Der Deutsche Verband Tiernahrung e. V. (DVT) freut sich, dass zukünftig Spuren von gentechnisch veränderten Futtermitteln bis zu einem Anteil von 0,1% erlaubt sind. Wie schon beim Dioxin-Skandal macht der Lobbyverband was ein Lobbyverband eben macht: die Realität so lange verbiegen, bis sie ins eigene Weltbild passt. In der gesamten Presseerklärung taucht nicht einmal der Grenzwert auf, sondern es ist von einer "technischen Lösung" die Rede, mit der die "Null analysentechnisch definiert" wird. Was eine Null ist mag der DVT ja wissen, aber was das mit einer technischen Lösung zu tun hat, leuchtet nicht ein. Auch die Argumentation, dass die Nulltoleranz gar nicht machbar sei, weil "systematische oder zufällige Unterschiede zwischen Laboratorien oder Analysenmethoden sowie Fehler in der Probenahme und Probenaufbereitung" zu Fehlern führen, die einzig zulasten der Futtermittelbranche gehen. Gbit es bei 0.1% keine unterschiedlichen Laboratorien und falsche Probenentnahmen mehr?
Konstruktiver Vorschlag meinerseits: Einfach kein Futtermittel mehr importieren, dann muss man sich auch nicht mit "Massengutlogistik" herumschlagen. So einfach ist das. OK, die Gewinne werden kleiner, aber das ist im Vergleich zu dem Schaden, der durch die sog. grüne Gentechnik entsteht nun wirklich lächerlich.
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Gentechnik durch die Hintertüre
Freitag, 7. Januar 2011
Von wegen Eigenkontrollen und Zusammenarbeit mit den Behörden
Der PR-Stunt des DVT (Deutscher Verband Tiernahrung) löst sich gerade in Luft auf. WIe die Hannoversche Allgemeine Zeitung heute meldet, ist mit Dioxin verseuchtes Tierfutter seit März 2010 im Umlauf. Bei einer Eigenkontrolle wurden damals deutlich über demn erlaubten Grenzwert liegende Dioxinkontaminationen festgestellt, diese aber nicht den Behörden mitgeteilt. Auch der Mastbetrieb, der am 23. Dezember 2010 die erhöhten Dioxinwerte in seinem Futter bei den zuständigen Behörden meldete, wusste seit dem 27. November 2010 davon.
Das lässt doch eigentlich nur den Schluss zu, dass Eigenkontrollen möglicherweise nützlich sind, nur eben leider nicht für die Verbraucher.
Nachtrag: Der DVT hat gestern eine Pressemeldung veröffentlicht, mit der man sich gegen eine Pauschalverurteilungen der gesamten Futtermittelbranche ausspricht. Der Text erweckt den Eindruck, dass die Kontaminationen irgendwo in einer anderen bösen Welt passieren würden. Was nicht erwähnt wird ist, dass die beiden Unternehmen, die augenscheinlich die Untersuchungsergebnisse verheimlicht haben, Mitglieder des DVT sind. Was in der Pressemeldung gefordert wird, etwa die Trennung von Riskoprozessen, liesse sich ganz einfach dadurch realisieren, dass man den eigenen Mitglieder auf die Füße tritt. Aber gerade die Verbands- bzw Brancheninternen Kontrollstrukturen haben ja versagt und wenn es jetzt so etwas wie eine Pauschalverdächtigung gibt, tragen Lobbyisten, die nur einseitig Unternehmensinteressen vertreten auch Schuld daran.
Das lässt doch eigentlich nur den Schluss zu, dass Eigenkontrollen möglicherweise nützlich sind, nur eben leider nicht für die Verbraucher.
Nachtrag: Der DVT hat gestern eine Pressemeldung veröffentlicht, mit der man sich gegen eine Pauschalverurteilungen der gesamten Futtermittelbranche ausspricht. Der Text erweckt den Eindruck, dass die Kontaminationen irgendwo in einer anderen bösen Welt passieren würden. Was nicht erwähnt wird ist, dass die beiden Unternehmen, die augenscheinlich die Untersuchungsergebnisse verheimlicht haben, Mitglieder des DVT sind. Was in der Pressemeldung gefordert wird, etwa die Trennung von Riskoprozessen, liesse sich ganz einfach dadurch realisieren, dass man den eigenen Mitglieder auf die Füße tritt. Aber gerade die Verbands- bzw Brancheninternen Kontrollstrukturen haben ja versagt und wenn es jetzt so etwas wie eine Pauschalverdächtigung gibt, tragen Lobbyisten, die nur einseitig Unternehmensinteressen vertreten auch Schuld daran.
Dienstag, 4. Januar 2011
Dioxin-Nebelkerze
Die Futtermittel-Lobby ist verständlicherweise gar nicht glücklich über die Kontamination von Futtermittel mit Dioxin zu sein. Immerhin darf sich der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) in einer Pressemeldung rühmen, dass die Dioxinbelastung durch Eigenkontrollen entdeckt und den Behörden mitgeteilt wurden. Das ist schön und zeigt Verantwortung. Wie und warum das Dioxin ins Futter kommt lässt das natürlich vollkommen offen, die Verwendung von Nebenprodukten, die bei der Herstellung von Biodiesel anfallen, werden als problemlos dargestellt. So heisst es:
Der einzige Haken an der Sache ist, dass Biodiesel "normalerweise" auch aus Altfett und Tierfett hergestellt wird und dabei fallen sehr wohl gesundheitlich bedenkliche Fettsäuren-Gemische als Nebenprodukte an, die üblicherweise in die technischen Produktion gehen. Dioxine entstehen z.B. dadurch, dass altes Fritierfett Salz enthält. Kochsalz ist chemisch gesehen Natriumchlorid (NaCl) und liefert das Chlor, mit dem sich als Nebenprodukt der Veresterung Polychlorierte Dibenzodioxine bilden können.
Als Kontaminationsquelle konnte mittlerweile eine dioxinbelastete Mischfettsäure identifiziert werden, die aus der Biodieselproduktion stammt. Bei der Verarbeitung von pflanzlichen Ölen und Fetten zur Biodieselherstellung fallen Fettsäuren an, die normalerweise unbedenklich sind.
Der einzige Haken an der Sache ist, dass Biodiesel "normalerweise" auch aus Altfett und Tierfett hergestellt wird und dabei fallen sehr wohl gesundheitlich bedenkliche Fettsäuren-Gemische als Nebenprodukte an, die üblicherweise in die technischen Produktion gehen. Dioxine entstehen z.B. dadurch, dass altes Fritierfett Salz enthält. Kochsalz ist chemisch gesehen Natriumchlorid (NaCl) und liefert das Chlor, mit dem sich als Nebenprodukt der Veresterung Polychlorierte Dibenzodioxine bilden können.
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