Die Internet-Suchmaschine Google wird mit dem renommierten spanischen Prinz-von-Asturien-Preis in der Sparte "Kommunikation und Geisteswissenschaften" ausgezeichnet. Die Jury teilte zur Begründung mit, Google habe eine gigantische kulturelle Revolution ausgelöst. So stelle Google hunderten Millionen Menschen weltweit ungefiltert Unmengen von Informationen zur Verfügung.Erstens falsche Sparte, zweitens stellt Google die Information ja eben gerade gefiltert zur Verfügung. Das soll jetzt keine Anspielung auf die Bereitschaft zur Zensur der Suchergebnisse, wie z.B. in China, sein, um Regierungen zu gefallen. Es ist schlicht die Aufgabe einer Suchmaschine die Information so zu filtern, dass der Benutzer die für in relevanten Ergebnisse angezeigt bekommt.
Auch die SZ hat ihre eigene Meinung was die Begründung angeht:
Über Google könnten Hunderte Millionen von Menschen ohne ideologische, wirtschaftliche oder sprachliche Schranken Unmengen von Informationen beziehen.Darüber liesse sich ja vortrefflich streiten. Angefangen von der Zensurproblematik, über die Frage ob der generelle Zugriff aufs Internet nicht erst jenseits einer wirtschaftliche Schranke möglich ist, bis hin zur grundsätzlichen Diskussion ob nicht viel eher das "Internet" der eigentliche Preisträger sein müsste. In Anbetracht der Würde die von diesem Preis ausgeht will ich mich da aber nicht versteigen. Eher würde mich interessieren woher BR und SZ die wahren Beweggründe der Jury kennen, aus der offiziellen Begründung gehen sie in der dargestellten Weise jedenfalls nicht hervor.






