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Jahresendzeit
20° im Schatten, die Kundschaft läuft z.T. in kurzen Hosen und T-Shirts den Supermarkt. Was steht in den Gängen und wartet auf den Verkauf? Richtig, palettenweise Weihnachtsgebäck. Vielen Dank, so deutlich wollte ich nicht daran erninnert werden, dass es bald wieder kalt wird.
Geschrieben von Michael Wenzl
um
07:59
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Tags für diesen Artikel: verbraucher

Freitag, 4. Juli 2008
Guten Appetit beim Ekelmenü
Beim Fleischverzehr möchte es einem machmal den Magen umdrehen. Hinuntergespült mit gepanschtem Wein mag man es vielleicht noch ertragen. Zum Abgang des Menüs darf man sich mit vergammeltem Käse dann den Magen verschliessen.
Neben drei Molkereien in Italien, steht auch ein Unternehmen im Unterallgäu im Verdacht in die Machenschaften verwickelten zu sein. Die Produktionsstätte der International Cheese GmbH in Woringen wurde deswegen heute von der Polizei und Lebensmittelkontrolleuren durchsucht. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist, wird erst Mitte nächster Woche klar sein. So lange werden die Laboruntersuchungen dauern. Bis dahin bleibt das Werk geschlossen. Immerhin, da werden endlich die Prioritäten im Sinne der Verbraucher gesetzt. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass möglicherweise ein Lebensmittelskandal nicht dadurch Kontrollen der Behörden aufgedeckt wurde, sondern durch Zeitungsberichte.
Insgesamt sollen in den letzten beiden Jahren rund 11.000 Tonnen Käse in den Handel gekommen sein, der eigentlich nur mehr der Entsorgung hätte zugeführt werden dürfen. Wenn man sich die Schilderungen von mit Schimmel, Mäusekot und Verpackungsresten durchsetzten Milchprodukten durchliest, die wieder für den Verkauf "aufgehübscht" wurden, kommt man sich vor wie in einem Albtraum der Lebensmitteltechnologie. Einmal kräftig umrühren bitte und von den ekeleregenden Bestandteilen ist nichts mehr zu sehen.
In den Meldungen, die heute über den Vorfall berichtet haben (z.B. hier), wurden auch namhafte Marken genannt, die in den Skandal verwickelt sein sollen. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könnte das auch für ein deutsches Lebensmittellabor unangenehm werden. Einer der genannten Käsehersteller wirbt auf seiner Homepage damit, dass die Qualität regelmässig von dem renomierten Labor untersucht wird.
Nachtrag:
Ab 7.7.08 darf der Betrieb der International Cheese GmbH in Woringen wieder produzieren. Untersuchungsergebnisse liegen aber erst in einigen Tagen vor. [via]
Bei den Proben kam es zu keinen mikrobiologischen Beanstandungen, lediglich drei Proben zeigten Auffälligkeiten in Geruch und Geschmack. Die Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen dauert an. [via]
Neben drei Molkereien in Italien, steht auch ein Unternehmen im Unterallgäu im Verdacht in die Machenschaften verwickelten zu sein. Die Produktionsstätte der International Cheese GmbH in Woringen wurde deswegen heute von der Polizei und Lebensmittelkontrolleuren durchsucht. Ob an den Vorwürfen etwas dran ist, wird erst Mitte nächster Woche klar sein. So lange werden die Laboruntersuchungen dauern. Bis dahin bleibt das Werk geschlossen. Immerhin, da werden endlich die Prioritäten im Sinne der Verbraucher gesetzt. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass möglicherweise ein Lebensmittelskandal nicht dadurch Kontrollen der Behörden aufgedeckt wurde, sondern durch Zeitungsberichte.
Insgesamt sollen in den letzten beiden Jahren rund 11.000 Tonnen Käse in den Handel gekommen sein, der eigentlich nur mehr der Entsorgung hätte zugeführt werden dürfen. Wenn man sich die Schilderungen von mit Schimmel, Mäusekot und Verpackungsresten durchsetzten Milchprodukten durchliest, die wieder für den Verkauf "aufgehübscht" wurden, kommt man sich vor wie in einem Albtraum der Lebensmitteltechnologie. Einmal kräftig umrühren bitte und von den ekeleregenden Bestandteilen ist nichts mehr zu sehen.
In den Meldungen, die heute über den Vorfall berichtet haben (z.B. hier), wurden auch namhafte Marken genannt, die in den Skandal verwickelt sein sollen. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könnte das auch für ein deutsches Lebensmittellabor unangenehm werden. Einer der genannten Käsehersteller wirbt auf seiner Homepage damit, dass die Qualität regelmässig von dem renomierten Labor untersucht wird.
Nachtrag:
Ab 7.7.08 darf der Betrieb der International Cheese GmbH in Woringen wieder produzieren. Untersuchungsergebnisse liegen aber erst in einigen Tagen vor. [via]
Bei den Proben kam es zu keinen mikrobiologischen Beanstandungen, lediglich drei Proben zeigten Auffälligkeiten in Geruch und Geschmack. Die Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen dauert an. [via]
Donnerstag, 12. Juni 2008
Böse Buben, böse, böse
PR Rat rügt Pharmafirmen für Schleichwerbung in der Krankenhausserie "In aller Freundschaft".
Mittwoch, 7. Mai 2008
Spät Nachts
Eigentlich wollte ich mir ja bei Sandra Maischberger ansehen was Sascha Lobo zur aktuellen Rentendiskussion beizutragen hatte. Als die Runde dort aber so perfekt am Problem vorbeigeredet hat, habe ich es wieder gelassen. Da kann ich auch gleich Kerner kucken. Und siehe da, es war streckenweise richtig unterhaltsam. Dazu muss ich allerdings sagen dass ich den Anfangsteil, über die Vorgänge in Amstetten nicht gesehen habe, sondern erst hinzukam als dort Klaus Gehrig, Aufsichtsratsvorsitzender bei Lidl und die Journalisten Günter Wallraff und Markus Grill befragt wurden. D.h. befragt wurde nur Herr Gehring und das auch nicht vom Moderator der Sendung, sondern von den beiden Journalisten.
Endlich mal Stimmung bei Kerner, den hätte man allerdings auch nach Hause schicken können, die Arbeit haben ja Wallraff und Grill gemacht. Der Lidl Aufseher kam jedenfalls reichlich ins Strudeln als die Themen Mitarbeiterüberwachung und Arbeitsbedinungen behandelt wurden. Sein Versuch die Probleme als branchentypisch abzutun und die Verantwortung dafür abzuweisen gingen jedenfalls reichlich schief. Es würde mich nicht wundern, wenn das sein letzter öffentlicher Auftritt für die nächste Zeit gewesen war. Wenn der Ruf von Lidl nicht schon ramponiert wäre, Gehring hätte es in kaum 15 Minuten geschafft. Aber der Ruf kann Lidl ja egal sein, denn das hat Gehring wiederholt betont, die Umsätze und der Gewinn steigen trotz der immer wieder kritisierten Missstände.
Das Kerner-typische Kuschelthema zum Schluss habe ich mir dann wieder gespart. Welcher Teufel da geritten wurde am Ende noch über Romy Schneider zu plaudern ist mir rätselhaft.
Endlich mal Stimmung bei Kerner, den hätte man allerdings auch nach Hause schicken können, die Arbeit haben ja Wallraff und Grill gemacht. Der Lidl Aufseher kam jedenfalls reichlich ins Strudeln als die Themen Mitarbeiterüberwachung und Arbeitsbedinungen behandelt wurden. Sein Versuch die Probleme als branchentypisch abzutun und die Verantwortung dafür abzuweisen gingen jedenfalls reichlich schief. Es würde mich nicht wundern, wenn das sein letzter öffentlicher Auftritt für die nächste Zeit gewesen war. Wenn der Ruf von Lidl nicht schon ramponiert wäre, Gehring hätte es in kaum 15 Minuten geschafft. Aber der Ruf kann Lidl ja egal sein, denn das hat Gehring wiederholt betont, die Umsätze und der Gewinn steigen trotz der immer wieder kritisierten Missstände.
Das Kerner-typische Kuschelthema zum Schluss habe ich mir dann wieder gespart. Welcher Teufel da geritten wurde am Ende noch über Romy Schneider zu plaudern ist mir rätselhaft.
Sonntag, 4. Mai 2008
Leckere Sonntagsbrötchen?
Ein Grund mehr die Brötchen lieber beim Bäcker zu holen, vorausgesetzt dort werden nicht labblige Backlinge aufgewärmt: Günter Wallraff und seine Erlebnisse in einer Industriebäckerei. Interessant sind in dem Zusammenhang die, sagen wir mal ähnlich lautenden, Erklärungen vom Discounter und der Großbäckerei (1, 2) zu dem Artikel.
Mittwoch, 16. April 2008
Wieder Profit wichtiger als Verbraucherschutz?
In Unterfranken wird gegen einen Betrieb ermittelt, der Schlachtabfälle als Lebensmittel verkauft haben soll. Laut der Pressemitteilung aus dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, wird gegen das Unternehmen wegen der missbräuchlichen Nutzung von Handelspapieren ermittelt. Ein wirklich schöner Euphemismus dafür, dass auf Kosten der Verbraucher der Profit maximiert wurde. Wegen des dringenden Tatverdachts wurde dem Betrieb die Zulassung für den Handel Handel mit K1 und K3 Material entzogen.
Ich frage mich nur wie das LGL sicher sein kann, dass durch die kriminellen Aktivitäten des Unternehmens keine Gesundheitsgefährdung für Verbraucherinnen und Verbraucher bestanden hat.
Nachtrag: Der BR berichtet, dass es sich bei dem beschuldigten Unternehmen um die "Ein- und Verkaufsgenossenschaft der Metzgermeister e.G" (EVGEDEM) handelt. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Geschäftsführer seien über den Vorfall entsetzt und betonen, dass ein Mitarbeiter die Rinderhäute aus Unkenntnis falsch ettiketiert habe.
Wie kann man aus Unkenntnis Rinderhäute, die als K3 eingestuft sind zu Lebensmittel umdeklarieren und dann auch noch als solches in den Handel bringen? Wenn da wirklich kein Vorsatz dahinter war, dann ist Unkenntnis eine reichlich freundliche Umschreibung.
Ich frage mich nur wie das LGL sicher sein kann, dass durch die kriminellen Aktivitäten des Unternehmens keine Gesundheitsgefährdung für Verbraucherinnen und Verbraucher bestanden hat.
Nachtrag: Der BR berichtet, dass es sich bei dem beschuldigten Unternehmen um die "Ein- und Verkaufsgenossenschaft der Metzgermeister e.G" (EVGEDEM) handelt. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Geschäftsführer seien über den Vorfall entsetzt und betonen, dass ein Mitarbeiter die Rinderhäute aus Unkenntnis falsch ettiketiert habe.
Wie kann man aus Unkenntnis Rinderhäute, die als K3 eingestuft sind zu Lebensmittel umdeklarieren und dann auch noch als solches in den Handel bringen? Wenn da wirklich kein Vorsatz dahinter war, dann ist Unkenntnis eine reichlich freundliche Umschreibung.
Freitag, 4. April 2008
Italienische Wochen
Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten sollten, würde das bedeuten, dass über 1% der gesamten italienischen Weinproduktion gepanscht wurden. Ich will gar nicht darüber nachdenken was da alles drin sein könnte und welche gesundheitlichen Folgen die Inkredenzien haben könnten. Die Gewissenlosigkeit mit der man, nur auf den kurzfristigen Profit bedacht, an Lebensmitteln herumpfuscht, ist mir ein vollkommenes Rätsel.
Dienstag, 1. April 2008
Irreführende Werbung

Geschrieben von Michael Wenzl
um
14:48
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Tags für diesen Artikel: verbraucher, werbung

Samstag, 29. März 2008
Wal-Mart sagt Nein zu Wachstumshormonen
An den März 2008 werden sich die Verantwortlichen des Agrarkonzerns Monsanto nicht gerne zurückerinnern wollen. Erst die erneute Niederlage gegen Percy Schmeiser und dann kündigt Wal-Mart an keine Milch mehr zu verkaufen, die von Kühen stammt denen zur Steigerung der Milchleistung Hormone verabreicht wurde. Ähnlich wie beim gentechnisch verändertem Saatgut, liegt Monsanto der Vertrieb von solchen Wachstumshormonen (Handelsname Posilac) "sehr am Herzen". So sehr, dass man auch nicht davor zurückschreckte auf kritische Berichterstattung Einfluss zu nehmen.
Auch wenn uns das Verbot in Europa nicht betrifft, Posilac ist in der EU nicht zugelassen und zumindest offiziell nicht erhältlich, Wal-Mart ausserdem in Deutschland nicht mehr am Markt ist, gereicht es doch als gutes Beispiel. Wenn es in den USA möglich ist, dass Verbraucherinteressen über die Interessen von Konzernen gestellt werden, sollte es bei uns doch auch möglich sein. Wir dürfen nicht vergessen, die wollen alle unser Geld und mit unserem Konsumenverhalten beeinflussen wir die Entscheidungen der Einzelhändler. Das dauert manachmal ein bisschen, aber wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass Rewe mal eine teure Werbekampagne startet "nur" um eine Bio-Marke bekannt zu machen.
Auch wenn uns das Verbot in Europa nicht betrifft, Posilac ist in der EU nicht zugelassen und zumindest offiziell nicht erhältlich, Wal-Mart ausserdem in Deutschland nicht mehr am Markt ist, gereicht es doch als gutes Beispiel. Wenn es in den USA möglich ist, dass Verbraucherinteressen über die Interessen von Konzernen gestellt werden, sollte es bei uns doch auch möglich sein. Wir dürfen nicht vergessen, die wollen alle unser Geld und mit unserem Konsumenverhalten beeinflussen wir die Entscheidungen der Einzelhändler. Das dauert manachmal ein bisschen, aber wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass Rewe mal eine teure Werbekampagne startet "nur" um eine Bio-Marke bekannt zu machen.
Freitag, 21. März 2008
Realitätsverlust
Eigentlich ist es ja eine Binsenweisheit, dass die Verbraucher mit Werbung ein wenig an der Nase herumgeführt werden. Man kann vielleicht noch darüber diskutieren, ob sie das auch wollen, an der Tatsache selbst wird niemand ernsthaft rütteln. Besonders deutlich wird das beim Verpackungsdesign. Glaubt jemand ernsthaft, dass das Foto auf der Suppentüte etwas mit dem zu tun hat was man später selbst aus dem Pulver zusammenbraut? Wir haben uns daran gewöhnt, dass uns besonders bei Fertiggerichten eine Traumwelt vorgesetzt wird. Um ein wenig aus dem Traum herausgerissen zu werden, empfehle ich einen Blick auf das Kunstprojekt "Werbung gegen Realität" zu werfen. Bei 100 Fertigprodukten wird das Verpackungsbild mit dem tatsächlichen Inhalt verglichen. Das sieht nicht immer appetitlich aus und zeigt warum die Arbeit der sog. Foodfotografen für den Verkaufserfolg entscheidend ist.
Von der Nahrungsmittelindustrie zu fordern, dass die Verpackungsbilder etwas mehr der Realität entsprechen sollten ist wahrscheinlich infam. Die Firmen würden in der Folge nichts mehr verkaufen und pleite gehen. Dass man aber durchaus auch mit der tatsächlichen Ware, vorausgesetzt sie ist von entsprechender Qualität, auf Käuferfang gehen kann, zeigt jeder Wochenmarkt. Selbst in industriellen Größenordnungen ist das möglich, man sehe sich nur einmal die Verpackung der "Gourmet Mahlzeiten" von Frosta an.
Von der Nahrungsmittelindustrie zu fordern, dass die Verpackungsbilder etwas mehr der Realität entsprechen sollten ist wahrscheinlich infam. Die Firmen würden in der Folge nichts mehr verkaufen und pleite gehen. Dass man aber durchaus auch mit der tatsächlichen Ware, vorausgesetzt sie ist von entsprechender Qualität, auf Käuferfang gehen kann, zeigt jeder Wochenmarkt. Selbst in industriellen Größenordnungen ist das möglich, man sehe sich nur einmal die Verpackung der "Gourmet Mahlzeiten" von Frosta an.
Geschrieben von Michael Wenzl
in Agrar
um
17:25
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Tags für diesen Artikel: verbraucher, werbung

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