In den Artikeln, die seit Ende September 2009 veröffentlicht wurden, spiegelt sich die Leidenschaft wieder, mit der auf dem Hof gearbeitet wird. Weiter so und dranbleiben, damit die Überschrift des ersten Artikels "Der Wegwartehof blogt nicht" keine Vorahnung wird.
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Der Wegwartehof bloggt (nicht)
In den Artikeln, die seit Ende September 2009 veröffentlicht wurden, spiegelt sich die Leidenschaft wieder, mit der auf dem Hof gearbeitet wird. Weiter so und dranbleiben, damit die Überschrift des ersten Artikels "Der Wegwartehof blogt nicht" keine Vorahnung wird.
Freitag, 27. November 2009
Bayern soll zum Bioland werden
Der bayerische Umwelt- und Gesundheitsministers Söder ist auf dem besten Weg, nämlich dem der Vernunft. In einem Interview mit der SZ verrät er seine Vision von der Zukunft Bayerns. Da ist viel parteipolitisches Blahblah zu lesen und bei Lichte betrachtet nichts erählt wird, was die Grünen nicht schon seit Jahrzehnten fordern. Doch seien wir uns ehrlich, ganz ohne die CSU geht in Bayern auch die nächsten Jahre nichts und da sind mit Söders Vorstellungen lieber, als die des Mainstreams seiner Partei. So sagt er
Also, jetzt noch die Taten dazu folgen lassen und ich erkläre Markus Söder zu meinem persönlichen Lieblings-CSU-Politiker. (Ja, ich sehe ihn auch den Teppich, den man den Grünen für zukünftige Koalitionen ausrollt)
Die Menschen in Bayern wollen, dass sich ihr Land zum Bioland weiterentwickelt.weil
Sie legen Wert auf gesunde Lebensmittel.und
Das ist besonders wichtig für die kleinstrukturierte bayerische Landwirtschaft.zum Finale
Die ökologische Stärke Bayerns wird auf Dauer auch seine ökonomische sein.Was man bedenkenlos so stehen lassen kann, wenn man sich den Freistaatspatriotismus in der Formulierung wegdenkt.
Also, jetzt noch die Taten dazu folgen lassen und ich erkläre Markus Söder zu meinem persönlichen Lieblings-CSU-Politiker. (Ja, ich sehe ihn auch den Teppich, den man den Grünen für zukünftige Koalitionen ausrollt)
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Blog Action Day '09: Klima und Landwirtschaft
Was liegt in diesem Blog näher als heute den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Landwirtschaft zu betrachten. Ein schwieriges, dennoch wichtiges Thema, entsteht doch durch die Landwirtschaft etwa die gleiche Menge klimaschädlicher Gase, wie durch den Sektor Transport. Ein interessanter Vergleich. Beim Thema Verkehr wird die Diskussion um Klimaschutz schnell von Emotionen bestimmt , da Umweltschutz mit dem Niedergang der Zivilisation gleichgesetzt wird. Ähnlich in der Landwirtschaft: Oh weh, am Ende müssen wir alle verhungern. Gespeist wird dieses Denken durch Lobbyarbeit, die bei jeder Gelegenheit von einer "grünen Landwirtschaft" spricht und ihren Gipfel in der "Grünen Woche" hat, die nichts anderes als eine Leistungsschau der Agrar- und Ernährungsindustrie ist.In einer Art Gegenrechnung wird angeführt, dass in der Land- und Forstwirtschaft viel CO2 umgewandelt bzw. gespeichert wird. Eine Milchmädchenrechnung, die nicht berücksichtigt wird, dass über die Hälfte der entstehenden Klimagase, Methan und Lachgas sind, mit denen keine Pflanze etwas anfangen kann. Zudem: In einer Kulturlandschaft wie hier in Europa kann kaum ein Stück Grünfläche gedeihen, das nicht im weitesten Sinne land- oder forstwirtschaftlich genutzt wird. In dem Duktus zu Ende gedacht, ist der Agrarsektor dann sogar die heile Welt, die für alle anderen Bereiche den grossen CO2 Killer gibt. Wieder einmal hilft der Blick über Tellerrand. Die grossen biologischen CO2-Speichern gehen verloren, weil Waldflächen gerodet und Moore trockengelegt werden. Rodungsflächen, die dann für den Anbau von Sojabohnen und Ölpalmen Verwendung finden. Passiert halt nur jenseits des eigenen Horizonts, irgendwo in Südamerika. Wenn die Produkte dann nach Europa importiert sind, setzt wieder der Schutzreflex ein: Ohne Soja kein Kraftfutter, ohne Kraftfutter keine Milch und kein Fleisch, wir werden alle verhungern. Bei der Menge an Nahrungsmitteln, die jeden Tag vernichtet werden ist das schlichter Hohn. Es stimmt einfach nicht! Die Landwirtschaft produziert in weiten Bereichen über Bedarf, die niedrigen Milchpreise sind ein Beispiel dafür, bei den Preisen für Schlachtvieh sieht es auch nicht viel besser aus. Der selbst gewählte Ausweg ist da gerne die Steigerung der Produktion, gepaart mit Massnahmen den Absatz zu bewerben. Wieviel Milch und Fleisch sollen wir noch in uns hineinstopfen und wieviele regionalen Märkte sollen noch mit subventionierter Importware ruiniert werden?
Frustrierend genug, dass wir es eigentlich alle schon lange wissen, sich die Änderung aber nur langsamst Bahn bricht. Für die meisten Konsumenten sind Kaufentscheidungen egoistisch motiviert. Das Für und Wider von Bio ist so ein Beispiel. Die eigene Gesundheit zieht da besser als die globalen Zusammenhänge des Klimawandels. Was in der Regel noch besser funktioniert ist der Weg über den Geldbeutel. Wenn konventionelle Produkte auch die Kosten enthalten würden, die durch die Schädigung der Umwelt entstehen, würden sich Kaufentscheidungen wahrscheinlich zügig in Richtung Bio-Produkte verschieben. Regionale Produkte würden nicht mehr nur bei strategischen Käufern im Einkaufswagen landen, müsste das Kilometergeld für Food Miles an der Supermarktkasse berappt werden. Aber halt, damit gefährden wir ja die Chemiekonzerne und die Speditionen gehen womöglich auch noch zu Grunde. Tja, so ist das eben in der Marktwirtschaft, was nix taugt verschwindet wieder von der Bildfläche. Naja, zumindest wäre es so.
Nachtrag: Wie sehr sich die Agrarlobby vor einer Klimadebatte fürchtet, zeigt das amerikanische Agroblog AgWired, das Klimawandel als schlechtes Thema sieht und Agroblogger aufruft die Argumente in die "passende" Richtung zu rücken oder wenigstens der Blog Action Day zu boykottieren. Sorry AgWired, you bet on the wrong horse.
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Auch Bio braucht Transparenz
Heute Abend läuft im Politmagazin Panorama der Beitrag "Geheimsache Bio". Drei Fragen geht die Sendung nach: Ist Bio wirklich gesünder? Wie steht es um Spritzmittel im Bio-Anbau? Welche Rolle spielt Massentierhaltung und Tierschutz in der ökologischen Landwirtschaft?Insider wissen es bereits, Bio ist nicht nachweislich gesünder, Spritzmittel werden ebenfalls eingesetzt und mit Romantik hat die Tierhaltung auf Biohöfen auch nichts zu tun. Vor dem Hintergrund ist es keine grosse Kunst eine Sendung zu verfassen, die das in den Kontext jener Verbraucher setzt, die Bio primär aus egoistischen Motiven kaufen. Aus eben dem Grund bin ich kein Freund der Gesundheitsargumentation und fordere, trotz eigener Biopräferenz, eine kritische Betrachtung der Kaufentscheidung, bei der die Methoden wichtiger sein sollten als die Siegel.
Ich vermute morgen werden in den Bioverbänden wieder die Telefone glühen und das ist auch gut so. Wer mag, kann sich "Geheimsache Bio" bereits jetzt online ansehen. Bei Bioland hat man die Sendung scheinbar schon gesehen und bereits mit einer Pressemeldung reagiert. Diese rückt zwar einiges ins rechte Licht, was die Redaktion von Panorama verschusselt hat zu recherchieren, das Grundproblem Transparenz bleibt.
Was bei dem einen Pflanzenstärkungsmittel heisst, ist dem anderen ein Spritzmittel. Sicher ist viel Unwissenehit auf Seiten der Verbraucher im Spiel, nur mit offenen Höfen allein kann man das Image auch nicht vermitteln. Zumal da sehr gerne auch die Stereotypen ausgegraben werden. Vielleicht wäre ja Social Media ein Weg die Ideen hinter der Biolandwirtschaft besser zu vermitteln. Nicht nur darauf warten bis jemand etwas wissen will, sondern aktiv werden.
Nachtrag: Naturland kommentiert die Sendung ausfühlicher in einem PDF Dokument.
Mittwoch, 30. September 2009
Die Bio Messe München geht an den Start

v.l.n.r. Joachim Lorenz, Stadt München - Josef Huber, StmELF - Norbert Bargmann, Messe München - Nicole Stocker, Hofpfisterei - Josef Wetzstein, Bioland - Eva Seißer, Messe München
Das Konzept der "Bio Messe München" macht einen interessanten Spagat:
Für Endverbraucher soll die Messe ein umfangreiches Informationsmedium sein, das den Terminus "Bio" in allen seinen Facetten darstellt um so die Glaubwürdigkeit der Produkte zu präsentieren. Neben Besuchern, die bereits überzeugte Bio-Konsumenten sind, sollen auch neue Käufer angesprochen werden.
Großverbrauchern aus Hotelerie und Gastgewerbe soll gezeigt werden, wie auch sie Bio vermarkten können. Angefangen von der Beschaffung, über die Verarbeitung, bis zur Produkpräsentation.
Für Biolandwirte und solche die es werden wollen, bietet die Messe nicht nur die Möglichkeit sich und die eigene Arbeit potentiellen Kunden zu präsentieren. Die "Bio Messe München" will auch eine Informationsplattform für die Landwirte sein. Sie sollen sich über Agrartechnik, Betriebsmittel und Betriebsaussattung, speziell für die ökologische Landwirtschaft informieren können.
Montag, 27. Juli 2009
Bilder vom BIOerleben Nürnberg 2009
Man kann über die Bahn sagen was man will, es gibt Dinge die sind tatsächlich einmalig. Z.B. die direkte Zugverbindung von Schwabmünchen nach Nürnberg. Was liegt da näher, als sie für eine Stippvisite in der Biomodellstadt zu nutzen. Gesagt, getan und ein paar Bilder vom BIOerleben 2009 gemacht:
Link zum Album
Irgendwie hat es herwig geschafft, dass seine Kamera Bilder gemacht hat, auf denen er selbst zu sehen ist. In seinem Album sind Fotos von beiden Tagen zu sehen.
Alle Gerichte kann man auch nachkochen, die Rezepte gibt es in der Versuchungsküche.
Link zum Album
Irgendwie hat es herwig geschafft, dass seine Kamera Bilder gemacht hat, auf denen er selbst zu sehen ist. In seinem Album sind Fotos von beiden Tagen zu sehen.
Alle Gerichte kann man auch nachkochen, die Rezepte gibt es in der Versuchungsküche.
Donnerstag, 4. Dezember 2008
Dattelbox
Vertrieben werden die Datteln von gebana und kommen quasi frisch gepflückt von der Palme zu uns. Die diesjährige Kampagne ist schon fast vorüber, mit ein wenig Glück kann man aber noch einen Karton ergattern. Falls das nicht klappt, im nächsten Jahr gibt es wieder eine Dattelkampagne.
Mittwoch, 26. November 2008
Blogparade: Kann denn Kaffee Sünde sein?

Es soll nicht beim Nachplappern der Ankündigung bleiben. Mein Beitrag zur Kaffee-Parade von vital-genuss.de und Kaffee-Satz!.
Wie bereitest Du Dir Deinen Lieblingskaffee zu und was muss für Dich in einen „perfekten“ Kaffee rein: nix, Milch(schaum), Zucker, Sirup… ?
Kaffeegenuss ist für mich mit dem Verlassen der eigenen vier Wände verbunden, daher bereite ich meinen Lieblingskaffee nicht selbst zu. Idealerweise kommt er aus einer Gaggia, enthält in irgendeiner Weise aufgeschäumte Milch und wird mir in einem atmosphärischen Cafe serviert. Dazu gehört unbedingt Zucker, gerne auch Rohrzucker. Dafür ist leider nur viel zu selten Zeit. (Zu Hause kommt er aus der Presskanne, Milch und Zucker darf da aber auch nicht fehlen)
Achtest Du beim Kaffeekauf auf bestimmte Siegel (Bio, Transfair, UTZ Certified, Rainforest Alliance)? Wenn ja, warum?
Wann immer es möglich ist. Dabei achte ich zunächst auf Transfair, dann auf Bio. Ich bin der Meinung, dass der Bio-Kaffeeanbau noch in den Kinderschuhen steckt und die soziale Komponente hinter den Produktionsbedingen im Moment die entscheidendere ist. Von einer Stärkung der Produktion von fair gehandeltem Kaffee verspreche ich mir aber langsfristig auch einen Orientierung zu ökologischen Anbau- und Verarbeitungsmethoden. UTZ und Rainforest Alliance habe ich nicht als kaufentscheidendes Siegel auf dem Radar.
Ist Kaffee Deiner Meinung nach ein Problem für die Umwelt? Warum (nicht)? (C02-Verbrauch, Anbau, Pestizid- u. Herbizideinsatz, Energieverbrauch etc.)
In der gegenwärtigen Form ist unser Kaffeegenuss sicher eine Umweltbelastung - wie so vieles. Das ist Teil unseres Schicksals, dass die meisten unserer Vergnügen auf Kosten anderer Menschen oder der Umwelt gehen. Auf der anderen Seite ist der Kaffeeanbau auch eine Erwerbsquelle für sich entwickelnde Regionen. Wir müssen eine Balance zwischen unserem Genuss, den Interessen der Erzeuger bzw. Verarbeiter und der Umwelt finden. In der gegenwärtigen Form ist das sicher nicht befriedigend der Fall, aber ich habe Hoffnung, dass sich das bessert.
Fühlst Du Dich beim Kaffeekauf genügend informiert (Angaben auf der Packung, Webseite des Herstellers etc.) oder welche Informationen vom Kaffeeanbau bis zur Zubereitung vermisst Du?
Bis vor drei Wochen dachte ich eigentlich schon, jetzt weiss ich durch Hans von Kaffee-Satz!, dass ich in der Hinsicht eigentlich nichts weiss. Gut, was die Zubereitung angeht bin ich nicht ganz auf den Kopf gefallen. Das liegt aber daran, dass ich früher bei einem echten Kaffeefex eingekauft habe, der jedesmal leidenschaftlich über die Kaffeebereitung dozierte. An Informationen durch die Hersteller kann ich mich aber nicht erinnern, hätte von dort aber auch keine erwartet, geschweige denn danach gesucht.
Was war bislang Dein schönstes Kaffee-Erlebnis (Flirt am Kaffee-Automaten, Diskussionen in der Espressobar… was auch immer)?
Da fällt mir jetzt spontan gar keines ein, reiche es aber nach wenn es vor meinem geistigen Auge auftaucht
Mittwoch, 3. September 2008
Biolandwirtschaft und Kulturkampf
Gibt es eine gezielte Stimmungmache der konservativen Medien gegen die Biolandwirtschaft? Niels Boeing kommt in seinem Artikel Feindbild "Bio" zu dem Schluss, dass die mehr oder weniger sachlich begründeten Breitseiten vornehmlich aus einer Ecke kommen und sieht darin den Teil eines Kulturkampfes:
Im Kern geht es um Zentralisierung vs. Dezentralisierung von Technik und Wirtschaft. Letztere bedeutet: Machtverlust fürs etablierte (big) Business. In dem Fall schmeckt mir der Bio-Apfel doch gleich doppelt so gut – selbst wenn er wirklich nicht gesünder sein sollte.
Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
09:24
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Tags für diesen Artikel: bio, nachhaltigkeit

Samstag, 30. August 2008
Zahlen Zahlen Zahlen
Peter Glaser ist im Zahlenrausch. Von Bundesbürgern die keine Gene in Tomaten vermuten, bis zur Verteuerung der Futtermittel.
Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
09:19
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Tags für diesen Artikel: bio, gentechnik

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