Im
Dudelfunk ist es mittlerweile üblich die gespielten Musikstücke zu kürzen und/oder mit Einblendungen zu unterbrechen. Das kann man je nach Veranlagung überhören oder als Verstümmelung betrachten. Mir persönlich fällt es nicht auf, das liegt aber auch daran, dass ich Musikradio eh nur im Auto (weg) höre um die Verkehrsmeldungen mitzubekommen.
Zumindest an der Grenze zur Zensur ist ein Fall, der
im Bildblog beschrieben wird. Antenne Bayern soll den Ärztetitel "
Lasse Redn" just um den Teil gekürzt haben, in dem das Springerblatt Bild, sagen wir mal, nicht unbedingt in den Zusammenhang mit der intellektuellen Elite gebracht wird. Das kann Zufall sein, das kann aber auch daran liegen, dass die Axel Springer AG an Antenne Bayern beteiligt ist.
Ob es tatsächlich stimmt würde mich brennend interessieren, aber deswegen Antenne Bayern hören?
Nachtrag: Die Neugierde hat mir keine Ruhe gelassen. Als Hintergrundmusik zur samstäglichen Hausarbeit habe ich mich mit Antenne Bayern beschallen lassen. Um 11:35 Uhr kam dann schliesslich "
Lasse Redn", beschnitten um die Strophe
Lass die Leute reden und lächle einfach mild
Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht
Aus Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht
Wenn man genau zuhört, fällt auch auf, dass der Rhythmus des Liedes an der Schnittstelle aus dem Ruder ist. Aus dem was ich da an Musik- und Wortbeiträgen gehört habe, schliesse ich aber, dass zu der Zielgruppe des Senders nicht sonderlich viele "Hinhörer" zählen. Jedenfalls bin ich froh wieder den Sender wechseln zu können. In der Frage ob es nun Zensur oder einfach künstlerischer Unverstand ist, tendiere ich zu ersterem. Wie schon
im Bildbog erwähnt wird, gibt es keinen Grund das Lied in seiner Länge zu stutzen.
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