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So viel kann man gar nicht essen, wie man ....
Gleich noch einmal ZDF. Gestern, genauer gesagt heute Morgen, ging es auch um die Tricks der Lebensmittelindustrie: Da wird mir übel.
Donnerstag, 30. November 2006
Bestes vom Bauern - leichter gesagt als verkauft
Das war der Titel einer Podiumsdiskussion anläßlich der CMA-Marketingtage in Berlin. Es diskutierten Felix Ahlers, FRoSTA AG Vorstand (und Blogger), Helmut Brachtendorf Leiter der Kommunikation bei der CMA, Henning Pfeiffer, Junge DLG und Dirk Schlüter, Chef der Edeka Minden-Hannover. Man nutzte den Slogan der CMA "Bestes vom Bauern", um zu klären wie man es denn schaft, dass von diesem besten auch etwas beim Kunden ankommt. Vom Image her trauen die meisten Konsumenten dem Bauern ja überwiegend gutes zu (Bauern sind zuverlässig, bodenbständig, natur- und heimatverbunden usw.).
In unserer heutigen Wirtschaft gelangen aber immer weniger Lebensmittel direkt in die Haushalte, sondern in verarbeiteter Form. Das Fertigericht ist dann sozusagen die höchte Verarbeitungsform. Dass dabei die Natürlichkeit nicht auf der Strecke bleiben muss, konnte Felix Ahlers anhand des FRoSTA Reinheitsgebotes gut zeigen. In seinem Vortrag am Morgen ging er auch auf das FRoSTA Blog und die Website konsequent.de ein. Werksleiter Bernd in einem der Videos hat mir besonders imponiert. Könnte man auch untertiteln mit "Männer in Haarnetzen"
Zurück zur Podiumsdiskussion: Die Orientierung an Werten, die vom Kunden nachvollzogen werden können, ist eine wichtige Voraussetzung für wertvolle Lebensmittel. Diese Werte sind natürlich für jeden Bauern, Verarbeiter und Händler individuell aber im Idealfall passen sie gut zueinander und ergänzen sich. Deshalb passte auch die aktuelle Edeka Strategie mit dem Slogan "Wir lieben Lebensmittel" gut in die Runde. Dirk Schlüter machte deutlich, dass es nicht nur um Werbung sondern auch um die Umsetzung der Werte in der Praxis des Kundenkontaktes geht. Mitarbeiter müssen einen Lebensmittelführerschein machen, in vielen Märkten gibt es bereits speziell geschulte Ernährungsfachkräfte, die den Kunden Tipps geben können. Von Seiten der CMA wird an verschiedenen Stellen entlang der Wertschöpfungskette mit Fortbildungen für Erzeuger und Handel, Kommunikationskampagnen und Bildungsangeboten begleitet. Die Runde wurde moderiert von Thomas Kausch (Sat1).
In unserer heutigen Wirtschaft gelangen aber immer weniger Lebensmittel direkt in die Haushalte, sondern in verarbeiteter Form. Das Fertigericht ist dann sozusagen die höchte Verarbeitungsform. Dass dabei die Natürlichkeit nicht auf der Strecke bleiben muss, konnte Felix Ahlers anhand des FRoSTA Reinheitsgebotes gut zeigen. In seinem Vortrag am Morgen ging er auch auf das FRoSTA Blog und die Website konsequent.de ein. Werksleiter Bernd in einem der Videos hat mir besonders imponiert. Könnte man auch untertiteln mit "Männer in Haarnetzen"Zurück zur Podiumsdiskussion: Die Orientierung an Werten, die vom Kunden nachvollzogen werden können, ist eine wichtige Voraussetzung für wertvolle Lebensmittel. Diese Werte sind natürlich für jeden Bauern, Verarbeiter und Händler individuell aber im Idealfall passen sie gut zueinander und ergänzen sich. Deshalb passte auch die aktuelle Edeka Strategie mit dem Slogan "Wir lieben Lebensmittel" gut in die Runde. Dirk Schlüter machte deutlich, dass es nicht nur um Werbung sondern auch um die Umsetzung der Werte in der Praxis des Kundenkontaktes geht. Mitarbeiter müssen einen Lebensmittelführerschein machen, in vielen Märkten gibt es bereits speziell geschulte Ernährungsfachkräfte, die den Kunden Tipps geben können. Von Seiten der CMA wird an verschiedenen Stellen entlang der Wertschöpfungskette mit Fortbildungen für Erzeuger und Handel, Kommunikationskampagnen und Bildungsangeboten begleitet. Die Runde wurde moderiert von Thomas Kausch (Sat1).
Technorati Tags:lebensmittel, bauer, cma, frosta, edeka, berlin, landwirtschaft, dlg
Donnerstag, 16. November 2006
Sorgen um unser Bier?
Müssen wir uns Sorgen um unser Bier machen? Heute morgen wurde im Radio über Engpässe bei der Braugerstenversorgung berichtet. Durch geringere Anbauflächen und trockenheitsbedingte Mindererträge stünde aus deutscher Produktion nur etwa halb so viel Sommergerste wie im letzten Jahr zur Verfügung. Die Mälzereien werden also etwas drauflegen müssen, um ihren Bedarf zu decken und letztlich stellt sich die Frage, wie die Brauereien mit den dann höheren Rohstoffkosten zurechtkommen. Ich denke es wird auch wieder einen Schub beim Strukturwandel geben: Die kleinen Brauereien können am ehesten noch höhere Produktpreise durchsetzen. Wobei die Rohstoffkosten beim Bier nicht so den großen Einfluß haben. Bei den ganz großen Brauereien schon gar nicht. Kritisch wird es für die Mitte, die nicht an die Effizienz der Großen heranreicht, im Verhältnis geringere Werbeinvestitionen tätigt und bei den Biertrinkern kein ausgeprägtes Profil besitzt.
Technorati Tags:bier, gerste, lebensmittelindustrie
Sonntag, 22. Oktober 2006
Osteuropa & China
Am Donnerstag und Freitag fand in Berlin das 3. Osteuropaforum der ZMP statt. Es war eine sehr interessante Veranstaltung mit dem Titel "Neue Giganten am Agrarmarkt? - Russland, Ukraine, China". Osteuropa und China??? Ja, das klingt erstmal ungewöhnlich aber es gibt halt noch kein Fernostforum und da hat man China halt mit reingenommen. Wer China bisher vor allem als Sportschuh- und Spielzeugschmiede auf der Rechnung hatte wird sich anhand dieser Zahlen umorientieren müssen:
51% des weltweiten Schweineverbrauchs, 19% des Geflügelverbrauchs, 40% Marktanteil bei der Gemüse und der Eierproduktion, größter Produzent von Getreide, Äpfeln und Kartoffeln.... weiterlesen!!! "Osteuropa & China" vollständig lesen »
51% des weltweiten Schweineverbrauchs, 19% des Geflügelverbrauchs, 40% Marktanteil bei der Gemüse und der Eierproduktion, größter Produzent von Getreide, Äpfeln und Kartoffeln.... weiterlesen!!! "Osteuropa & China" vollständig lesen »
Samstag, 30. September 2006
Weihnachten steht vor der Türe
Sicher, man hat sich in der letzten Woche schon das eine oder andere Mal die Augen gerieben als im Supermarkt bereits das Weihnachtsgebäck feil geboten wurde. Was uns aber heute als Nachricht erreichte lässt einen dann entgültig zweifeln. Anfang diesen Jahres wurde einer Meldung des MDR zu folge in Zimtsternen ein überhöhter Wert an Cumarin festgestellt. Nach Gammelfleisch und Gen-Reis jetzt die nächste Hiobsbotschaft, nicht einmal mehr den Zimtsternen kann man trauen.
Das wirklich einzig positive an der Sache ist wohl, dass sich der Wortschatz wieder erweitert. Denn erstens frage ich mich ernsthaft warum man das erst jetzt erfährt, soll etwa verhindert werden, dass in dieser Saison keine Zimtsterne mehr verkauft werden oder wollte man im Januar 2006 das neue Jahr nicht gleich mit einem Lebensmittelskandal beginnen? Den Verschwörungstheoretikern wird dazu sicher noch ihr Teil einfallen.
Zweitens und intensiver frage ich mich allerdings warum dieses Relikt der Aroma- und Geschmacksstoffe immer noch Verwendung findet. Seit meinem letzten Chemieunterricht vor 20 Jahren war ich eigentlich der Meinung, dass Cumarin gar nicht mehr eingesetzt wird. Dies bezog sich dann aber wohl nur auf die Verwendung als Vanillegeschmack, als Duftstoff ist es scheinbar immer noch erlaubt.
Der abgeklärte und mündige Verbraucher mag sich jetzt fragen was an Cumarin so schlimm ist. Nun, in erster Linie steht es im Verdacht Krebs auszulösen. Alleine schon das sollte Grund genug sein den Grenzwert nicht unbedingt um den Faktor 40 zu überschreiten. Je nach persönlicher Konstitution führt Cumarin aber auch in niedrigerer Dosierung zu Kopfschmerzen und Übelkeit, kann im Extremfall sogar Leber- und Nierenschäden zur Folge haben.
Kleine Notiz am Rande, zur Stoffgruppe der Cumarine gehört auch der Gerinnungshemmer Phenprocoumon (Handelsnamen u.a. Falithrom und Marcumar). Damit hätten wir dann auch den Kreis zur Landwirtschaft geschlossen. Das natürliche Vorkommen von Cumarin in vielen Gräsern ist für den typischen Heugeruch verantwortlich. Verarbeitet man diese Gräser zu Silage kann bei unsachgemässer Lagerung ebenfalls ein Gerinnungshemmer aus der Familie der Cumarine entstehen. Die Verfütterung von derartig kontaminierter Silage kann zum Tod der Tiere führen.
Nachtrag:
Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) geht im Moment davon aus, dass die erhöhten Cumarin Werte durch die Verwendung von Cassia-Zimt bei der Produktion entstanden sind. Dieser hat gegenüber dem teureren Ceylon-Zimt einen höheren natürlichen Gehalt an Cumarin. Vom BfR existiert auch ein PDF Dokument zum Thema Cumarin.
Das wirklich einzig positive an der Sache ist wohl, dass sich der Wortschatz wieder erweitert. Denn erstens frage ich mich ernsthaft warum man das erst jetzt erfährt, soll etwa verhindert werden, dass in dieser Saison keine Zimtsterne mehr verkauft werden oder wollte man im Januar 2006 das neue Jahr nicht gleich mit einem Lebensmittelskandal beginnen? Den Verschwörungstheoretikern wird dazu sicher noch ihr Teil einfallen.
Zweitens und intensiver frage ich mich allerdings warum dieses Relikt der Aroma- und Geschmacksstoffe immer noch Verwendung findet. Seit meinem letzten Chemieunterricht vor 20 Jahren war ich eigentlich der Meinung, dass Cumarin gar nicht mehr eingesetzt wird. Dies bezog sich dann aber wohl nur auf die Verwendung als Vanillegeschmack, als Duftstoff ist es scheinbar immer noch erlaubt.
Der abgeklärte und mündige Verbraucher mag sich jetzt fragen was an Cumarin so schlimm ist. Nun, in erster Linie steht es im Verdacht Krebs auszulösen. Alleine schon das sollte Grund genug sein den Grenzwert nicht unbedingt um den Faktor 40 zu überschreiten. Je nach persönlicher Konstitution führt Cumarin aber auch in niedrigerer Dosierung zu Kopfschmerzen und Übelkeit, kann im Extremfall sogar Leber- und Nierenschäden zur Folge haben.
Kleine Notiz am Rande, zur Stoffgruppe der Cumarine gehört auch der Gerinnungshemmer Phenprocoumon (Handelsnamen u.a. Falithrom und Marcumar). Damit hätten wir dann auch den Kreis zur Landwirtschaft geschlossen. Das natürliche Vorkommen von Cumarin in vielen Gräsern ist für den typischen Heugeruch verantwortlich. Verarbeitet man diese Gräser zu Silage kann bei unsachgemässer Lagerung ebenfalls ein Gerinnungshemmer aus der Familie der Cumarine entstehen. Die Verfütterung von derartig kontaminierter Silage kann zum Tod der Tiere führen.
Nachtrag:
Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) geht im Moment davon aus, dass die erhöhten Cumarin Werte durch die Verwendung von Cassia-Zimt bei der Produktion entstanden sind. Dieser hat gegenüber dem teureren Ceylon-Zimt einen höheren natürlichen Gehalt an Cumarin. Vom BfR existiert auch ein PDF Dokument zum Thema Cumarin.
Geschrieben von Michael Wenzl
um
14:57
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Tags für diesen Artikel: lebensmittelindustrie, verbraucher
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