auch nicht viel anders sein. Im Zusammenhang mit dem Dioxinskandal hat das aber eine nicht ganz unhumoristische Wendung. Denn wenn Fr. Aigner die Verbraucher auffordert mehr Geld zu bezahlen, ist das auch ein Eingeständnis, dass wir es mit einem grundsätzlichen Problem zu tun, ein Systemproblem also. Nichts von wegen kriminellen Einzeltätern, die mit Giften panschen, sondern ein System, das an der Belastungsgrenze agiert.
Nur warum wird dann nicht die Systemfrage gestellt? Vielleicht weil es einfacher ist die Verantwortung auf die Verbraucher abzuschieben, als den Profiten der Agrarindustrie an der Kragen zu gehen?
Nur warum wird dann nicht die Systemfrage gestellt? Vielleicht weil es einfacher ist die Verantwortung auf die Verbraucher abzuschieben, als den Profiten der Agrarindustrie an der Kragen zu gehen?
Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
10:33
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Tags für diesen Artikel: dioxin, lebensmittelsicherheit
Samstag, 22. Januar 2011
Alles eine Frage des Weltbilds
Ich schlage vor den Deutschen Bauerverband für die Aussage, dass Massentierhaltung ein ideologischer Begriff sei, Kulturförderung zukommen zu lassen. Das ist großes Kino.
Natürlich nicht! Das ist PR und statistische Trickserei. Nur mal angenommen ein Vergleich mit anderen Ländern würde überhaupt eine Rechtfertigung darstellen, kommen die "niedrigen" Zahlen auch dadruch zustande, dass es immer noch ein kleine Betriebe gibt, die in den Durchschnitt einfliessen. Oder anders formuliert: Nur weil es auch Betriebe gibt, die sich mit wenigen Tieren begnügen, sind die Mammutmastställe ein Gnadenhof.
Dahinter steckt die übliche Taktik mit den "Kleinen" eine heile Welt vorzugaukeln, in der dann die großen den Reibach machen können.
Natürlich nicht! Das ist PR und statistische Trickserei. Nur mal angenommen ein Vergleich mit anderen Ländern würde überhaupt eine Rechtfertigung darstellen, kommen die "niedrigen" Zahlen auch dadruch zustande, dass es immer noch ein kleine Betriebe gibt, die in den Durchschnitt einfliessen. Oder anders formuliert: Nur weil es auch Betriebe gibt, die sich mit wenigen Tieren begnügen, sind die Mammutmastställe ein Gnadenhof.
Dahinter steckt die übliche Taktik mit den "Kleinen" eine heile Welt vorzugaukeln, in der dann die großen den Reibach machen können.
Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
13:47
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Tags für diesen Artikel: dbv, massentierhaltun
Donnerstag, 20. Januar 2011
15 Jahre Gen-Soja-Anbau in Lateinamerika - Keine Erfolgsgeschichte
Die Dokumentation des NABU zeigt die dramatischen Folgen des Anbaus von transgenen Pflanzen in Südamerika. Dort wird seit 15 Jahren gentechnisch verändertes Soja angebaut. Für die Menschen vor Ort bedeutet das Krankheiten, Kindersterblichkeit und Naturverlust. Erfolgsgeschichten sehen anders aus. Wir haben es satt!
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via Für eine bessere Welt
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