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(Nicht nur) Revolverheld will keine Gen-Milch
Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
15:04
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Tags für diesen Artikel: gentechnik, milch

Mittwoch, 6. Januar 2010
Dokumentation "Monsanto, mit Gift und Genen" online
Vor nicht ganz zwei Jahren. lief auf Arte erstmalig "Monsanto, mit Gift und Genen", eine sehenswerte Dokumentation über den Agrarkonzern Monsanto. Gestern wurde sie zu später Stunde wiederholt, was auch den Fernsehvermeidern die Chance gibt, sich den Film in der Mediathek anzusehen. Da Monsanto seine Geschäftspolitik nicht wesentlich geändert hat, hat das Thema nichts an Brisanz verloren.
Leider ist die Dokumentation nur sieben Tage online verfügbar, Ein Vögelchen hat mir aber gezwitschert, dass es da so Programme gibt, mit denen es möglich sein soll, diese Frist individuell zu verlängern. Nette Zeitgenossen haben sich diese Mühe scheinbar schon gemacht, wie man hier und hier sehen kann.
Leider ist die Dokumentation nur sieben Tage online verfügbar, Ein Vögelchen hat mir aber gezwitschert, dass es da so Programme gibt, mit denen es möglich sein soll, diese Frist individuell zu verlängern. Nette Zeitgenossen haben sich diese Mühe scheinbar schon gemacht, wie man hier und hier sehen kann.
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Da gehen sie hin, die Gene
Gene aus genverändertem Mais landen scheinbar nicht nur im Regenwurm. Forscher haben festgestellt, dass sich das Bt-Toxin aus GVO-Mais, über Pollen und Maisstreu, in Gewässer gelangt und dort Köcherfliegenlarven schädigt.
[Pressemeldung NABU]
[Pressemeldung NABU]
Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
11:55
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Tags für diesen Artikel: gentechnik, gvo

Mittwoch, 16. Dezember 2009
Monsanto gewinnt den Preis der wütenden Meerjungfrau
angrymermaid.org hat den "Angry Mermaid Award" an den Agrarkonzern Monsanto verliehen.
Monsanto hat den Preis für seine Strategie erhalten, RondUpReady-Soja als "klimafreundliche" Kultur zu propagieren, der CO2-Zertifikate und Subventionen für Clean Development Mechanism (Mechanismen für umweltverträgliche Entwicklung) zustehen. Ein Hohn wenn man bedenkt, dass gerade die industrialisierte Landwirtschaft, für die das gentechnisch veränderte Saatgut hergestellt wird, wesentlich zu den klimagefährdenden Emissionen beiträgt.
Link zum Video
Nachtrag: Monsanto versteht den Hintergrund des Preises zwar nicht, berichtet im Firmenblog aber immerhin, dass man ihn erhalten habe.
Der Wütende-Meerjungfrauen-Preis wurde ins Leben gerufen, um die perverse Rolle der Unternehmens-Lobbyisten aufzudecken und die Unternehmensgruppen und Gesellschaften herauszustellen, die die größte Leistung erbracht haben, um die Klimagespräche und andere Klimamaßnahmen zu sabotieren, während sie häufig profitable, falsche Lösungen propagieren.
Monsanto hat den Preis für seine Strategie erhalten, RondUpReady-Soja als "klimafreundliche" Kultur zu propagieren, der CO2-Zertifikate und Subventionen für Clean Development Mechanism (Mechanismen für umweltverträgliche Entwicklung) zustehen. Ein Hohn wenn man bedenkt, dass gerade die industrialisierte Landwirtschaft, für die das gentechnisch veränderte Saatgut hergestellt wird, wesentlich zu den klimagefährdenden Emissionen beiträgt.
Link zum Video
Nachtrag: Monsanto versteht den Hintergrund des Preises zwar nicht, berichtet im Firmenblog aber immerhin, dass man ihn erhalten habe.
Montag, 30. November 2009
Wie passt das zusammen?
Wenn es Söder ernst damit meint, zu meinem Lieblings-CSU-Politiker erklärt werden zu wollen, muss er da schleunigst was tun. Die Ausrede, dass Bayern im eigenen Bundesland ja Rücksicht auf die Meinung der Bevölkerung nimmt, darf nicht dazu dienen, dass auf Bundesebene doppeltes Spiel getrieben wird. Denn der Anbau mag ja nach wie vor nicht erlaubt sein, über die Hintertür des Futtermittelimports wollen die Bürger aber die Gentechnik ebenso wenig, wie auf dem Acker.
Wer einzig ein Interesse an gentechnisch veränderten Futtermitteln hat, sind agrarindustrielle Mastbetriebe, die um jeden Preis Rendite erzielen wollen. Mit Fleisch, das kein normal denkender Mensch kaufen würde, wenn er auch nur einmal so einen Betrieb von innen gesehen hätte.
Montag, 23. November 2009
Gestiegener Einsatz von Pestiziden durch Gentechnik
Um gleich den nächsten Schleier hinwegzufegen. Gentechnik sorgt, im Gegensatz zu den vollmundigen Versprechungen der Konzerne, eben genau nicht zur Reduktion des Einsatzes von Pestiziden. In den USA stieg der Herbizideinsatz in den letzten 13 Jahren um 172000 Tonnen, im Gegenzug wurden 29000 Tonnen Insektizide eingespart. Im Saldo ist das immer noch eine Steigerung von 143000 Tonnen. Die vollständige Studie gibt es als PDF zum Herunterladen.
Schöne neue Welt. Da frage doch einmal mehr warum sich Gen-Konzerne wie Monsanto oder BASF so gerne mit der Vokabel Nachhaltigkeit schmücken.
[via]
Schöne neue Welt. Da frage doch einmal mehr warum sich Gen-Konzerne wie Monsanto oder BASF so gerne mit der Vokabel Nachhaltigkeit schmücken.
[via]
Donnerstag, 15. Oktober 2009
eCampaigning absurd beim DBV
Mal abgesehen davon, dass Soja nur dafür notwendig ist, um billiges und minderwertiges Fleisch in überfüllten Riesenställen zu produzieren. Wer, der bei klarem Verstand ist, kann ernsthaft fordern, dass Futtermittel in den Umlauf kommen, die Bestandteile enthalten, die nicht verkehrsfähig sind?
Die Krone auf's Fass kommt mit dem Motiv der "ePostkarte", mit der Ilse Aigner auf die angeblichen Probleme aufmerksam gemacht werden soll. Süße kleine Ferkelchen auf einer Strohmatte. Das ist so weit weg von der Realität in den konventionellen Massenställen, wie es nur geht. Beim kleinen Bauern um die Ecke mag es so aussehen, der ist aber nicht auf importiertes Soja angewiesen. Das ist pures Taktieren, wenn mit dem Image der bäuerlichen Landwirtschaft, einseitig Lobbyarbeit für die Interessen der Agrarindustrie zu machen.
Nachtrag: Jetzt sorgt man sich beim DBV um die "Eiweißfuttergrundlage für heimische Viehwirtschaft". Mir kommen die Tränen, so viel Text für die einfache Formel: Wenn andere Mist bauen, dann müssen wir das auch.
Donnerstag, 30. Juli 2009
Milch als regionales Produkt
Ich will ja den Teufel nicht an die Wand malen, aber die Vorzeichen stehen nicht gerade gut bei der Allgäuland-Käsereien GmbH. Mit den Werksschliessungen, ausser dem Werk Augsburg sollen ja auch die beiden Werke Dettingen und Tübingen den Betrieb einstellen, scheint weiteres Unheil heranzuziehen. Am vergangen Montag gab es einen Umbau im Management der Allgäuland-Käsereien GmbH. Vorsitzender Geschäftsführer Dieter Krayl und Geschäftsführer Klaus Wischmann haben das Unternehmen verlassen (via). Bereits Mitte Juli hat die Käserei Goldsteig eine seit Dez. 2008 geplante Fusion mit der Allgäuland-Käsereien GmbH wieder abgeblasen. Wie es heisst, seien die finanziellen Risiken für Goldsteig zu hoch (via).
Interessant ist, dass man bei der Allgäuland-Käsereien GmbH die Produktion einer gentechnikfreien Bergbauernmilch plant um sich am Markt behaupten zu können. Das kann man je nach Sichtweise als positiven Lerneffekt betrachten oder als Offenbarungseid. Denn damit ist klar, dass die übrigen Milchprodukte nicht gentechnikfrei sind und das obwohl in der Werbung von Allgäuland regelmässig die Nähe zur Natur betont wird. Aber das Thema doppeltes Spiel mit der Gentechnik hatte ich ja schon mal.
Gerade deswegen wäre es sinnvoll, wenn dem Trend der Marktkonzentration an dieser Stelle entgegengetreten wird. Was will ich mit gentechnikfreier Bergbauernmilch, die erst hunderte Kilometer umhergekarrt wird. Auf Genfutter verzichten kann jeder Milchbauer und kurze Transportwege sind mit regionalen Molkereien zumindest dort kein Problem, wo es eine hohe Dichte an Milchbauern gibt, was für die Region Augsburg zweifellos gilt. Denn eines sollte man dabei auch bedenken. Wenn heute die Produktion einfach 100km weiter südlich konzentriert werden kann, geht es übermorgen auch noch weiter weg. Irgendwann ist der Bezug zwischen Milchbauer und Molkerei durch die Distanz völlig aufgelöst. Das ist keine gute Basis für die nächsten Milchpreisverhandlung. Denn da geht es dann nur noch um den Produktionsfaktor Milch, wo der herkommt ist einzig eine Frage des Preises.
Nach den Molkereien gehen die Milchbauern, der Dumme am Ende ist aber auch der Verbraucher, der sich zwischen austauschbaren Produkten zweifelhafter Qualität, Stichwort ESL Milch, für das entscheiden kann, das entweder billig ist, oder die Verpackung mit den tollsten Versprechungen hat. Die heimliche Einführung der ESL Milch war ja auch kein Dienst am Kunden, wie man es gerne glauben machen will, sondern eine Folge der komplexen Logistik. Mit den immer länger werdenden Transportwegen wird es zunehmend schwierig, Milch in die Regale zu bekommen, die noch 2-3 Tage haltbar ist und sich als "Frischmilch" vermarkten lässt.
Also, in Augsburg steht demnächst wohl eine Molkerei zum Verkauf, wer hat Interesse?
Interessant ist, dass man bei der Allgäuland-Käsereien GmbH die Produktion einer gentechnikfreien Bergbauernmilch plant um sich am Markt behaupten zu können. Das kann man je nach Sichtweise als positiven Lerneffekt betrachten oder als Offenbarungseid. Denn damit ist klar, dass die übrigen Milchprodukte nicht gentechnikfrei sind und das obwohl in der Werbung von Allgäuland regelmässig die Nähe zur Natur betont wird. Aber das Thema doppeltes Spiel mit der Gentechnik hatte ich ja schon mal.
Gerade deswegen wäre es sinnvoll, wenn dem Trend der Marktkonzentration an dieser Stelle entgegengetreten wird. Was will ich mit gentechnikfreier Bergbauernmilch, die erst hunderte Kilometer umhergekarrt wird. Auf Genfutter verzichten kann jeder Milchbauer und kurze Transportwege sind mit regionalen Molkereien zumindest dort kein Problem, wo es eine hohe Dichte an Milchbauern gibt, was für die Region Augsburg zweifellos gilt. Denn eines sollte man dabei auch bedenken. Wenn heute die Produktion einfach 100km weiter südlich konzentriert werden kann, geht es übermorgen auch noch weiter weg. Irgendwann ist der Bezug zwischen Milchbauer und Molkerei durch die Distanz völlig aufgelöst. Das ist keine gute Basis für die nächsten Milchpreisverhandlung. Denn da geht es dann nur noch um den Produktionsfaktor Milch, wo der herkommt ist einzig eine Frage des Preises.
Nach den Molkereien gehen die Milchbauern, der Dumme am Ende ist aber auch der Verbraucher, der sich zwischen austauschbaren Produkten zweifelhafter Qualität, Stichwort ESL Milch, für das entscheiden kann, das entweder billig ist, oder die Verpackung mit den tollsten Versprechungen hat. Die heimliche Einführung der ESL Milch war ja auch kein Dienst am Kunden, wie man es gerne glauben machen will, sondern eine Folge der komplexen Logistik. Mit den immer länger werdenden Transportwegen wird es zunehmend schwierig, Milch in die Regale zu bekommen, die noch 2-3 Tage haltbar ist und sich als "Frischmilch" vermarkten lässt.
Also, in Augsburg steht demnächst wohl eine Molkerei zum Verkauf, wer hat Interesse?
Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
08:59
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Tags für diesen Artikel: alternativen, augsburg, gentechnik, milch, produktion, regional, vermarktung

Donnerstag, 26. März 2009
Agrogentechnik - ein weltweites Experiment
Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
12:04
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Tags für diesen Artikel: gentechnik, gvo

Dienstag, 4. November 2008
Europas geheimer Plan zur Förderung der grünen Gentechnik?
Die Regierungschefs sollen die möglicherweise kritische Meinung ihrer Landwirtschaftsminister in die passende Richtung lenken. Die Bevölkerung die GVO ablehnt, wird als schlecht informiert angesehen. Die Debatte um das Für und Wieder der Gentechnik auf dem Acker, sollte nicht denen überlassen werden, die sich selbst dafür zuständig erklären, gemeint sind die Umweltverbände, sondern die Agrarlobbyisten sollten sich hörbarer Geltung verschaffen.
Ich hoffe das halbwegs richtig zusammengefasst und übersetzt zu haben. Klingt alles ein wenig so, als wenn das "Problem Gentechnik" auf ein "Problem PR" reduziert werden soll. Das käme den Konzernen mit ihren Marketingabteilungen natürlich gelegen. Mit Politik für das Volk hat das aber reichlich wenig zu tun.
[via]
Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
14:22
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Tags für diesen Artikel: gentechnik, gvo

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