Meine Solidarität gehört eigentlich von jeher den Arbeitnehmern, erst recht wenn sie sich kämpferisch für ihren Arbeitsplatz einsetzen. Bei dem Protest der ZMP Mitarbeiter vor dem Landwirtschaftsministerium fällt es mir schwer Sympathien zu entwickeln. Das hat nichts mehr mit der Angst um sein Auskommen zu tun, vielmehr könnte man das Gefühl bekommen der Kampf würde instrumentalisiert, um von einer fehlgeschlagenen Lobbypolitik abzulenken.
Das Landwirtschaftsministerium gehört fraglos zu den Protagonisten des Absatzfonds und die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, dass die Zwangsabgabe verfassungswidrig ist, müssen sich viele Mitglieder des Agrarausschuss als persönliche Ohrfeige gefallen lassen. Was die Mitarbeiter des ZMP aber übersehen ist, dass die Existenz der Absatzfonds und erst recht die unzureichende Anpassung der Gesetzeslage, auf massive Lobbyarbeit der Agrarindustrie zurückgeht. Allen voran der Bauernverband, der in der öffentlichen Diskussion und der politischen Ausschussarbeit nicht müde wurde den Status Quo des Absatzfonds zu zementieren.
Wenn also in der Mitteilung des ZMP zu lesen ist, dass der Bundesregierung seit 2002 bekannt sei, dass der Absatzfonds verfassungswidrig sein könnte und somit genug Zeit gewesen sei, alternative Finanzierungskonzepte zu entwickeln, dann ist das grundsätzlich zwar richtig. Richtiger, die sprachlich unzulässige Steigerung sei hier erlaubt, wäre es sich mal die Protokolle der Agrarausschusssitzungen durchzulesen und bei denen anzuklopfen, die sich so vehement für den verfassungswidrigen Absatzfonds eingesetzt haben.
Die privatwirtschaftliche Aufstellung der ZMP wurde von jeher kritisch beäugt, ebenso wie die der CMA. Es ist logisch nur schwer zu verstehen, warum öffentliche Aufgaben, auch wenn sie nur für eine vergleichweise kleine Bevölkerungsgruppe gedacht sind, von einer Firma übernommen werden. Das Gegenargument war dann in der Regel, dass man nur so flexibel und schnell am Markt reagieren könne. Genau die Flexibilität und Schnelligkeit wäre jetzt gefragt, um sich der neuen Situation anzupassen. Jammern hilft da nichts, zunächst ist die eigene Verantwortung gefragt. Dann kann man Verantwortung von anderen einfordern, dazu gehört auch das Landwirtschaftsministerium. Vor allem aber die Verbände und Gruppierungen, die mit ihrer Lobbyarbeit die Situation herbeigeführt haben. Von denen gibt es aber in letzter Zeit, ausser den Beteuerung wie wichtig Agrarmarketing und unabhängige Preisbeobachtung eigentlich sei, nur noch sehr wenig zu dem Thema zu hören. Vielleicht aus Scham ob er eigenen Fehleinschätzung, vielleicht auch nicht.
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ZMP klopft an die falsche Türe
Montag, 21. Mai 2007
Appell für zentrale Absatzförderung
In einer Presseerklärung des DBV betonen der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Jürgen Abraham, und der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Manfred Nüssel, dass "eine strategische Neuorientierung und Wertentwicklung der Absatzförderung" nowendig ist. Gleichwohl sehen sie keine Alternative zu einer zentralen Absatzförderung wie sie das Absatzfondsgesetz vorsieht und von CMA und ZMP durchgeführt wird.
Hintergrund der Erklärung ist die am 11. Mai 2007 vom Bundestag beschlossene Novellierung des Absatzfondsgesetzes und des Holzabsatzfondsgesetzes. Ob die dabei beschlossenen Änderungen ausreichen, dass der Widerstand gegen die Beitragszahlungen zurückgeht wird die Zukunft zeigen. Zweifel sind jedenfalls berechtigt, das sehen wohl auch die Vertreter von DBV, BVE, DRV so und appellieren in der Presseerklärung "auf neue Klagen und Widersprüche gegen die Beiträge zum Absatzfonds zu verzichten".
Einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung macht CMA-Aufsichtsratsvorsitzender Werner Hilse, wenn er ankündigt "Wir werden in den nächsten Wochen genau hinhören, welche Anforderungen die Unternehmen der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft haben, und dann gemeinsam mit ihnen ein zeitgemäßes Leistungsspektrum gestalten". Leider sagt er nicht welches Medium er dafür verwenden will. Mein Vorschlag wäre hierfür ein Diskussionsforum einzurichten, dabei darf es ruhig etwas weniger redaktionelle Kontrolle als im ZMP-Diskussionsforum sein. Vielleicht kann uns Hr. Hilse ja noch mitteilen welche Form des "Zuhörens" er sich vorgestellt hat.
Wichtig ist dann aber auch, dass die Beitragszahler der Einladung folgen und die Chance zur Mitgestaltung aktiv nutzen. Auch wenn die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Absatzfondsgesetz noch aussteht, CMA und ZMP gibt es und wird es, wenigestens in abgewandelter Form, auch weiterhin geben. Da ist es doch sinnvoller die mitunter auch berechtigte Kritik am System dafür zu nutzen, dass die Arbeit der CMA und der ZMP in eine Richtung geht die einen größeren Konsens findet.
Hintergrund der Erklärung ist die am 11. Mai 2007 vom Bundestag beschlossene Novellierung des Absatzfondsgesetzes und des Holzabsatzfondsgesetzes. Ob die dabei beschlossenen Änderungen ausreichen, dass der Widerstand gegen die Beitragszahlungen zurückgeht wird die Zukunft zeigen. Zweifel sind jedenfalls berechtigt, das sehen wohl auch die Vertreter von DBV, BVE, DRV so und appellieren in der Presseerklärung "auf neue Klagen und Widersprüche gegen die Beiträge zum Absatzfonds zu verzichten".
Einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung macht CMA-Aufsichtsratsvorsitzender Werner Hilse, wenn er ankündigt "Wir werden in den nächsten Wochen genau hinhören, welche Anforderungen die Unternehmen der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft haben, und dann gemeinsam mit ihnen ein zeitgemäßes Leistungsspektrum gestalten". Leider sagt er nicht welches Medium er dafür verwenden will. Mein Vorschlag wäre hierfür ein Diskussionsforum einzurichten, dabei darf es ruhig etwas weniger redaktionelle Kontrolle als im ZMP-Diskussionsforum sein. Vielleicht kann uns Hr. Hilse ja noch mitteilen welche Form des "Zuhörens" er sich vorgestellt hat.
Wichtig ist dann aber auch, dass die Beitragszahler der Einladung folgen und die Chance zur Mitgestaltung aktiv nutzen. Auch wenn die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Absatzfondsgesetz noch aussteht, CMA und ZMP gibt es und wird es, wenigestens in abgewandelter Form, auch weiterhin geben. Da ist es doch sinnvoller die mitunter auch berechtigte Kritik am System dafür zu nutzen, dass die Arbeit der CMA und der ZMP in eine Richtung geht die einen größeren Konsens findet.
Freitag, 27. April 2007
ZMP Marktdaten und News per RSS
Bei der ZMP kann man eine ganze Reihe von RSS/Atom Feeds beziehen. Schön sortiert nach Märkten und Branchen sollte so nur im Reader landen, was einen auch interessiert. Alle neuen Meldungen zum jeweiligen Themenbereich werden automatisch von einem RSS Reader oder auch Aggregator genannten Programm abgeholt und so auf dem eigenen Rechner präsentiert, wie man es z.B. von Emailprogrammen kennt: Ordnerstruktur, Anzeige gelesener und ungelesener Meldungen, Listenvorschau zum schnellen Überfliegen und schneller Klick auf die jeweilige Website von der der Feed kommt.

Ideal, um eine große Anzahl Websites, speziell Blogs, zu verfolgen, ohne regelmäßig auf die Seiten gehen zu müssen. Ich hatte zunächst RSS-Owl auf dem Rechner installiert. Seit einiger Zeit nutze ich mit bloglines einen Online RSS-Reader. Letzte Woche habe ich dann alle Feeds auch bei Google Reader laufen. Das kann man ganz einfach über Import/Export der Feedliste erledigen. Im Moment laufen beide Accounts parallel und ich kann mich noch nicht entscheiden.
Bei der ZMP gibt es insgesamt 16 Feeds darunter zu den Themen Verbraucher, Ökomarkt, Weltmärkte, Großverbraucher

Ideal, um eine große Anzahl Websites, speziell Blogs, zu verfolgen, ohne regelmäßig auf die Seiten gehen zu müssen. Ich hatte zunächst RSS-Owl auf dem Rechner installiert. Seit einiger Zeit nutze ich mit bloglines einen Online RSS-Reader. Letzte Woche habe ich dann alle Feeds auch bei Google Reader laufen. Das kann man ganz einfach über Import/Export der Feedliste erledigen. Im Moment laufen beide Accounts parallel und ich kann mich noch nicht entscheiden.
Bei der ZMP gibt es insgesamt 16 Feeds darunter zu den Themen Verbraucher, Ökomarkt, Weltmärkte, Großverbraucher
Mittwoch, 11. April 2007
ZMP mit Diskussionsforum/FAQ
Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um das Thema Absatzfonds und seine Durchführungsgesellschaften CMA & ZMP geht die ZMP einen entscheidenden Schritt in Richtung öffentlicher Dialog. Ein Diskussionsforum auf der ZMP Website soll dazu dienen, Fragen und Meinungen zur Organisation, Arbeitsbereichen und Finanzierung zusammenzutragen. ZMP Mitarbeiter antworten und nehmen Stellung. Bisher gibt es erst einen Startbeitrag von Mitte letzter Woche.
Das ganze ist auch nicht 100% funktionsgleich mit einem klassischen Onlineforum, wo die einzelnen Threads sofort veröffentlicht werden. Jeder Beitrag von Besuchern wird zunächst von einem geeigneten ZMP Mitarbeiter beantwortet und dann eher im Sinne einer FAQ veröffentlicht. Das kann einige Tage dauern. Ich bin sehr gespannt auf die Beiträge und Antworten. Mein Erweiterungsvorschlag: ein RSS Feed für neue Einträge.
Das ganze ist auch nicht 100% funktionsgleich mit einem klassischen Onlineforum, wo die einzelnen Threads sofort veröffentlicht werden. Jeder Beitrag von Besuchern wird zunächst von einem geeigneten ZMP Mitarbeiter beantwortet und dann eher im Sinne einer FAQ veröffentlicht. Das kann einige Tage dauern. Ich bin sehr gespannt auf die Beiträge und Antworten. Mein Erweiterungsvorschlag: ein RSS Feed für neue Einträge.
Sonntag, 22. Oktober 2006
Osteuropa & China
Am Donnerstag und Freitag fand in Berlin das 3. Osteuropaforum der ZMP statt. Es war eine sehr interessante Veranstaltung mit dem Titel "Neue Giganten am Agrarmarkt? - Russland, Ukraine, China". Osteuropa und China??? Ja, das klingt erstmal ungewöhnlich aber es gibt halt noch kein Fernostforum und da hat man China halt mit reingenommen. Wer China bisher vor allem als Sportschuh- und Spielzeugschmiede auf der Rechnung hatte wird sich anhand dieser Zahlen umorientieren müssen:
51% des weltweiten Schweineverbrauchs, 19% des Geflügelverbrauchs, 40% Marktanteil bei der Gemüse und der Eierproduktion, größter Produzent von Getreide, Äpfeln und Kartoffeln.... weiterlesen!!! "Osteuropa & China" vollständig lesen »
51% des weltweiten Schweineverbrauchs, 19% des Geflügelverbrauchs, 40% Marktanteil bei der Gemüse und der Eierproduktion, größter Produzent von Getreide, Äpfeln und Kartoffeln.... weiterlesen!!! "Osteuropa & China" vollständig lesen »
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