Vor nicht ganz zwei Jahren. lief auf Arte erstmalig "Monsanto, mit Gift und Genen", eine sehenswerte Dokumentation über den Agrarkonzern Monsanto. Gestern wurde sie zu später Stunde wiederholt, was auch den Fernsehvermeidern die Chance gibt, sich den Film in der Mediathek anzusehen. Da Monsanto seine Geschäftspolitik nicht wesentlich geändert hat, hat das Thema nichts an Brisanz verloren.
Leider ist die Dokumentation nur sieben Tage online verfügbar, Ein Vögelchen hat mir aber gezwitschert, dass es da so Programme gibt, mit denen es möglich sein soll, diese Frist individuell zu verlängern. Nette Zeitgenossen haben sich diese Mühe scheinbar schon gemacht, wie man hier und hier sehen kann.
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Mittwoch, 6. Januar 2010
Dokumentation "Monsanto, mit Gift und Genen" online
Mittwoch, 16. Dezember 2009
Monsanto gewinnt den Preis der wütenden Meerjungfrau
angrymermaid.org hat den "Angry Mermaid Award" an den Agrarkonzern Monsanto verliehen.
Monsanto hat den Preis für seine Strategie erhalten, RondUpReady-Soja als "klimafreundliche" Kultur zu propagieren, der CO2-Zertifikate und Subventionen für Clean Development Mechanism (Mechanismen für umweltverträgliche Entwicklung) zustehen. Ein Hohn wenn man bedenkt, dass gerade die industrialisierte Landwirtschaft, für die das gentechnisch veränderte Saatgut hergestellt wird, wesentlich zu den klimagefährdenden Emissionen beiträgt.
Link zum Video
Nachtrag: Monsanto versteht den Hintergrund des Preises zwar nicht, berichtet im Firmenblog aber immerhin, dass man ihn erhalten habe.
Der Wütende-Meerjungfrauen-Preis wurde ins Leben gerufen, um die perverse Rolle der Unternehmens-Lobbyisten aufzudecken und die Unternehmensgruppen und Gesellschaften herauszustellen, die die größte Leistung erbracht haben, um die Klimagespräche und andere Klimamaßnahmen zu sabotieren, während sie häufig profitable, falsche Lösungen propagieren.
Monsanto hat den Preis für seine Strategie erhalten, RondUpReady-Soja als "klimafreundliche" Kultur zu propagieren, der CO2-Zertifikate und Subventionen für Clean Development Mechanism (Mechanismen für umweltverträgliche Entwicklung) zustehen. Ein Hohn wenn man bedenkt, dass gerade die industrialisierte Landwirtschaft, für die das gentechnisch veränderte Saatgut hergestellt wird, wesentlich zu den klimagefährdenden Emissionen beiträgt.
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Nachtrag: Monsanto versteht den Hintergrund des Preises zwar nicht, berichtet im Firmenblog aber immerhin, dass man ihn erhalten habe.
Montag, 23. November 2009
Gestiegener Einsatz von Pestiziden durch Gentechnik
Um gleich den nächsten Schleier hinwegzufegen. Gentechnik sorgt, im Gegensatz zu den vollmundigen Versprechungen der Konzerne, eben genau nicht zur Reduktion des Einsatzes von Pestiziden. In den USA stieg der Herbizideinsatz in den letzten 13 Jahren um 172000 Tonnen, im Gegenzug wurden 29000 Tonnen Insektizide eingespart. Im Saldo ist das immer noch eine Steigerung von 143000 Tonnen. Die vollständige Studie gibt es als PDF zum Herunterladen.
Schöne neue Welt. Da frage doch einmal mehr warum sich Gen-Konzerne wie Monsanto oder BASF so gerne mit der Vokabel Nachhaltigkeit schmücken.
[via]
Schöne neue Welt. Da frage doch einmal mehr warum sich Gen-Konzerne wie Monsanto oder BASF so gerne mit der Vokabel Nachhaltigkeit schmücken.
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Mittwoch, 27. August 2008
Was Monsanto unter Nachhaltigkeit versteht
Wie wichtig Nachhaltigkeit für Monsanto ist, zeigt sich z.B. darin, dass der für dieses Thema verantwortliche Mitarbeiter Michael Doane auf der Ebene eines Teamleiters angesiedelt ist. Nun könnte man auf so einer niedrigenen Hierarchiestufe einen Hauch Pioniergeist vermuten, Revolutionen wurde ja auch schon häufiger von unten angestossen. Hört man sich Michael Doanes Rede auf der Farm Progress Show (MP3) so an, verfliegt die Hoffnung aber schnell. Für ihn bedeutet Nachhaltigkeit vor allem Profit und der erwächst aus dem Ertrag. Diesen gilt es bis 2030 zu verdoppeln. So lautet auch das Versprechen, das er den amerikanischen Bauern gibt, dies mit noch besserem Saatgut und Pflanzenschutz durch Biotechnoligie zu bewerkstelligen. Natürlich schick verpackt hinter Begriffen wie Nahrungsmittelknappheit, Wassermangel, Erderwärmung und Entwicklungsländer. Man möchte Heulen, aber bestimmt nicht vor Rührung.
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Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
17:51
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