freiheit statt angst / freedom not fear - demo 12.09.2009 from Gerd Eist on Vimeo.
Was da nun genau der Auslöser für die Prügelattacke war, lässt sich dem Video nicht zweifelsfrei entnehmen. Fefe schreibt, dass der Radfahrer, der dort unsanft angegangen wurde, Anzeige gegen einen anderen Polizisten erstatten wollte. Handgreiflichkeiten in Richtung eines Polizisten sind nicht zu erkennen, was ich mir vorstellen kann (Vermutung!) ist, dass besagter Radfahrer seinem Unmut verbal Luft gemacht hat. Reicht das schon um von der Polizei verprügelt zu werden? Jeder Streifenpolizist weiss, dass er in einer solchen Situtation die Sache am besten dadruch entschärft, indem er selbst ruhig bleibt und ggf. den Gehörgang auf Durchzug setzt. Möglicherweise war die Situation ja auch insgesamt sehr angespannt, weil Menschen die für mehr Freiheit demonstrieren ja automatisch auch potentielle Gewalttäter sind. Wer weiss schon was in den Köpfen vorgeht und mit welchen Feindbildern sie ausgestattet wurden.
Vollkommen unklar und bar jeder sinnvollen Polizeitaktik ist es, wenn ein unbeteiligter Passant in das Gemenge verwickelt und dabei auch noch verletzt wird. Das ist der Stoff aus dem dann die Fernsehbilder mit brennenden Polizeifahrzeugen sind. Denn das muss man hier klar feststellen, das hätte durchaus weiter eskalieren können, wenn es hier nicht passiert ist, war das kein Verdienst der Polizei, sondern ist den besonnen Demonstranten geschuldet.
Für den Vorfall werden Zeugen gesucht werden, war Hinweise hat möge bitte mit dem CCC Kontakt aufnehmen. [via]
Nachtrag: Mittlerweile gibt es eine Presseerklärung der Berliner Polizei, in der der Vorfall eingeräumt wird und Ermittlungen wg. Körperverletzung im Amt angekündigt werden. Vergleicht man diese Stellungnahme mit der Schilderung eines Beteiligten (der Server ist z.Z. überlastet -> der Sachverhalt ist auch im lawblog dokumentiert), erkennt man sofort zwei Dinge: a) die Berliner Polizei hat den gewiefteren Pressesprecher und b) es gelten einmal mehr die vier Sichten "deine Seiten, ihre Seite, die Wahrheit und das was wirklich passiert ist". Auf reiner Textebene riecht das geradezu danach, unter den Tisch gekehrt oder gar komplett umgedreht zu werden.










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