Bei aller Begeisterung die ich für Technik aufbringe, bin ich was den Konsum selbiger angeht eher zurückhaltend. In aller Regel wird bei mir die Kaufentscheidung durch einen notwendigen Austausch, in der Regel der Defekt eines Gerätes ausgelöst. Genau das ist mir jetzt mit meinem PC widerfahren, der seit einem Netzteildefekt nur noch zwei Stunden am Tag in Betrieb sein will und dann seinen Dienst einstellt. Ein Austausch des Mainboards hätte umfangreiche weitere Aufrüstungen (CPU, Grafikkarte etc.) zur Folge gehabt und rückte die notwendigen Investition in einen Finanzrahmen in dem auch ein Notebook zu haben wäre. En Glück, dass mein bisheriges Notebook auch schon ein paar Jahre intensivster Nutzung auf dem Buckel hat und sich langsam den Austrag verdient hat.
Meine Wahl fiel auf das Modell ASUS X53Ke. Zunächst ist es vergleichsweise günstig und bietet als eines der wenigen Notebooks in der Preisklasse unter 800 EUR DVI und VGA zum Anschluss externer Monitore. Was die Verarbeitungsqualität des Geräts ist mir bis jetzt nichts gravierend negatives aufgefallen, Mit der Tastatur kann ich ausreichend schnell tippen, die Darstellung des Display ist einwandfrei und im Akkubetrieb komme ich im Moment auf eine Laufzeit von über 2,5 Stunden.
Nun aber zur Kritik, denn was mich wirklich an die Grenze der Kinderstube gebracht hat war das vorinstallierte Windows Vista Home Premium. Es gibt wohl keine einfachere Möglichkeit einen Rechner mit 2x 1.8 Ghz und 2 GB Hauptspeicher zu einem gefühlten 486er zu machen. Selbst nachdem der "Vista"-Darstellungsschnickschnack deaktiviert war und die Fenster wieder ansatzweise wie bei XP aussahen, war kein flüssiges Arbeiten möglich. Am Notebook selbst liegt es jedenfalls nicht, unter XP und Linux ist es selbst mit 3D Grafik angenehm schnell. Nun schreien es ja die Spatzen von den Dächern, dass Microsoft mit seinem Vista den Hardwareherstellern einen großen Gefallen getan hat da Vista-willige Anwender reihenweise neue Rechner kaufen. Wenn aber nagelneue Dualcore Rechner nicht für flüssiges Arbeiten ausreichen wird es schwierig eine Begründung dafür zu finden Vista einzusetzen.
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Ein Anflug von Konsumbereitschaft
Freitag, 28. September 2007
Microsoft als Unterhaltungskünstler
Dass die Firma Microsoft immer möglichst viele Verwertungsketten unter seine Kontrolle bringen will hat sie schon mehrfach bewiesen. Jetzt hat sie es scheinbar darauf abgesehen den Bereich Comedy für sich zu beanspruchen und tritt in Konkurrenz zu Kabarettisten und sog. Comedieans. Der erste Versuchsballon war gar nichts mal so schlecht. Ob sich allerdings der Aufwand lohnt für einen Gag über Jahre hinweg ein Officepaket zu entwickeln und es zu vertreiben sei mal dahingestellt. Die Pointe ist aber genial: "Excel verrechnet sich nicht, es wird nur das Ergebnis falsch dargestellt".
Bleibt nur zu hoffen, dass die Ausrede sich nicht unter Schülern verbreitet. Dabei könnte man das ja auch noch beliebig abwandeln. Z.B. als Rechtfertigigung für eine vergeigte Matheklausur: "Ich habe nicht falsch gerechnet, nur das Ergebnis im falschen Zahlensystem hingeschrieben" oder in Deutsch: "Das sind keine Rechtschreibfehler, nur eine andere Orthografie".
Aber ernsthaft, Fehler passieren - nur frage ich mich was da jetzt armseeliger ist. Der Lapsus bei der Entwicklung oder die eigentümliche Ausrede, die doch nur zeigt, dass die Testprozeduren einen weiten Bogen um typische Softwarefehler machen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Ausrede sich nicht unter Schülern verbreitet. Dabei könnte man das ja auch noch beliebig abwandeln. Z.B. als Rechtfertigigung für eine vergeigte Matheklausur: "Ich habe nicht falsch gerechnet, nur das Ergebnis im falschen Zahlensystem hingeschrieben" oder in Deutsch: "Das sind keine Rechtschreibfehler, nur eine andere Orthografie".
Aber ernsthaft, Fehler passieren - nur frage ich mich was da jetzt armseeliger ist. Der Lapsus bei der Entwicklung oder die eigentümliche Ausrede, die doch nur zeigt, dass die Testprozeduren einen weiten Bogen um typische Softwarefehler machen.
Geschrieben von Michael Wenzl
in IT
um
08:41
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Tags für diesen Artikel: microsoft
Montag, 14. Mai 2007
Frage nach dem Sinn des Lebens, der Welt und Allem
Ob und wann Vorhersehungen aus der Science Fiction Literatur wahr werden ist so eine Sache. Das Szenario, das George Orwell in seinem Roman "1984" beschrieben hat kann man je nach persönlicher Wahrnehmung als unmittelbar bevorstehend oder in ferner Zukunft bezeichnen. Die falsche Frage, die Douglas Adams in seiner Romanserie "Per Anhalter durch die Galaxis" stellen ließ und vom Supercomputer Deep Thought mit "42" beantwortet wurde, hat jetzt die korrekte Fragestellung erfahren. Der Mäusecomputer hat gearbeitet und Microsoft sagt uns wie die richtige Frage lautet: "Wieviele M$ Patente verletzt der Linux-Kernel?"
Geschrieben von Michael Wenzl
in IT
um
11:14
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Tags für diesen Artikel: microsoft, softwarepatente
Freitag, 17. November 2006
Jetzt ist die Katze aus dem Sack
Man kam sich ja schon fast vor wie ein notorischer Nörgler wenn man an der Partnerschaft zwischen Novell und Microsoft nichts Gutes erkennen konnte. Wie golem heute schreibt hat Steve Ballmer bei einer Frage und Antwort Runde auf der PASS in Seattle davon gesprochen, dass nur Benutzer von SuSE Linux vor Ansprüchen aus Patenten Seitens Microsoft geschützt seien.
Ballmer ist ja durchaus für seine markigen Sprüche bekannt, ich persönlich sehe aber schon die ersten Novell Vertriebler bei den Kunden stehen und auf mögliche Patentansprüche hinzuweisen wenn man sich nicht für SuSE Linux entscheiden würde. Irgendwie erinnert mich die Geschichte an die Antidot-Lizenz von SCO, das hat aber bis jetzt auch nicht wirklich funktioniert.
Was mir dabei gar nicht einleuchtet ist, dass der Deal zwischen MS und Novell mehr Zahlungen durch MS vorsieht als durch Novell fällig werden (siehe Börsenmitteilung durch Novell):
Im Rahmen des Patentabkommens zahlt Microsoft an Novell 108 Mio. US$ und erhält im Gegenzug einen Anteil am Umsatz mit den Open Platform Solutions und dem Open Enterprise Server. Über die Höhe des prozentualen Anteils ist nichts veröffentlich worden nur, dass es mindestens 40 Mio US$ sein werden.
Ausserdem kauft MS für zusammen 240 Mio US$ bis 2012 jährlich 70000 SLES Gutscheine um diese an Kunden weiterzugeben. Ferner investiert Microsoft 12 Mio. US$ für Marketingaktivitäten zum Thema Virtualisierung von Linux und Windows und gibt weitere 34 Mio. US$ für eine Vertriebsoffensive dazu aus.
Kann sein, dass ich da wieder zu negativ denke, aber mir kommt es so vor als wenn Microsoft Geld in Richtung Novell pumpt.
Ballmer ist ja durchaus für seine markigen Sprüche bekannt, ich persönlich sehe aber schon die ersten Novell Vertriebler bei den Kunden stehen und auf mögliche Patentansprüche hinzuweisen wenn man sich nicht für SuSE Linux entscheiden würde. Irgendwie erinnert mich die Geschichte an die Antidot-Lizenz von SCO, das hat aber bis jetzt auch nicht wirklich funktioniert.
Was mir dabei gar nicht einleuchtet ist, dass der Deal zwischen MS und Novell mehr Zahlungen durch MS vorsieht als durch Novell fällig werden (siehe Börsenmitteilung durch Novell):
Im Rahmen des Patentabkommens zahlt Microsoft an Novell 108 Mio. US$ und erhält im Gegenzug einen Anteil am Umsatz mit den Open Platform Solutions und dem Open Enterprise Server. Über die Höhe des prozentualen Anteils ist nichts veröffentlich worden nur, dass es mindestens 40 Mio US$ sein werden.
Ausserdem kauft MS für zusammen 240 Mio US$ bis 2012 jährlich 70000 SLES Gutscheine um diese an Kunden weiterzugeben. Ferner investiert Microsoft 12 Mio. US$ für Marketingaktivitäten zum Thema Virtualisierung von Linux und Windows und gibt weitere 34 Mio. US$ für eine Vertriebsoffensive dazu aus.
Kann sein, dass ich da wieder zu negativ denke, aber mir kommt es so vor als wenn Microsoft Geld in Richtung Novell pumpt.
Freitag, 3. November 2006
Wie bitte?
Man will es nicht glauben, nach drei Tagen hat es die T-Com dann doch geschafft den gekappten DSL Anschluss wieder zu aktivieren. Natürlich musste ich mich sofort wieder in Sachen IT News wieder auf den neuesten Stand bringen, doch was entdecke ich hier und da. Schlimm genug, dass einem bei beiden Meldungen der MS CEO Steve "Monkeyboy" Ballmer entgegen grinst. Nein, man verkündet auch noch eine Partnerschaft zwischen Microsoft und Novell rund ums Thema Suse Linux an. Wäre heute der erste April könnte ich ja wenigstens noch lachen. Ein gutes Gefühl habe ich dabei jedenfalls nicht. Microsoft ist nicht unbedingt bekannt dafür, dass sie andere Philosophien neben sich existieren lassen und das große Gespür für technischen Fortschritt muss man dort auch eher herbeireden. Nur eines ist bei MS garantiert, wo sie ihre Finger drin haben ist meist der witschaftliche Erfolg für die Aktionäre nicht weit. Microsoft war übrigens die Firma die ihr nicht ganz erfolgloses Unix-Derivat (Xenix) an SCO ausgelagert hat und lieber ein neues topmodernes Serverbetriebssestem namens OS/2 entwickelte. Als dieses sich dann langsam bewährte überliess man IBM die Entwicklung und erklärte Windows NT zum neuen hypermodernen Kultobjekt. Und dann war da ja noch die Geschichte mit dem verschlafenen Internetboom als 1995 plötzlich ein MS Internet Explorer die Welt erblickte. Zuvor war man bei MS wohl der Meinung das WWW sei ein reine Spinnerei an den Unis und nur proprietäre Online-Dienste wie Quantum Link (AOL) oder BTX hätten eine Zukunft.
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